Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Stadtkämmerin
Lukoschek betont, die Motivation die Gründung
einer Gesellschaft vorzuschlagen sei, das gemeinsame Ziel zu erreichen,
regenerative Energien voranzubringen. Es
stelle sich die Frage, wie man die verschiedenen vorhandenen Aktivitäten
bündele. Man könne sich die Gründung einer Gesellschaft „Lüneburg
Solar“ vorstellen, in der zunächst die GfA, die AGL, die LÜWO Bau, Campus
e.V. Gesellschafter seien. Der Kreis könne aber auch gern um weitere Partner
erweitert werden; auch kommunale Partner seien gern gesehen. Um
diese Thematik jedoch weiter inhaltlich vertieft zu verfolgen, werde heute vom
Rat der Hansestadt Lüneburg ein Prüfauftrag erwartet, so dass in ein paar Monaten
ein solider Vorschlag zur Abstimmung vorgelegt werden könne. Ratsherr
Neubauer lobt den Vorschlag zur Gründung
einer Gesellschaft, da dies ein sinnvoller Weg sei und in das Energiekonzept
2012 des Rates der Hansestadt Lüneburg passe. Mit der Umsetzung dieses
Vorschlages würde man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, Handwerksbetriebe
vor Ort stärken, etwas Nachhaltiges für die künftigen Generationen tun und auch
den Bürgern die Chance zur praktischen Teilhabe bieten. Somit sei dieser Antrag
ausdrücklich zu unterstützen. Für
die Fraktion Die Linke erklärt Ratsherr Riechey, dass der Gründung der Lüneburg Solar
zugestimmt werden könne, auch wenn dies nur eine verkürzte Antwort auf die
drängenden Energiefragen darstelle. Er deklariert für seine Fraktion mit dem
Antrag der Linken zur Gründung eigener Stadtwerke Ideengeber für diese Vorlage
gewesen zu sein. Als
Änderungsantrag trägt er vor, das Geschäftsfeld dieser Gesellschaft nicht auf
Solarenergie zu beschränken, sondern auf alle regenerativen Energien
auszuweiten. Er bemängelt, dass kein schlüssiges Finanzierungskonzept vorliege
und mit dieser Idee nur um das Kerngeschäft der E.ON Avacon herumgearbeitet
werden solle. Er spricht sich dafür aus, die Gesellschaft zu gründen und diese
schrittweise zu erweitern. Stadtkämmerin
Lukoschek erinnert daran, dass mit dem
heutigen Beschluss lediglich ein Prüfauftrag an die Verwaltung zur Erarbeitung
eines schlüssigen Konzeptes erteilt werden solle, in dem dann auch die Finanzierung
geprüft und vorgestellt werde. Ratsherr
Meihsies betont, dass die Fraktion Bündnis
90 / Die Grünen uneingeschränkt hinter diesem Prüfauftrag steht. Ratsherr
Kuhn fragt an, inwieweit die Klimaschutzleitstelle
eingebunden werde und wie der Sachstand zu einer beschlossenen Kooperation mit
der Hansestadt Hamburg über eine Dachflächenbörse sei. Oberbürgermeister
Mädge antwortet, dass die
Klimaschutzleitstelle lediglich beratende Funktion habe und ein Termin mit der
Hamburger Verwaltung vereinbart worden sei. Beigeordneter
Löb erinnert, dass es bereits aktive
Bürgerinnen und Bürger in der Hansestadt Lüneburg gebe und detaillierter
Sachverstand in bestehenden Vereinen vorhanden sei, der in dieses Konzept mit
eingebunden werden sollte. Des Weiteren spricht er sich dafür aus, diese
Gesellschaft auf alle alternativen Energieformen auszuweiten. Ratsherr
Soldan kann dem heutigen Prüfauftrag zur
Gründung einer Lüneburg Solargesellschaft zustimmen, da noch eine Vielzahl von
Fragen zu klären seien, die Gesellschaft rechtlich abgesichert und auf
finanziell starke Beine gestellt werden müsse. Bürgermeister
Dr. Scharf betont, dass man sich mit Gründung
der Lüneburger Solargesellschaft auf dem richtigen Weg befinde, erinnert aber
auch an das Energiekonzept der Bundesregierung, in dem diese betone, ein
Förderprogramm für energetische Stadtsanierung, auch Solarenergie, mit einem
Volumen von 500 Millionen Euro aufsetzen und im Rahmen des Effizienzfonds und
der nationalen Klimaschutzinitiative Mittel in 3-stelliger Millionenhöhe
bereitstellen zu wollen. Er bittet dieses mit in die Prüfung einzubeziehen. Beigeordnete
Lotze verweist auf die Broschüre
„Kommunaler Klimaschutz in Lüneburg“ wo detailliert dargestellt
werde, dass die Hansestadt Lüneburg ein Handlungskonzept 2012 für nachhaltige
Energieversorgung und eine Effizienzinitiative für Lüneburg mit dem Ziel, die
installierte Leistungskapazität von Photovoltaik, Biomasse, Biogas, Wasserkraft
und Geothermie um mindestens 100 % zu steigern, verabschiedet habe. Wenn man
sich die Flächen von Lüneburg anschaue, wo Energie mittels Biomasse, Biogas,
Wasser- und Windkraft erzeugt werden könne, seien diese doch sehr
eingeschränkt, so dass es richtig sei, sich zunächst auf Solar zu beschränken.
Sie kündigt an, dass sich die SPD-Fraktion mit ihrer eigenen
Photovoltaik-Anlage auch an weiteren Maßnahmen beteiligen werde. Ratsherr
Manzke stellt fest, dass zum Thema Energie
ein breiter Konsens über alle Fraktionen vorherrsche und bittet darum, auch die
europäischen Dimensionen mit in die Planungen einzubeziehen. So gebe es
intensive Überlegungen, europaweit verschiedenste Energieformen zu verteilen, da
z.B. in den südlicheren Regionen die Effizienz für Voltaikanlagen dreifach
höher ist, als im Norden Deutschlands. Oberbürgermeister
Mädge erinnert, dass beim Klärwerk und
der GfA schon Mitte der 80er Jahre begonnen worden sei, regenerative Energie
aus Gaseinspeisung zu erzeugen. Die
Risiken seien im Wege der Prüfung zu untersuchen, jedoch werde durch ein
Bundesgesetz für 20 Jahre ein gewisser Einspeisungspreis garantiert. Er sagt zu,
dass selbstverständlich auch der vorhandene Sachverstand gebündelt und
mitgenommen werde und erinnert, dass durch das vorhandene Förderprogramm für
Solaranlagen regionale Handwerker in Anspruch genommen werden müssten. Beschluss: Der Rat der Hansestadt Lüneburg lehnt den Änderungsantrag
der Fraktion Die Linke mehrheitlich mit den Stimmen der Gruppe SPD/CDU und der
FDP-Fraktion gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke und eines Teils der
Fraktion Bündnis90/Die Grünen bei Stimmenthaltungen von zwei Mitgliedern der
Fraktion Bündnis90/Die Grünen ab. Der Rat der Hansestadt Lüneburg fasst anschließend
einstimmig folgenden Beschluss: Die Ausführungen der Verwaltung werden zustimmend zur
Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Prüfungen
für die Gründung der Gesellschaft zu veranlassen und die Ergebnisse im
Ausschuss für Wirtschaft und städt. Beteiligungen vorzustellen. (22) |
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