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Beratungsinhalt: Oberbürgermeister
Mädge führt einleitend zu den Vorlagen zu den Tagesordnungspunkten 4 –6 aus,
dass die Verwaltung damit Perspektiven aufzeigen wolle, wie die Schullandschaft
zukünftig aussehen soll, auch wenn bestimmte Unsicherheitsfaktoren (z.B.
Gymnasium Bleckede) weiterhin bestehen. So wurden verschiedene Varianten zur
Lösung der Raumproblematik untersucht. Diese Untersuchungen werden mit eigenem
Personal des Bereichs 64 durchgeführt und aus Kostengründen nicht vergeben. Das
Personal des Bereiches 64 sei dadurch äußerst belastet. Bei
allen Varianten müssen z.B. auch Schadstoffbelastungen beachtet werden. Dies
ist nicht immer planbar und außerdem kann dies weitere Mehrkosten verursachen. Oberbürgermeister
Mädge macht nochmals deutlich, dass alle Investitionen, auch schon die im Rahmen
des mehrjährigen Investitionsprogramms beschlossenen, zur Hälfte durch Kredite
finanziert werden müssen. Bedarfszuweisungen des Landes wurden abgelehnt. In
der heutigen Sitzung soll zur Lösung der Raumproblematik ein kurzfristiges und
mittelfristiges Programm für die Planungen im Raum Kaltenmoor und der
Wilhelm-Raabe-Schule vorgestellt werden. Stadtdirektor
Koch stellt die Planungen zur Lösung der Raumproblematik der
Wilhelm-Raabe-Schule vor. Auch er unterstreicht, dass viele Gedanken und
Planungen aufgegriffen wurden. Viele davon müssten wieder verworfen werden.
Ziel sei es, einen Konsens mit der Schule und eine wirtschaftliche Lösung
erreichen zu können. Mit der dann folgenden Power-Pointe-Präsentation wird die
derzeitige Situation der Wilhelm-Raabe-Schule, insbesondere in der räumlichen
Distanz Hauptgebäude – Außenstellen, vorgestellt. Ca.
1 Mio. Euro sollen in die bauliche Substanz der Schule investiert werden. Dies
ist bereits im mittelfristigen Investitionsprogramm enthalten. Aus der
Präsentation wird deutlich, dass die Entfernung zur Außenstelle in der Schule
Stadtmitte ca. 650 m Luftlinie beträgt; es sind jedoch viele befahrene Straßen
zu kreuzen. Zudem gibt es eine weitere Nutzung von Räumlichkeiten der Post.
Dort sind bis Mitte 2006 Räume angemietet. Bei weiterem Bedarf an diesen
Räumlichkeiten, müsste ein neuer Vertrag geschlossen werden, der unter
Umständen wieder eine Bindung auf mehrere Jahre mit sich bringt. Die in der
Vorlage dargestellten möglichen Varianten zur Lösung der Raumsituation, bzw.
zur Verbesserung der Situation werden bildlich dargestellt. Hinsichtlich
der vorgeschlagenen Variante des Umbaus der Sporthalle gibt er zu bedenken,
dass diese in großen Umfang durch die umliegenden innerstädtischen Grundschulen
für den Schulsport genutzt werde. Für diese müsste eine andere Lösung in der
Nähe gefunden werden, die es mangels der Nordlandhalle nicht gebe. D.h., man
müsse sich bei einer solchen Lösung darüber klar werden, dass später ein Neubau
einer Sporthalle notwendig werden könnte. Die Kosten für eine Einfeldsporthalle
würden ca. 1,5 Mio. Euro betragen, so dass diese Lösung zunächst zurückgestellt
wird. Auch
die Variante, mobile Raumteile auf dem Gelände der avacon aufzustellen, birgt
Probleme, da auf dem Gelände im Erdreich diverse Leitungen und Rohre verlaufen,
so dass hier ein nicht unerheblicher Mehraufwand entsteht. Hinsichtlich
der vorgeschlagenen Fremdanmietungen, z.B. Uni usw. sind die Gespräche bisher
nicht abgeschlossen. Auch diese Varianten würden Umbaukosten in Höhe von ca. 1
Mio. Euro nach sich ziehen. Der
hier vorgelegte Beschlussvorschlag sieht vor, den kurzfristigen Bedarf der
Schule mittels weiterer Anmietung der Räume der Post sicherzustellen und zudem
Räume durch den Umbau der Gymnastikhalle zu schaffen. Auch der Fachraumbedarf
erfordert eine Erweiterung. Die Schule hat zwischenzeitlich eine Arbeitsgruppe
gebildet, die sich mit dem Sanierungs- und Umbaukonzept beschäftigt. Eine
weitere räumliche Erweiterung kann durch den Ausbau der Hausmeisterwohnung
geschaffen werden. Diese muss ohnehin saniert werden, wenn der derzeitige
Hausmeister in den Ruhestand ausscheidet (Februar 2006). Zwar ist die
Räumlichkeit äußerst ungünstig geschnitten, es lässt sich jedoch ein
Unterrichtsraum und möglicherweise ein Gruppenraum herrichten. Zusammengefasst
lässt sich mit der kurz- und mittelfristigen Lösung die räumliche Situation
insoweit verbessern, als das fünf allgemeine Unterrichtsräume und ein
Gruppenraum geschaffen werden können. Damit würde zwar die Außenstelle derzeit
noch nicht aufgelöst werden können, dies wird aber weiterhin langfristig
geplant. Nach
dieser Darstellung durch die Verwaltung eröffnet der Schulausschussvorsitzende
die Aussprache. Beigeordneter
Dr. Scharf unterstreicht, dass in der Stadt Lüneburg Schule und Bildung zu
wichtigen Akzenten gemacht wurden. Beschlüsse wurden zumeist einstimmig
gefasst. Ziel hinsichtlich der Schulreform sei es, eine mittel- bis
langfristige Auflösung der Außenstellen der Gymnasien zu erreichen. Durch den
kurzfristigen Umbau der Gymnastikhalle und der Hausmeisterwohnung würde eine
Entlastung für die Schule mit verhältnismäßig geringen Kosten geschaffen
werden. Seitens seiner Fraktion besteht daher Zustimmung zum vorgeschlagenen
Konzept. Ratsherr
Maeck weist nochmals auf die in der vergangenen Sitzung diskutierten Folgen der
Schulreform hin. Durch mehrere Standorte einer Schule sei auch der
Binnenbetrieb gestört, da Pausenzeiten für die Wege zwischen den Standorten
genutzt werden müssen. Zudem seien die Klassenfrequenzen erhöht, so dass zum
Teil, wie hier beschrieben, nur 1,6 m² pro Schüler zur Verfügung stehen würden,
obwohl die eigentliche Norm bei 2 m² pro Schüler liege. Er
lobt die Vorlage der Verwaltung, in der alternative Lösungen und Vorschläge
dargelegt und von allen Seiten beleuchtet wurden. Dabei werden sowohl
kurzfristige (Räume in der Post) wie auch mittelfristige Lösungsmöglichkeiten
angedacht (Gymnastikhalle und Hausmeisterwohnung). Und schließlich werden auch
visionär langfristige Lösungen genannt, wie z.B. das Uni-Gelände. Auch dann
würde es mehrere Standorte geben, aber es würde sich um eine deutliche
Verbesserung für die Wilhelm-Raabe-Schule handeln. Auch
Bürgermeisterin Schellmann unterstreicht das langfristige Ziel, den Unterricht
an der Schule möglichst an einem Standort zu führen. Sie beurteilt es bei den
unterschiedlichen Varianten als positiv, dass auch das Kollegium eigene
Vorschläge eingebracht habe, die von der Verwaltung aufgegriffen wurden. Eine
Sporthalle für den städtischen Bereich als Ersatz für die Nordlandhalle muss
langfristig geplant werden. Sie findet es jedoch äußerst positiv, dass auch
eine kurzfristige Lösungsmöglichkeit für die Raumproblematik gefunden wurde. Ratsherr
Nowak dankt für die ausführliche Darstellung der Vorlage und unterstützt sowohl
den kurzfristigen Vorschlag, wie auch die langfristigen Planungen. Es werde
zudem wieder deutlich, dass nicht, wie vorher gesagt, für die Schulform keine
Kosten entstehen würden. Hier sei wieder sichtbar, dass im Zusammenhang mit der
Schulreform doch Kosten entstehen. Im
Anschluss wird der Leiterin der Wilhelm-Raabe-Schule, Frau Dr. Scheuermann,
Gelegenheit gegeben, sich zu den Planungen zu äußern. Sie dankt für die gute
und umsichtige Planung. Durch den Umbau der Gymnastikhalle werden vier allgemeine
Unterrichtsräume entstehen. Sie ist äußerst froh, dass dieser Vorschlag der
Schule seitens der Verwaltung aufgegriffen wurde. Der Umbau der Turnhalle sei
sicherlich eine Vision, würde aber hinsichtlich des Schulkonzeptes einen
idealen Raum für Aktivitäten im Zusammenhang mit Musik (auch im Hinblick auf
die Lautstärke-Problematik) bieten. Daraufhin
betont Oberbürgermeister Mädge nochmals, dass die Sporthallen-Variante
tatsächlich als langfristige Vision zu sehen sei, d.h. aus seiner Sicht nicht
vor dem Jahr 2010 zu realisieren. Die Wiederherstellung der Nordlandhalle nur
als Sporthalle würde 5 Mio. Euro kosten, so dass dies ebenfalls nicht
mittelfristig zu realisieren sei. Aus seiner Sicht sei auch das Seminargebäude
der Fachhochschule nicht geeignet. Es sei zu weit weg vom Hauptgebäude und die
Umbaukosten seien zu hoch. Er sagt zu, dass die Sporthalle im Blick bleibe,
aber der Vorschlag zur Zeit nicht zu realisieren sei. Auch
Ratsherr Firus spricht nochmals Dank und Lob für die umfassende Darstellung der
Vorlage aus. Ihm sei ebenfalls bewusst, dass jede Schulreform Kosten aufwerfe.
In diesem Fall sei jedoch ausdrücklich betont worden, dass keine Kosten für die
Kommunen entstehen würde, so dass es an der Glaubwürdigkeit mangeln würde. Oberbürgermeister
Mädge beschreibt den Zeitplan für die kurzfristige Lösung genauer. Die Räume in
der Post sollen möglichst nicht länger als Herbst nächsten Jahres angemietet
werden. Baubeginn für den Ausbau der Hausmeisterwohnung kann ca. März 2006
sein. (Nach Ausscheiden und Auszug des jetzigen Hausmeisters). Baubeginn für
den Umbau der Gymnastikhalle kann im Sommer 2006 sein. Die Kosten werden sich
auf ca. 500.000,-- € netto belaufen. Diesen Zeitplan hat er mit der
Baudezernentin besprochen. Der
Schulausschussvorsitzende, Ratsherr Firus, formuliert einen ergänzten
Beschlussvorschlag. Der Beschluss wird einstimmig gefasst. Stadtdirektor
Koch weist darauf hin, dass die Arbeitsrunde der Schule sich weiterhin mit dem
Ausbau befasse. Die dort entwickelten Gedanken werden mit den Baufachleuten
besprochen. Vorentwurfsskizzen wurden bereits gefertigt, diese hängen in der
Sitzung aus. Beschluss: 1.)
Die
Verwaltung wird beauftragt, als kurzfristige Lösung des Raumbedarfs der
Wilhelm-Raabe-Schule den Mietvertrag über Räumlichkeiten in der Post (2.OG)
über das Jahr 2006 hinaus um bis zu drei weitere Jahre zu verlängern. 2.)
Weiterhin
soll der Ausbau von 4 AUR im Bereich des Gymnastikraumes und der Umbau der
derzeitigen Hausmeisterwohnung in einen AUR und einen Gruppenraum bis zum
Schuljahresbeginn 2007/8 vorgenommen werden. 3.)
Zugleich
sollen die oben genannten nachhaltigeren Lösungen, die zu einer Zusammenführung
des Raumbedarfs der WRS an nur einem Außenstellen-Standort führen können
durch entsprechende Verhandlungen mit den Gebäude- und Grundstückseigentümern
weiterverfolgt und ggf. durch bauliche Entwürfe und Kostenschätzungen unterlegt
werden. Dem Schulausschuss ist zu gegebener Zeit vom Fortgang der Planungen zu
berichten. Der Schulausschuss geht davon aus, dass eine Außenstelle der
Wilhelm-Raabe-Schule erst dann entbehrlich werden kann, wenn durch Wegfall des
13. Jahrgangs und ggf. eine Entlastung aller städtischen Gymnasien durch
Errichtung eines neuen Gymnasiums in Trägerschaft des Landkreises eine
Entspannung der Situation eintritt. Abstimmungsergebnis: Ja-Stimmen: 9 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 0 |
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