Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Die
Leitung zu diesem Tagesordnungspunkt übernimmt Ratsherr Firus. Er stellt
einleitend fest, dass es sich bei dem vorgelegten Investitionsprogramm um das
zweite umfassende Schulbau-Sanierungsprogramm handelt. Das erste Programm wurde
im Jahre 2000 beraten und in den Jahren 2001 – 2004 mit einer Summe von 5,11
Mio. Euro umgesetzt. Heute soll über die Fortführung des Programms für die
Jahre 2005 – 2009 beschlossen werden, die beabsichtigte Investitionssumme wurde
im Vergleich zum ersten Programm erhöht. Im
Anschluss trägt Oberbürgermeister Mädge zu dem Tagesordnungspunkt anhand einer
PowerPoint-Präsentation vor. Oberbürgermeister Mädge stellt das Programm „Bauen
für Bildung“ vor. Er unterstreicht, dass die Finanzierung zur Hälfte durch
Kredite erfolgen muss. Die hier dargestellte Investition in Schulen sei eine
Investition in Bildung und damit in die Zukunft. Ein weiterer Teil der
Finanzierung stammt aus Mitteln des Bundes (Ganztagsschulen) sowie des
Landkreises Lüneburg. Es
folgt zunächst eine Darstellung der Investitionen der Jahre 2001 – 2004. 5,11
Mio. Euro wurden hier in die Schulsanierung investiert. Zusätzlich wurden über
die Jahre im Verwaltungshaushalt Mittel für die bauliche Unterhaltung zur
Verfügung gestellt. Oberbürgermeister Mädge unterstreicht, dass auch
unvorhergesehene Ausgaben, wie z.B. die Wasserschäden im Jahr 2002 und die
PCB-Sanierung umgesetzt werden mussten. Dies sei insbesondere zu Lasten des
Ausbaus der St. Ursula Schule, der verschoben wurde, und der
Wilhelm-Raabe-Schule, erfolgt. Im
Anschluss werden die bereits bewilligten und die beantragten
Ganztagsschulmittel dargestellt. Insbesondere zur Anne-Frank-Schule betont
Oberbürgermeister Mädge, dass im Zusammenhang mit dem Schulzentrum Kaltenmoor
über die Nachnutzung in einer weiteren Sitzung detailliert gesprochen werden
soll. Für die Anne-Frank-Schule sind die Ausbaumaßnahmen zur Ganztagsschule in
Planung. Für die Hauptschule Stadtmitte und die Christianischule hat der Ausbau
bereits begonnen. Für die Hauptschule Kreideberg wurde ein Antrag gestellt,
über den noch nicht entschieden wurde. Das geplante Ausbauvolumen zur
Ganztagsschule für die Hauptschule Kreideberg beträgt 9,9 Mio. Euro. Hier
betont Oberbürgermeister Mädge, dass der 10prozentige Anteil der Stadt Lüneburg
zum Ganztags-Schulprogramm so hoch sei, wie die notwendigen Sanierungskosten
für die Stadt sonst ausgefallen wären. Die
in den vergangenen und in den nächsten Jahren notwendigen Ausgaben für die
Schadstoffsanierung, insbesondere für das Schulzentrum Kaltenmoor, betragen
rund 20 Mio. Euro. Diese waren bei Verabschiedung des Programms 2001 – 2004
nicht vorgesehen. Insbesondere die Investitionen für das Schulzentrum
Kaltenmoor sollen die Schulen für die nächsten 10 Jahre zukunftssicher machen. Als weitere wichtige Investitionen werden die Schulerweiterungsmaßnahmen der St. Ursula Schule und der Grundschule Häcklingen sowie der Turnhalle Häcklingen und die Investitionen, die für die Schulreform notwendig waren, genannt. Für
das heute zur Beschlussfassung vorgelegte Schulbauprogramm 2005 – 2009 sollen
insgesamt 6,6 Mio. Euro investiert werden, von denen heute 6,2 Mio. Euro
zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Besondere Schwerpunkte des
aktuellen Schulbauprogramms sind: -
die
Sanierung von Fassaden, Fenstern, Dächern und Grundleitungen, -
die
Erneuerung der Elektroinstallationen und Beleuchtungseinrichtungen, -
die
Überarbeitung von PC-Anlagen, -
die
Grundsanierung der Sporthalle Hermann-Löns-Schule, -
die
Modernisierung der Naturwissenschaftlichen Bereiche des Johanneums, der
Wilhelm-Raabe-Schule und der Hauptschule Stadtmitte sowie -
Investitionen
in die Verteilung der haustechnischen Anlagen, -
Regeltechnik
der Heizzentralen und Anbindung an die zentrale Leittechnik. Diese
Maßnahmen wurden im Rahmen der fachlichen Beurteilung der Kategorie 1.1
hinsichtlich ihrer Priorität zugeordnet. Die
Aufnahme der notwendigen Maßnahmen in allen Kategorien 1 – 4 umfasst insgesamt
eine Summe von 10,3 Mio. Euro. Davon sollen 6,8 Mio. Euro laut Vorschlag der
Verwaltung umgesetzt werden. Eine Verteilung auf die kommenden Haushaltsjahre
wurde zudem vorgenommen, da dies im Rahmen der Haushaltsbeschlüsse zu berücksichtigen
sein wird. Aus
der Zusammenstellung aller Maßnahmen der Jahre 2001 – 2009 ergibt sich eine
gesamte Investitionssumme von rund 45 Mio. Euro. Oberbürgermeister
Mädge betont, dass es sich um kein starres Programm handeln soll. Wenn sich
notwendige Veränderungen ergeben, sollen diese mittels Deckungsfähigkeit der
Haushaltsstellen ermöglicht werden. Mit dem heutigen Beschluss soll der Rahmen
für die Investitionen gesteckt werden. Der
Vorsitzende, Ratsherr Firus, dankt für den Vortrag und eröffnet die Aussprache
zum Investitionsprogramm. Ratsherr
Maeck betont, dass trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Stadt
Lüneburg ein umfassendes Programm für den Bildungsbereich zusammengestellt
wurde. Aus der Vorlage wird eine schlüssige und einleuchtende Planung deutlich.
Die Bestandsaufnahme und Beurteilung wurde durch ein Team aus Fachleuten
vorgenommen. Anmerkungen und Kritiken seien in diesem Zusammenhang schwierig,
seitens seiner Fraktion gebe es keine Änderungswünsche. Seiner Auffassung nach
hat die Stadt die Zeichen der Zeit erkannt. Bildung ist ein zentrales Thema.
Mit dem Programm werde zudem die Wirtschaft unterstützt. Er begrüßt, dass das
Programm nicht nur bauliche und energetische Aspekte berücksichtige, sondern
auch die Schulentwicklungsplanung berücksichtigt und vorangetrieben werde. Auf
Nachfrage der Beigeordneten Baumgarten bestätigt Oberbürgermeister Mädge, dass
mit dem heute vorgelegten Programm über eine Investition von 6,2 Mio. Euro
beschlossen werden solle. Die beabsichtigte Gesamtinvestition beträgt 6,8 Mio.
Euro, ist jedoch von der Bewilligung möglicher weiterer Zuschüsse abhängig. Zu
den weiteren Nachfragen nimmt der Leiter der Gebäudewirtschaft, Herr Koplin,
Stellung: Beleuchtung (570.000,-- Euro): Gemeint
ist ein kompletter Austausch der veralteten Beleuchtung, die zum Teil aus den
Sechziger Jahren stammt. Sanierung Hausmeisterwohnung Wilhelm-Raabe-Schule (90.000,-- Euro): Die
vom derzeitigen Hausmeister der Wilhelm-Raabe-Schule bewohnte Wohnung stammt
aus den Sechziger/Siebziger Jahren. Der bauliche Zustand ist derart unzumutbar,
dass schon jetzt eine geminderte Miete entrichtet werde. Wenn der Hausmeister
in Ruhestand gehe, sei eine Komplettsanierung erforderlich. Gleichgültig, wie
dann die künftige Nutzung der Räume mit der Schule verabredet werde, müssten
Fenster, Heizung usw. saniert werden. Dafür werde der eingestellte Betrag
gebraucht. Lehrerinnentoilette Wilhelm-Raabe-Schule. In
der Wilhelm-Raabe-Schule gibt es zur Zeit nur ein WC für Damen (bei 35
Lehrerinnen). Wärmemenge-/Wassermengenzähler: Die
gesetzten Zähler der AVACON dienen zum Teil nur der kompletten Aufnahme des
ganzen Gebäudes. Um eine strukturierte interne Abrechnung zu erhalten, sind
Zwischenzähler erforderlich, die von der Stadt gesetzt werden müssen. Bürgermeisterin
Schellmann befürwortet das umfangreiche Programm. Sie erkundigt sich zu den
Posten Pflasterung und Beläge, ob zukünftig auch daran gedacht werde, dass
durchlässiger Grund aufgrund der Neueinführung der getrennten Abwassergebühr
eingeplant werde, was Herr Koplin bestätigt. Sie
äußert sich positiv darüber, dass in so hohem Maße in die Bildung investiert
werde. Dabei unterstreicht sie nochmals, dass nicht nur in den Bau an sich,
sondern auch in pädagogisch Notwendiges investiert werde. Auf
Nachfrage des Ratsherrn Kroll, warum in der Hermann-Löns-Schule nur einfach
verglaste Fenster saniert werden sollen, wo doch auf energiesparende Bauweise
geachtet werden solle, erläutert Herr Koplin, dass das Gebäude unter
Denkmalschutz stehe und daher zunächst die äußeren Fenster im Rahmen der
Fassadensanierung überarbeitet werden müssten, da diese erhalten bleiben
müssen. Im nächsten Schritt würden von innen Kastenfenster eingesetzt werden. Ratsherr
Aschenbrenner äußert sich positiv dazu, dass die ursprüngliche Veranschlagung
für die Sanierung der Herderschule höher gewesen sei, als die tatsächlich
aufgeführten Kosten. Hinsichtlich der Zuschüsse der Samtgemeinde Bardowick und
des Landkreises Lüneburg zum Anbau der Herderschule erkundigt er sich, ob der
Mittelabruf erfolge und die Zuschüsse eingehen würden. Dies bestätigt
Stadtdirektor Koch. Auf
die weitere Nachfrage zum Sachstand der laufenden PCB-Sanierung erläutert Herr
Koplin, dass derzeit bei der Herderschule im zweiten Bauabschnitt die Nacharbeiten
zur Sanierung des Atriums laufen und im Anschluss die Geschossdecken eingebaut
werden. Im nächsten Bauabschnitt ist die Mensa-Sanierung im Untergeschoss
geplant. Im
Schulzentrum Kaltenmoor läuft der zweite Bauabschnitt, der bis Herbst 2005
abgeschlossen sein soll. Parallel dazu läuft die europaweite Ausschreibung für
die Architektenleistung. Ratsherr
Nowak unterstreicht, dass in dem vorgelegten Programm pädagogisch notwendige
Aspekte sich in baulich unumgänglichen wiederfinden, wie z.B. der Sanierung der
Naturwissenschaftlichen Räume. Dies
bestätigt Herr Koplin: Bei Betrachtung der Aspekte pädagogisch und baulich
notwendig, ist in die Priorität 1.1 einflossen, dass beide Aspekte gleichmäßig
berücksichtigt werden. Bei der Sanierung der Naturwissenschaftlichen Räume ist
die Ausstattung inklusive. Ratsfrau
Lotze begrüßt das Programm, da sowohl eine Verbesserung der baulichen
Rahmenbedingungen als auch der Auftragslage für das örtliche Handwerk erreicht
werde. Die Stadt Lüneburg sei eine wachsende Stadt, die vom Zuzug junger
Familien profitiere. Die bauliche Verbesserung von Schulen bewirkt auch eine
Verbesserung der Bildungs- und Berufschancen. Damit handele es sich um eine
gute Investition in die Zukunft. Ratsherr
Hornig erkundigt sich nach den angekündigten weiteren baulichen Maßnahmen,
möglicherweise bei der Wilhelm-Raabe-Schule. Dazu
erklärt Oberbürgermeister Mädge, dass bis zur Sommerpause Vorschläge über
weitere Baumaßnahmen ggf. auch für das Johanneum im Zusammenhang mit der
Nachnutzung des Schulzentrums Kaltenmoor vorgelegt werden. Diese seien in das
Investitionsprogramm, das heute vorgelegt werde, noch nicht eingeflossen. Der
Vorsitzende, Ratsherr Firus, fasst die Diskussion zusammen und betont, dass
heute ein Beschluss über die Investition von 6,2 Mio. Euro in Schulbaumaßnahmen
gefasst werden soll. Das gesamte Programm beläuft sich auf eine Summe von 6,8
Mio. Euro. Diese Realisierung sei jedoch von noch zu erwartenden Zuschüssen
abhängig. Im
Anschluss lässt er über den vorgelegten Beschlussvorschlag abstimmen. Beschluss: Der
Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung und der Schulausschuss folgen dem
Beschlussvorschlag einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen. |
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