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Auszug - Sparkassenstiftung "Neue Technologien für Schulen": Bericht zum aktuellen Ausstattungsstand und zur Netzwerkadministration  

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 02.06.2004    
Zeit: 16:00 - 20:30 Anlass: Sitzung
Raum: Glockenhaus (Erdgeschoss)
Ort: Glockenstraße, 21335 Lüneburg
VO/1025/04 Sparkassenstiftung "Neue Technologien für Schulen": Bericht zum aktuellen Ausstattungsstand und zur Netzwerkadministration
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Gronholz-BergmannAktenzeichen:40 13 07
Federführend:Bereich 41 - Schulen, Kultur, Sport Bearbeiter/-in: Bergmann, Imke
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Stadtdirektor Koch führt einleitend aus, dass es bei diesem Tagesordnungspunkt nicht nur um einen Bericht zur Ausstattung gehe, sondern auch ein Konsolidierungsbeschluss des letzten Jahres aktuell zu beleuchten sei. Die Mittel, die die Stadt in den letzten Jahren in die Sparkassenstiftung einstellt, wurden als möglicher Einsparvorschlag ab dem nächsten Haushaltsjahr im Rahmen des Konsolidierungsprogramms benannt. Sowohl die Sparkasse Lüneburg als auch der Landkreis Lüneburg stellen ihren Anteil ab 2005 wie gewohnt in die Stiftung ein, die damit fortbesteht. Wenn die Stadt nicht in die Stiftung einzahle, werde es keine nennenswerte Förderung aus der Stiftung für städtische Schulen geben können.

Da in diesem Jahr schon früh zum Thema Konsolidierung beraten wird, gebe es einen gewissen Zeitdruck, die Thematik in diesem Rahmen jetzt zu behandeln. So wurde die Vorlage zu diesem TOP im ersten Teil als Bericht zur vorhandenen Ausstattung und im zweiten Teil zur Netzwerk-Administration sowie Zukunft der Stiftung dargestellt. Hinsichtlich der Netzwerk-Administration gibt es unterschiedliche Modelle der Stadt und des Landkreises. Während der Landkreis eine Firma beauftragt hat, verfolgt die Stadt die Lösung mit eigenem Personal.

 

Nach dieser Einleitung stellt sich der Netzwerk-Administrator für den pädagogischen Bereich der Schulen, Herr Manfred Haase, den Mitgliedern des Schulausschusses im Rahmen einer Power-Point-Präsentation persönlich vor und legt dar, mit welchen Aufgaben er in diesem Rahmen betraut ist.

 

Im Anschluss berichtet der Leiter des Bereichs EDV der Stadt, Herr Degen-Feldmann, zum geplanten Stadt-MAN. Es werde das Konzept einer flächendeckenden Vernetzung sowohl aller städtischen Einrichtungen als auch Gesellschaften und z.B. der Sparkasse angestrebt. Einen Vorteil sieht er insbesondere in der Zentralisierung der Administration und damit der Entlastung von Lehrern von Tätigkeiten der Netzwerkverwaltung sowie in der intensiven Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

 

Im Anschluss an die Vorträge dankt Beigeordneter Firus den Referenten und lobt auch das Engagement von Lehrern und Hausmeistern an Schulen, das zur Nutzung der Informationstechnologie oft zusätzlich erforderlich und dankenswert sei. Damit wird die Aussprache zu dem Tagesordnungspunkt eingeleitet.

 

Bürgermeisterin Schellmann betont, dass es wichtig sei, Pädagogen von der Netzwerkarbeit zu entlasten. Aus ihrer Sicht sei die Fortsetzung des Projektes insgesamt erforderlich, d.h. sowohl der weitere Einsatz eines Netzwerkadministrators als auch die Einstellung eines Zuschusses für die Sparkassenstiftung in den Haushalt. Aus ihrer Sicht fehle jedoch ein entsprechender Deckungsvorschlag in der Vorlage.

Stadtdirektor Koch antwortet dazu, dass hinsichtlich der Netzwerkbetreuung das Niedersächsische Finanzverteilungsgesetz eine Bezuschussung vorsehe und so eine nahezu vollständige Deckung der Personalkosten erreicht werden kann, wie dies in der Vorlage mit errechneten bzw. geschätzten Zahlen dargestellt wurde. Hinsichtlich des Zuschusses für die Sparkassenstiftung unterstreicht er, dass der Haushaltsausgleich insgesamt nicht erreicht werde und auch bei theoretischer Streichung aller freiwilligen Ausgaben keine vollständige Deckung möglich sei, was insbesondere auf von der Stadt nicht beeinflussbare Einnahmeverluste zurückzuführen sei. Die Deckung sei daher im Rahmen der Gesamtdeckung des Haushaltes zu sehen und müsse im Rahmen der Diskussion über die Konsolidierungsvorschläge behandelt werden. Aus seiner Sicht handelt es sich hier um gut angelegte Mittel, da sie für eine gute Ausbildung weiterer Generationen und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft erforderlich sei.

 

Beigeordneter Dr. Scharf unterstreicht, dass es sich bei der IT-Ausstattung von Schulen um die sächliche Unterhaltung von Schulen handle und dieses eine Pflichtaufgabe der Kommunen sei. Die Wartung, Ergänzung und Betreuung der Ausstattung gehört seiner Auffassung nach zu den wichtigsten Aufgaben im Rahmen der sächlichen Unterhaltung. Diese erfordert mindestens einen Netzwerkbetreuer. Das städtische Konzept, eigenes Personal einzusetzen, halte er im Übrigen für besser als das Landkreiskonzept. Die Fortführung des Projektes im Sinne der Vorlage wird von ihm unterstützt.

 

Auf Nachfrage der Beigeordneten Baumgarten bestätigt Herr Degen-Feldmann, dass eine Weiterverrechung der Mietkosten der Leitungen der AGL an die Schulen nicht erfolge, vielmehr andere Nutzer die Kostendeckung des Leitungsnetzes sicherstellten.

 

Ratsherr Aschenbrenner unterstützt das aus seiner Sicht zukunftsweisende Konzept. Er erkundigt sich nach der Zuverlässigkeit des Netzes im Rahmen der hier vorgeschlagenen Zentralisierung, d.h. möglicher Blackouts. Dazu berichtet Herr Degen-Feldmann, dass es in den letzten drei Jahren nur minutenweise Ausfälle gegeben habe; nur wenn Installationsarbeiten durchgeführt werden müssen, können bestimmte Funktionen nicht genutzt werden, dies würde jedoch meist an Wochenenden oder in den Abendstunden durchgeführt werden, so dass das Netz im Grunde genommen ohne nennenswerte Ausfälle zur Verfügung steht. Die physikalische Sicherheit wurde durch die Installation einer Sicherheitszelle im letzten Jahr sichergestellt.

Auch Ratsherr Maeck stimmt den Vorschlägen der Vorlage voll zu. Er betont, dass die Bildungsinvestitionen eines der zur Zeit wichtigsten Themen der Bundesrepublik sei.

 

Auch Ratsherr Nowak stimmt der Konzeption zu. Er erkundigt sich zusätzlich nach den Kosten des Anschlusses der Schulen ans Netz sowie den zukünftig zu erwartenden Einsparungen an den Schulen, z.B. durch Wegfall der Gebühren für interne Telefonate. Diese Kosten bzw. Einsparungen sind, so Herr Degen-Feldmann, noch nicht abschließend ermittelt. Da sich die Möglichkeit der Installation des Stadt-MAN relativ kurzfristig durch Mitwirkung z.B. der Sparkasse usw. ergeben habe, konnten bisher noch nicht alle Planungen und Datenaufnahmen erfolgen.

 

Ratsfrau Schellmann unterstreicht erneut, dass sie das Projekt und den Vorschlag unterstütze aber zu bedenken gebe, dass dafür Einsparungen erzielt werden müssten. Stadtdirektor Koch betont daraufhin nochmals, dass die hier vorgeschlagenen 50.000,-- € im Vermögenshaushalt, die in den letzten Jahren in die Sparkassenstiftung eingeflossen sind, die sonstigen Mittel für die EDV-Ausstattung der Schulen, wie sie früher regelmäßig im Vermögenshaushalt veranschlagt waren, komplett ersetzen und daher für die Fortführung des Projektes erforderlich seien.

 

Zur Thematik der Netzwerk-Betreuung berichtet er, dass für den weiteren Einsatz von Herrn Haase ein Stellenplanantrag gestellt sei und dass parallel über eine Weiterbeschäftigung im städtischen Einflussbereich, aber etwa bei einer Eigengesellschaft nachgedacht werde.

 

Im Anschluss an diese Aussprache lässt der Vorsitzende über den Beschlussvorschlag abstimmen:

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Schulausschuss folgt dem Beschlussvorschlag einstimmig.

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

 

   Ja-Stimmen:                       8

Nein-Stimmen:            ----

  Enthaltungen:            ----