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Protokollinformationen sind noch vorläufig! - Bundesprogramm Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher  

 
 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 8
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 05.09.2019    
Zeit: 16:00 - 19:38 Anlass: Sitzung
Raum: Glockenhaus (Erdgeschoss)
Ort: Glockenstraße, 21335 Lüneburg
VO/8535/19 Bundesprogramm Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Jutta Bauer
Federführend:Bereich 53 - Bildung und Betreuung Beteiligt:05 - Entwicklung und strategische Steuerung Bildung und Soziales
Bearbeiter/-in: Bauer, Jutta   
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Beratungsinhalt:

Frau Steinrücke führt einleitend zu der besonderen Problematik des Fachkräftemangels aus. Seit Jahren werde bereits mit dem Land gekämpft, um auch Personal mit anderen Qualifikationen/ Quereinstieg einsetzen zu können bisher ohne Erfolg. Vom Kultusministerium sei jetzt in Aussicht gestellt worden, dass der Quereinstig 2020 kommen könnte. Aber auch damit seien nicht alle Probleme gelöst, da quer eingestiegenes Personal intensiver betreut werden müsste. Das Bundesprogramm der Ministerin Giffey zur Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher bewertet sie grundsätzlich positiv, es sei jedoch an einigen Stellen nicht gut durchdacht. Aus diesem Grund ist den Ausschussmitgliedern heute auch ein abweichender Beschlussvorschlag vorgelegt worden, wonach die Umsetzbarkeit des Programmbereiches 3 „Neue Perspektiven mit dem Aufstiegsbonus für Profis“ erst einmal noch geprüft werden soll. Nähere Ausführungen dazu werden anschließend folgen.

Frau Weßeler (Kita-Fachberatung) und Frau Grumann (Teamleitung Kindertagesstätten) stellen die drei Programmbereiche des Bundesprogramms Fachkräfteoffensive vor. Die genauen Inhalte können der als Anlage beigefügten PowerPoint - Präsentation Bundesprogramm Fachkräfteoffensive 2019 2022 entnommen werden. Die Durchführung des Bundesprogramms Fachkräfteoffensive beinhaltet einen hohen Verwaltungsaufwand. Die Anträge des Programms sind immer personenbezogen, dies ist problematisch, da Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich auch beruflich und privat verändern. Der Aufstiegsbonus wird in der Praxis kritisch betrachtet, da Praxismentoren für die Anleitung von Auszubildenden einen Aufstiegsbonus erhalten und Erzieher und Erzieherinnen, die ebenfalls Praktikanten anleiten, keinen Aufstiegsbonus erhalten können. Die Ansätze des Programms sind positiv, die konkreten Umsetzungsmöglichkeiten orientieren sich jedoch nicht an der Praxis.

Frau Stadträtin Steinrücke weist im Anschluss an den Vortrag darauf hin, dass das Programm auf 3 Jahre befristet ist. Die Stadt werde sich deshalb bereits jetzt damit befassen müssen, was sie davon ab 2022 noch fortführen kann.

In der anschließenden Diskussion werden noch Fragen der Ausschussmitglieder zur Kostenübernahme von Schulgeld, zum zahlenmäßigen Verhältnis der Stellen in Teilzeitausbildung zur Anzahl der Praxismentoren und zum Quereinstieg erläutert. Die Ausschussmitglieder sind sich einig darin, dass das Programm ein positiver erster Ansatz ist, aber nicht alle sich daraus ergebenden Fragen richtig bedacht wurden. Die gewonnen Erkenntnisse sollten auch an Bundes- und Landesebene zurückgespiegelt werden.

 

 


Beschluss:

Die Ausführungen der Verwaltung werden einstimmig zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, zur Fachkräftegewinnung und bindung die Programmbereiche 1 und 2 aus dem Bundesprogramm Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher umzusetzen und die Umsetzbarkeit des Programmbereichs 3 zu prüfen.

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Bundesprogramm Fachkräfteoffensive - Entwurf Präsentation JHA 05.09.19 (835 KB)