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Vorlage - VO/8535/19  

 
 
Betreff: Bundesprogramm Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Jutta Bauer
Federführend:Bereich 53 - Bildung und Betreuung Beteiligt:05 - Entwicklung und strategische Steuerung Bildung und Soziales
Bearbeiter/-in: Bauer, Jutta   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
05.09.2019 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

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Sachverhalt:

 

Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) hat im März 2019 das Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher - Nachwuchs gewinnen, Profis binden“ gestartet. Das Programm soll dazu beitragen, mehr Erzieher / Erzieherinnen zu gewinnen, den Fachkräften in Kitas Aufstiege zu ermöglichen und die Praxisanleitung zu verbessern. Auch soll mit dem Programm die Attraktivität des Erzieher*in-Berufs gesteigert werden. Das Bundesprogramm Fachkräfteoffensive setzt sich aus 3 verschiedenen Programmbereichen zusammen:

 

-          Programmbereich 1 - Mehr Praxisintegrierte vergütete Ausbildung für Erzieher/ Erzieherinnen

-          Programmbereich 2/ Modul 1 und 2 - Gute Praxisanleitung durch professionelle Begleitung der Fachschüler / Fachschülerinnen

-          Programmbereich 3 - Neue Perspektiven mit dem Aufstiegsbonus für Profis

Die Hansestadt Lüneburg hat für alle 3 Programmbereiche Anträge eingereicht und sie hat für alle 3 Programmbereiche eine vorläufige Bewilligung erhalten.

 

Programmbereich 1-  Mehr Praxisintegrierte vergütete Ausbildung für Erzieher/ Erzieherinnen:

Gefördert wird eine praxisintegrierte vergütete Ausbildung durch einen pauschalen Zuschuss an den Träger der Einrichtung, um eine Ausbildungsvergütung zu gewährleisten (bei zusätzlichen Ausbildungsstellen in Kitas). Die Förderung richtet sich in Niedersachsen an insgesamt 518 Schülerinnen und Schüler, die zum Ausbildungsjahr 2019/2020 oder 2020/2021 eine dreijährige tätigkeitsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher beginnen (Fachschule Sozialpädagogik). Träger der Kinderbetreuungseinrichtungen erhalten Zuschüsse, um Fachschüler für die gesamte Dauer ihrer Ausbildung zu vergüten. Die Träger übernehmen einen Eigenanteil an der Vergütung von 30 % im 2. Jahr und 70 % im 3. Jahr. Die Hansestadt Lüneburg beteiligte sich im Antragsverfahren für den Programmbereich 1 und hat somit 6 Teilzeitstellen für Auszubildende in der praxisintegrierten Teilzeitausbildung umgesetzt. Von den 6 Teilzeitstellen für Auszubildende wurden 4 Stellen bereits bewilligt. 
 

Programmbereich 2 /Modul 1 – Gute Praxisanleitung durch professionelle Begleitung:

Gefördert wird eine Qualifizierung von sozialpädagogischen Fachkräften zu Praxismentorinnen und Praxismentoren mit einem Betrag von bis zu 1.000 € pro Person. Förderfähig ist in Niedersachsen die Teilnahme von sozialpädagogischen Fachkräften an der niedersächsischen Grund-und Zusatzqualifizierung zum Praxismentoring im Umfang von insgesamt 68 Unterrichtseinheiten. Die Hansestadt Lüneburg hat bis Ende September 2019 13 Fachkräfte qualifiziert. Im kommenden Jahr werden 10 weitere Fachkräfte die Qualifizierung Praxismentoring abschließen.

 

Programmbereich 2 / Modul 2 - Gute Praxisanleitung durch professionelle Begleitung der Fachschüler / Fachschülerinnen:

Gefördert wird die zeitliche Freistellung von anleitenden sozialpädagogischen Fachkräften mit einem Pauschalbetrag in Höhe von 25 €pro Stunde und Auszubildende. Eine Förderung in Niedersachsen kann nur erfolgen, wenn die anleitende Fachkraft die niedersächsische Grundqualifizierung im Umfang von 44 UE bis spätestens 30.09.2019 bzw. ab dem zweiten Förderjahr die gesamte Qualifizierung (Grund-und Zusatzqualifizierung) im Umfang von 68 UE bis spätestens 30.09.2020 abschließt. Die Praxismentoren erhalten im Rahmen der Förderung eine 2stündige Freistellung pro Woche für die Anleitung von Auszubildenden. Die Anleitung durch den Praxismentor ist immer personengebunden. Im Antragsverfahren wurde eine Förderung der Freistellung zur Anleitung für 9 Praxismentoren/Praxismentorinnen beantragt.

 

Programmbereich 3 - Neue Perspektiven mit dem Aufstiegsbonus für Profis:

Der Aufstiegsbonus richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher mit einer Zusatzqualifikation, die in ihrer Einrichtung im entsprechenden Bereich eingesetzt werden. Es wird der Unterschiedsbetrag von der bisherigen Eingruppierung zu der neuen Eingruppierung bzw. der Betrag einer Zulage (im Sinne der vorübergehenden Ausübung einer höherwertigen Tätigkeit) gewährt. Mit dem Aufstiegsbonus sollen sich Weiterbildung und die Übernahme von Verantwortung für Fachkräfte mehr auszahlen. Die Hansestadt Lüneburg hat sich im Antragsverfahren für eine Zulage entschieden. Insgesamt wurden für 40 Fachkräfte Aufstiegsboni beantragt. Die Höhe der geplanten Zulage beträgt 150 Euro. Der Aufstiegsbonus wurde für folgende Fachkräfte beantragt: 12 Praxismentoren, 11 Multiplikatoren für Sprache und für 16 heilpädagogische Fachkräfte. Laut Aussage der Servicestelle Bundesprogramm Fachkräfteoffensive werden heilpädagogische Fachkräfte bereits tariflich höher eingruppiert als Erzieher*innen. Eine zusätzliche Höhergruppierung durch den Aufstiegsbonus im Bundesprogramm Fachkräfteoffensive ist daher nicht möglich. Derzeit wird bei der Hansestadt Lüneburg eine Höhergruppierung der heilpädagogischen Fachkräfte nach TVöD SuE 8b geprüft, da eine Höhergruppierung dieser Fachkräfte bisher nicht stattgefunden hat. Die Anträge sind auch in diesem Programmbereich personengebunden.

 

Die genauen Inhalte des Bundesprogramms Fachkräfteoffensive und deren Umsetzung können Sie der in der Sitzung vorgestellten Power Point – Präsentation entnehmen.

 

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Beschlussvorschlag:

 

Die Ausführungen der Verwaltung werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Verwaltug wird beauftragt, zur Fachkräftegewinnung und –bindung alle 3 Programmbereiche aus dem Bundesprogramm Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher umzusetzen.

 

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Finanzielle Auswirkungen:

 

Kosten (in €)

a) für die Erarbeitung der Vorlage: 60,00

aa)  Vorbereitende Kosten, z.B. Ausschreibungen, Ortstermine, etc.

b) für die Umsetzung der Maßnahmen:

c)  an Folgekosten: 

d) Haushaltsrechtlich gesichert:

 Ja

  

 Teilhaushalt / Kostenstelle: 

 Produkt / Kostenträger:

 Haushaltsjahr: 

 

e)  mögliche Einnahmen:

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Anlage/n: