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Beratungsinhalt:
Oberbürgermeister Mädge geht auf die Entwicklung und die seit 1987 geführten Diskussionen zum Sonderlandeplatz ein. Die heutige Fläche sowie die Beschränkung der Flugzeiten und Flugbewegungen sei ein Kompromiss aus diesen Diskussionen. Für Teile des heutigen Sonderlandeplatzes gebe es Bebauungspläne aus den 1970er und 80er Jahren. Ferner gebe es eine Ratsentscheidung, dass der Pachtvertrag mit dem Luftsportverein im Oktober 2020 beendet wird. Der Luftsportverein habe inzwischen eine Fläche östlich des Elbe-Seiten-Kanals als Flugplatz in die Diskussion eingebracht. Sofern nach der heutigen Sachdarstellung keine gegenteiligen Anträge vom Rat beschlossen würden, gilt für die Verwaltung weiterhin, dass das Pachtverhältnis abgewickelt wird, wie im Pachtvertrag geregelt, und die Gewerbeflächen entwickelt werden. Vorab sollen Untersuchungen zum Artenschutz und Klima beauftragt werden.
Herr Neumann, Bereich Stadtplanung, erläutert anhand der beigefügten Präsentation insbesondere das für die betroffenen Flächen geltende Baurecht, die Lage der Ausgleichsfläche für die Haubenlerche aus dem Bebauungsplan Nr. 137 „Leuphana Universität“ und der zugehörigen Maßnahmen sowie einen Auszug aus der Klimaanalyse. Die Rechtslage zur östlich des Elbe-Seiten-Kanals gelegenen und durch die 4. Änderung des Flächennutzungsplans als Flugplatz ausgewiesenen Fläche wird dargestellt. Der Aufwand, die Waldfläche in einen Flugplatz umzugestalten, wird allein hinsichtlich des Ausgleichs auf etwa 1,4 Mio € beziffert. Zusätzlich wäre Grunderwerb notwendig, das Gelände einzuebnen und Erschließungsanlagen zu bauen.
Seitens der Ausschussmitglieder wird berichtet, dass der Luftsportverein in einigen Fraktionen sein Anliegen vorgestellt hätte. Für die Fraktionen wäre eine Verlagerung des Flugplatzes auf die Ostseite des Elbe-Seiten-Kanals nicht denkbar. Die Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen sprechen sich für die Beendigung des Pachtvertrages aus. Die F.D.P. plädiert für den Erhalt des Sonderlandeplatzes für den Luftsportverein. Die Fraktionen CDU und Die Linke könnten sich eine Verlängerung des Pachtvertrages vorstellen, bis die Voraussetzungen für die Bebaubarkeit des Sonderlandeplatzes geschaffen sind.
Die Artenschutzfläche für die Haubenlerche sollte erhalten bleiben, die in Richtung der Kaserne liegenden Flächen wegen der Kaltluftleitbahnen nicht bebaut werden. Die Notwendigkeit, Gewerbeflächen zu schaffen wird herausgestellt.
Oberbürgermeister Mädge erklärt, dass von Seiten der Verwaltung, die bestehenden Bebauungsplangebiete genutzt werden sollen. Nachfragen von Gewerbebetrieben lägen bereits vor.
Beschluss: Der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung beschließt bei einer Enthaltung durch Beigeordnete Schellmann: Die Verwaltung wird beauftragt, Untersuchungen zum Artenschutz und zur Klimawirkung auf noch näher abzugrenzenden Flächen zwischen der Theodor-Körner-Kaserne und dem vorhandenen Gewerbegebiet, einschließlich des heutigen Sonderlandeplatzes, vorzunehmen. Abstimmungsergebnis:
Ja-Stimmen: 8 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 1
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