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Beratungsinhalt:
Es wird festgestellt, dass der Ausschuss nicht mehr beschlussfähig ist. Der Beschluss wird vertagt. Dennoch soll zum Sachverhalt vorgetragen und Fragen beantwortet werden.
Herr Stall, Leiter des Bereichs Forsten, berichtet, dass sich der Fichten-Borkenkäfer im Forstbereich „Deutsch-Everner-Heide“ ausgebreitet habe und der Befall rasant voranschreite. Sei man vor einer Woche noch von einem Befall von 200 bis 400 Festmetern ausgegangen, seien heute bereits 1.000 Festmeter betroffen. Die Prognose zum Jahresende stünde bei 1.800 bis 2.000 Festmetern Fichte. Durch die lang anhaltende Trockenheit befände sich zu wenig Harz in den Fichten, damit die Bäume den Befall selber abwehren könnten. Die erste Population Borkenkäfer sei im Juni geschlüpft, die zweite Population werde in den nächsten zwei Wochen erwartet. Diese könnte noch eine dritte Population hervorbringen, sollte man nicht gegensteuern. In der Forst ginge es um die Entwicklung von Beständen. Die gewünschten Buchenwälder würden sich nur im Schatten der Fichten besonders gut entwickeln. Der Borkenkäfer zerstöre derzeit, was über Jahre entwickelt wurde. Der Einsatz von Pestiziden sei in den vergangenen mehr als dreißig Jahren nicht erforderlich gewesen. Zum Schutz des Bestandes werde dies jetzt aber empfohlen.
Die Nachfragen des Ausschusses werden von Herrn Stall beantwortet. Insbesondere erklärt er, dass die Schulbuchmeinung relativiert wurde, dass der Borkenkäfer extreme Feuchte oder Frost nicht überlebe. Außerdem sei der Befall zu stark. Die Pestizidbehandlung solle an den an die Wege transportierten Langholzstämmen erfolgen. Die Arbeiten würden überwacht. Das Kontaktgift werde bei trockenen, windstillen Bedingungen tropfnass gespritzt und wirke etwa zwei bis drei Monate, allerdings auf jedes Insekt. Daher werde man bei der Langholzlagerung 200m – Schutzabstände zu Ameisenhügeln einhalten. Größere Abstände seien nicht möglich. Bereits früher würden 3m-Hölzer abgefahren und weiter verwertet. Der Borkenkäferbefall sei überregional zu verzeichnen. Die Landesforsten würden von einem Schaden an etwa 800.000 Festmetern Fichte ausgehen.
Stadtbaurätin Gundermann fasst zusammen, dass man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe. Aufgrund der dramatischen Situation sei Eile geboten und eine Alternative nicht wirksam. Sie bestätigt, dass der Pestizideinsatz nur im vorgestellten Maße und nur als alternativlose Ausnahme erfolgen solle. Sie dankt dem Ausschuss, dass er sich dem Vorschlag anschließen kann.
Die Beschlussfassung wird vertagt. Abstimmungsergebnis:
Es findet keine Abstimmung statt. |
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