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Auszug - Einrichtung eines Radfahrstreifens an der Dahlenburger Landstraße  

 
 
Sitzung des Verkehrsausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Verkehrsausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 25.09.2014    
Zeit: 16:00 - 17:15 Anlass: Sitzung
Raum: Huldigungssaal
Ort: Rathaus
VO/5863/14 Einrichtung eines Radfahrstreifens an der Dahlenburger Landstraße
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Thöring, Michael
Federführend:DEZERNAT III Beteiligt:Bereich 72 - Straßen- und Ingenieurbau
Bearbeiter/-in: Moßmann, Markus  03 - Projektmanagement, Service und Steuerungsunterstützung
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Herr Oberbürgermeister Mädge führt aus, dass der Förderantrag zu dieser Maßnahme genehmigt worden sei und sich das Warten auf die Entscheidung somit für die Hansestadt gelohnt habe.

 

Herr Thöring bestätigt, dass am 23.09.2014 der Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) eingegangen sei. Es habe sich bezahlt gemacht, dass bereits 2006 das Radverkehrskonzept Lüneburg 2015 erstellt wurde, da dies Voraussetzung für die Förderung gewesen sei.

 

Aufgrund des langen Zeitraumes von der Antragstellung im März 2013 bis zur jetzigen Bewilligung und der Vorgabe des BMU, das Projekt bis zum 30.09.2015 abzuschließen, müsse die ursprünglich über 2 Haushaltsjahre verteilte Baumaßnahme nun zeitlich den neuen Vorgaben angepasst werden.

 

Noch in diesem Jahr solle aufgrund der Kürze der Zeit die bauliche Voraussetzung geschaffen werden, dass Radfahrer zwischen Theodor-Heuss-Straße und Blumenweg gesichert auf der Fahrbahn der Dahlenburger Landstraße geführt und der Radfahrstreifen vorerst bis zum Durchgang Ostlandring abmarkiert werde.

 

In 2015 sei dann die Durchführung des überwiegenden Teils der Baumaßnahmen vorgesehen, zu dem neben der Fortführung des Radfahrstreifens bis zum Toten Weg und der dortigen Wiederauffahrt auf den Hochbord an der Ampel vor allem der Rückbau der vorhandenen Radwege zwischen Theodor-Heuss-Straße und Kiefernring gehöre. Gleichzeitig würden die Gehwege mit aufgenommen und saniert. Der schmale Weg gegenüber der Igelschule (zwischen dem Durchgang zum Ulmenweg und dem Kiefernring) werde dabei auf das notwendige Mindestmaß von 2,00 m verbreitert (zurzeit nur 1,10 m).

 

Der im Antrag ursprünglich enthaltene Umbau der Bushaltestelle Wacholderweg stadtauswärts solle wegen der höheren Förderquote von 75 % statt der 40 % vom BMU für das ÖPNV-Investitionsprogramm des Landes angemeldet werden. Auf der Südseite der Dahlenburger Landstraße sei vorgesehen, im Abschnitt zwischen Ahornweg und Richard-Brauer-Straße auch die Allee neu anzulegen. Näheres dazu werde im nächsten Grünflächenausschuss vorgestellt.

 

Frau Schellmann fragt, ob sich der Radfahrstreifen Hamburger Straße bewährt habe. Herr Dobslaw von der Polizei Lüneburg berichtet ebenso wie Herr Thöring von einer durchweg positiven Resonanz. Es gäbe keinerlei Beschwerden oder Unfallgeschehen, lediglich etwas Unsicherheit habe anfänglich bestanden.

 

Auf die Frage von Herr Mott vom ADFC warum es erforderlich sei, den Radfahrverkehr vor dem Toten Weg wieder zurück auf den Hochbord zu führen, erklärt Herr Thöring, dass damit der Radfahrer dort auch die lichtsignalgesicherte Fußgängerquerung nutzen könne, da ja ab dort stadtauswärts nur noch ein Beidrichtungsradweg auf der Nordseite existiere.

 

Herr Dörbaum äußert sich lobend über die Radfahrerführung auf der Fahrbahn am Beispiel Hamburger Straße/Vor dem Bardowicker Tore trotz anfänglicher Skepsis.

 

Der Vorsitzende, Herr Löb, hält es für erfreulich, einen so langen Weg wie die Dahlenburger Landstraße für den Radfahrer in den Griff zu bekommen und dort Lösungen zu finden, die auch im Verkehrsausschuss nicht auf Widerstand stoßen würden.

 

Herr Dr. Scharf merkt an, dass er persönlich in der dunklen Jahreszeit ein unsicheres Gefühl bei diesen Radweg-Abmarkierungen auf der Fahrbahn habe. Er beobachte am Oedemer Weg, dass dort häufig verkehrswidrig der Fuß- und nicht der abmarkierte Radweg genutzt würde. Eine rationale Begründung hat Herr Dr. Scharf für die Unsicherheit nicht.

 

Herr Dobslaw von der Polizei Lüneburg führt aus, dass es auch in Uelzen anfangs Unsicherheiten gegenüber der Führung auf einem Schutz- oder Angebotsstreifen gegeben habe, von denen nach 1 1/2 Jahren jedoch nichts mehr zu spüren sei. Herr Dobslaw stellt fest, dass Radwegmarkierungen nicht überall als sinnvoll erachtet werden könnten, aber Untersuchungen ganz klar belegten, dass insbesondere Schutzstreifen mindestens genauso sicher seien wie Hochbordradwege. Herr Dobslaw weist bzgl. der Schutzstreifen auf den Vorteil hin, dass bei Sanierungen der Straße immer auch der Radweg mit saniert würde.

 

Herr Paul merkt an, dass bei Schneefall auch der Radweg in der Hamburger Straße mit geräumt werden müsse.

 

Herr Pauly stimmt Herrn Dr. Scharf zu, dass man zunächst ein Gefühl der Unsicherheit auf den durch Markierungen erschaffenen Radwegen habe. Dies sei jedoch auch ein Fall der Gewöhnung. Er weist beispielhaft auf die Erfahrungen in den Niederlanden hin, wo so etwas flächendeckend durchgeführt worden sei. Je mehr Personen auf der Straße führen, umso sicherer fühle man sich und umso gemäßigter verhielten sich auch die Autofahrer.

 

Herr Pauly bittet um Mitteilung, wie es zeitlich auf der Nordseite der Dahlenburger Landstraße weitergehe, da durch das Gefälle stadteinwärts eine hohe Geschwindigkeit auf einem zu schmalen und zudem abgesetzten Radweg gefahren würde.

 

Herr Thöring weist nochmals darauf hin, dass der stadtauswärts geplante Radfahrstreifen mit 1,85 m deutlich breiter sei als am Oedemer Weg (1,10 – 1,25 m). Die Lösung des Problems mit der Gefällestrecke stadteinwärts - insbesondere von Hinter den Scheibenständen bis zum Pulverweg – hänge in der Umsetzung von der Erschließung des ehem. Lucia-Geländes und dem dort noch evtl. zu tätigenden Grunderwerb ab.

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Verkehrsausschuss fasst mehrheitlich bei 2 Enthaltungen folgenden Beschluss:

 

Der Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung nach Eingang des Zuwendungsbescheides des BMU zur Umsetzung der genannten Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in der Dahlenburger Landstraße gemäß der vorgestellten geänderten Vorgehensweise.

 

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:              6

Nein-Stimmen:              0

Enthaltungen:              2