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Beratungsinhalt: Erster
Stadtrat KOCH weist
auf die Beschlussempfehlung des Verwaltungsausschusses hin und dass Absatz 3
der ursprünglichen Beschlussempfehlung nicht Gegenstand des heutigen
Beschlusses sei, da hierzu noch Gespräche mit den beteiligten Schulen andauern
würden. Ratsherr
RIECHEY bedauert,
dass der Verbleib der vorhandenen Klassen der Hauptschule Kaltenmoor nicht in
der heutigen Sitzung geklärt werden solle und verlangt trotzdem von der
Verwaltung heute ein Lösungskonzept. Oberbürgermeister
MÄDGE erläutert die
derzeitige Beschlusslage, dass, bevor eine Entscheidung über diese Thematik
gefällt werden könne, mit den Schulleitern, den Eltern und den Schülern
gesprochen werden sollte. Eine Abfrage der Eltern liege bereits vor. Nach der
Auswertung werde dann das Gespräch mit den entsprechenden Schulleitungen über
eine Aufnahme der Schüler zum 01.08.2011 geführt. Diese Gespräche werden in den
nächsten Wochen stattfinden, so dass zum nächsten Verwaltungsausschuss eine
einvernehmliche Lösung vorgestellt werde, bei dem wie immer das Bildungswohl
der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund stehe. Beigeordnete
LOTZE erläutert,
dass die Entscheidung, die heute zu treffen ist, allen Beteiligten im Verfahren
nicht leicht gefallen sei, was auch die teils emotionalen Diskussionen im
Schulausschuss gezeigt hätten. Bei der damaligen Entscheidung für die
Einführung der IGS wurde für die Hauptschule Kaltenmoor die Garantie gegeben,
dass dort alle Schülerinnen und Schüler ihren Abschluss machen könnten. Die
neue Situation sei nun, dass die Schule einstimmig beschlossen habe, den
Lehrbetrieb früher als bisher auslaufen zu lassen. Die Diskussion im
Schulausschuss war davon geprägt, das beste pädagogische Angebot an die
Schülerinnen und Schüler zu geben und einen sauberen Übergang an eine neue
Schule. Daher
ist es konsequent heute zunächst dem Antrag der Schule stattzugeben und nach
Auswertung der Elternbefragung und nach Gesprächen mit den anderen
Schulleitungen später über den weiteren Verbleib der Schülerinnen und Schüler
im Konsens zu entscheiden. Beigeordnete
BAUMGARTEN übt
Kritik daran, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Hauptschule geschlossen werden
müsse. Bei der Beschlussfassung zur IGS waren sich alle Beteiligten einig die
Hauptschule wie auch die Realschule zu Ende zu führen. Bereits damals habe man
die Verantwortung für die Kaltenmoorschülerinnen und –schüler sehr ernst
genommen und versucht nun wieder ebenfalls das Beste für diese Schülerinnen und
Schüler zu erreichen. Durch die aktive Einbindung der Betroffenen durch die
Befragung der Eltern und Schülerinnen und Schüler werde versucht, auf die
Wünsche einzugehen. Ratsherr
SOLDAN führt aus,
dass der heutige Sachstand eine direkte Folge der Einrichtung der IGS sei, man
nun jedoch aufgrund des Antrages der Schule um Schadensbegrenzung bemüht ist,
um die bestmögliche Beschulung der Schülerinnen und Schüler der Hauptschule
Kaltenmoor zu gewährleisten. Hilfreich sei hierbei nicht eine Diskussion über
Schulbezirke zu führen, sondern eine Lösung im Konsenz mit den Eltern und
Schülern herbeizuführen. Ratsherr
NOWAK führt aus,
dass die Schließung einer Schule Probleme mit sich bringe, die hier teilweise
nur ansatzweise angesprochen würden. So gebe es einige Hauptschulen mit kleinen
Klassen oder beispielsweise die Hauptschule Stadtmitte mit einem guten
Standing, wo bei einer Fünfzügigkeit zu befürchten sei, dass dieses Profil
leiden werde. Er kündigt an, dass über diese Thematik noch häufiger gesprochen
werden wird, da die Hauptschule Kaltenmoor nicht die erste und auch nicht die
letzte Schließung einer Hauptschule sein wird. Beigeordnete
SCHELLMANN betont,
dass die Wünsche der Eltern und Schüler bei der Umschulung beachtet werden
müssen und der Prozess sorgfältig begleitet werden solle. In der
Schulausschusssitzung haben Lehrkräfte einhellig dargelegt, dass sie nicht in
der Lage seien, mit einer verringerten Schülerzahl bis zum Auslaufen der Hauptschule
Kaltenmoor ein ausreichendes, pädagogisches Angebot zu unterbreiten, so dass
der Rat nun in der Pflicht sei, dem Antrag der Schule stattzugeben. U. a. sehe
man in diesem Zuge auch die Realschule in Gefahr. Ratsherr
von MANSBERG
betont, dass dieses Thema in den direkten Austausch und als Interessenabgleich
zwischen Eltern, Schülern, Lehrern und der Schulbehörde gehöre. Diese
anstehende Entscheidung müsse mit Augenmaß und Vernunft für das Wohl der
Schülerinnen und Schüler getroffen werden. Somit sei es richtig, dass zunächst
der Wunsch der Schule akzeptiert werde und für das weitere Verfahren ein Weg
gewählt wurde, um allen Interessen gerecht zu werden. Erster
Stadtrat KOCH
betont noch einmal, dass Ausgangspunkt für diese Diskussion ein einstimmiger
Beschluss des Schulvorstandes, der sich aus Eltern, Schülern, Lehrern und
Schulleitung zusammensetze. Zur Befürchtung, dass die Realschule ebenfalls
beantragen werde, frühzeitig aufgelöst zu werden, entgegnet Erster Stadtrat
KOCH, dass die Schulleiterin gegenüber der Verwaltung deutlich gemacht
habe, dass keine ähnlichen Schritte beabsichtigt seien. Außerdem sei die Schule
durch die Schülerzahl deutlich stärker aufgestellt und habe bessere
Möglichkeiten zur Kooperation mit der benachbarten IGS. Beschluss: Der Rat der Hansestadt Lüneburg beschließt mehrheitlich bei 1
Enthaltung des Ratsherrn Pols folgenden Beschluss zu fassen: Der Rat der Hansestadt Lüneburg stimmt dem Antrag der
Hauptschule Kaltenmoor auf Aufhebung nach § 106 Abs. 1 Nds. Schulgesetz mit
Ablauf des Schuljahres 2010/11 zu. Die Verwaltung wird beauftragt, bei der Landesschulbehörde
einen entsprechenden Antrag zu stellen. (56a) |
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