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Beratungsinhalt: Stadtbaurätin
Gundermann führt
einleitend aus, dass Gegenstand der Beratung die Einleitung eines
PPP-Verfahrens für die Bebauung einer Teilfläche des Avacon-Geländes ist.
Anhand einer Power-Point-Präsentation wird die derzeitige Situation und die
vorhandene Bebauung aufgezeigt. Beabsichtigt
ist, dass aufgezeigte Areal von der vorhandenen Bebauung weitestgehend freizuräumen.
Anhand einer Machbarkeitsstudie werden die vorgesehenen Baulichkeiten anhand der
bereits im Sachverhalt der Beschlussvorlage näher erläuterten Angabe vorgestellt.
Auf
die Neubauten der St. Ursula-Schule, eine 3-Feld-Sporthalle und eine
Musikschule wird - hinterlegt mit den Raumprogrammen - detailliert eingegangen.
Ergänzend wird auf den in das PPP-Verfahren eingebundenen Neubau von
Ausbildungsstätten der Avacon sowie im Randbereich auf den Anbau des Theaters
eingegangen. Zur
Schaffung der baurechtlichen Voraussetzungen wurde bereits vor einem halben
Jahr ein Bauleitverfahren zur Aufstellung eines B-Planes eingeleitet. Zu diesem
Zeitpunkt war noch nicht abschließend klar, aus welchen einzelnen Teilvorhaben
das Gesamtvorhaben bestehen soll. Erfahrungsgemäß
rechnen sich PPP-Verfahren umso mehr, je größer das Auftragsvolumen ist. Das
Volumen für jedes Einzelvorhaben wird für sich bereits jeweils schon sehr hoch
sein. Durch Bündelungen werden sich auch hier Synergieeffekte erreichen lassen.
Das PPP-Verfahren der Grundschule Häcklingen – Turnhalle – hat
gezeigt, dass sich Einsparpotentiale mit dem Verfahren erzielen lassen. Als
Verfahrensschritt des heute angestrebten PPP-Verfahrens wird zunächst ein
Interessenbekundungsverfahren durchgeführt. Einzelheiten des Verfahrens werden
hierzu erläutert. Mit 8 – 12 Interessen wird man dann in einen 2.
Verfahrensschritt gehen. Diese Interessenten werden dann Planungsleistungen
erbringen und Entwürfe erstellen, die im Ausschuss vorgestellt werden. Die
Bewertung der vorgelegten Entwürfe wird nach einem vorher genau festgelegten
Punktesystem vorgenommen, so dass im Ausschuss schon eine Rangfolge benannt
werden kann. Vorgelegt werden von den Interessenten der 2. Runde städtebauliche
Entwürfe und Hochbaupläne. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass sich damit
eine Palette von Auswahlmöglichkeiten eröffnet. Durchaus zulässig im
PPP-Verfahren ist es, Vorschläge für andere Anordnungen von Gebäuden zu
unterbreiten oder beispielsweise eine andere Raumaufteilung vornehmen zu
lassen. Ein PPP-Verfahren nimmt einen gewissen Zeitraum in Anspruch. Da
ergänzend auch geprüft werden muss, ob es sich rechnet, bevor eine endgültige
Entscheidung getroffen werden kann, wird darum gebeten, die Überlegungen der
Verwaltung nachzuvollziehen und sich anzuschließen und ein positives Votum für
die Einleitung des PPP-Verfahrens abzugeben. Ratsherr
von Mansberg
unterstreicht, dass Synergieeffekte nicht nur durch Einsparen von Geld, sondern
in diesem Fall auch durch die Zusammenführung von bisher an verschiedenen Standorten
durchgeführten Funktionen erreicht werden. Eröffnet werden dadurch
Möglichkeiten, pädagogisches und kulturelles Handeln viel interessanter und
vielschichtiger zu gestalten. Die vorgesehene Fläche ist sehr zentral gelegen.
Er geht davon aus, dass auf dieser Fläche mit der vorgesehenen Nutzung sehr viele
Begegnungen entstehen werden, die von Bildung und Kultur getragen sein werden.
Eine solche zentral gelegene Fläche dafür zu realisieren ist exemplarisch und
modellhaft. Er geht davon aus, dass die vorgesehenen Nutzungen ein ideales
Zusammenwirken zwischen Jung und Alt bewirken werden. Wenn
jetzt ein Verfahrensschritt eingeleitet wird, damit wir mittelfristig einen
solchen Erlebnisraum schaffen, dann können wir und über eine solche Chance
glücklich schätzen, dass eine solche Fläche dafür genutzt werden kann. Oberbürgermeister
Mädge zeigt
ergänzend die anderen Standorte der Schulen im Innenstadtbereich auf, bei denen
ein Bedarf an Sporthallenkapazität besteht. Insbesondere sei dabei die
Wilhelm-Raabe-Schule und die Hauptschule Stadtmitte genannt, die über keine
eigene Sporthalle verfügen. Mit
der Umsetzung der Maßnahmen bildet sich die Chance, an dieser Stelle ein neues
kulturelles und bildungspolitisches Zentrum zu schaffen. Das wird sich auch
wirtschaftlich auswirken. Die Hälfte der Lüneburger Schulen könnten mit ihrem
bestehenden Bedarf auf diesen Standort fokussiert werden. Jetzt bestehende Transportwege
für die Ausübung von Schulsport könnten entfallen oder beträchtlich reduziert
werden. Auch
für das Theater wird sich diese Konstellation als lebensnotwendig erweisen. Ratsherr
Meihsies geht ein
auf das vorgesehene PPP-Verfahren und den erhofften Synergieeffekten. Ihn
interessiert, wie man gedenkt mit der nach wie vor geäußerten Kritik an einem
solchen Verfahren umzugehen. Insbesondere interessiert ihn, ob die
prognostizierten Einsparungen an durchgeführten PPP-Verfahren auch tatsächlich
eingetreten sind. Oberbürgermeister
Mädge erklärt
hierzu, dass man sich im Vorfeld und auch jetzt sehr intensiv damit
auseinandersetzt. Ausgeführt werden die Anfänge von PPP-Verfahren mit den bundesweit
ermittelten Erfahrungen. Gezeigt hat sich, das PPP-Verfahren sich nicht eignen
für Maßnahmen, die nicht klar umrissen vorgegeben werden können. Für
Altbausanierungen, die aufgrund von Erfahrungswerten sehr oft von verdeckten
Schäden und Arbeiten, die nicht im Vorfeld genau festgelegt werden können, ist
ein PPP-Verfahren ungeeignet. Nicht bewahrheitet hat sich die vielerorts
geäußerte Befürchtung, dass das örtliche Handwerk bei Auftragsverfahren zu sehr
ausgegrenzt werde. Statistisch bezogen auf die Auftragsvergaben der Stadt lässt
sich belegen, dass 50 – 60 % der Aufträge im PPP-Verfahren in der Region vergeben
werden, währenddessen nur etwa 40 % der Aufträge bei normalen Ausschreibungen
in der Region verbleiben. Die Sanierung des BBZ und die europaweite
Ausschreibung der LüWoBau für den Neubau des Feuerwehrkomplexes bestätigen
dies. Die Anzahl und das in der Region verbliebene Auftragsvolumen ist hier eher
noch geringer. Die Kritik,
dass nur Firmen mit mindestens 100 Beschäftigten zum Zuge kommen, trifft für die
Stadt nicht zu. Auch kleinere Betriebe haben die Chance, zum Zuge zu kommen.
Allerdings werden auch von kleineren Betrieben zumindest 3 Referenzen bezogen
auf Schulbauten abverlangt. Planer,
Architekt und Finanzierer müssen im PPP-Verfahren zueinander gebracht werden.
Deshalb ist es auch erforderlich, ein gewisses Auftragsvolumen vorzusehen. Beigeordnete
Schellmann pflichtet
bei, dass das vorgesehene Gelände sehr gut geeignet ist für die Zwecke Schule,
Kultur und Sport. Beipflichten tut sie auch, dass es für die St. Ursula-Schule
eine hervorragende Lösung sein wird. Irritiert
ist sie jedoch darüber, dass auf der Fläche auch ein Neubau für die Musikschule
vorgesehen ist. Wenn auch bekannt ist, dass es am jetzigen Standort der
Musikschule Probleme gibt und diese neu aufgestellt werden muss, so muss man
doch hinterfragen, wie die aus allen Nähten platzende Wilhelm-Raabe-Schule an
dieser Stelle noch berücksichtigt wird. Bei der Wilhelm-Raabe-Schule wurde
zweifelsohne in den letzten Jahren viel gemacht, doch ausreichen tut dies nicht.
Bei den Planungen über das Avacon-Gelände scheint die Wilhelm-Raabe-Schule
keine Rolle mehr zu spielen, obwohl das Avacon-Areal in Teilbereichen für sie
als Optionsfläche für Erweiterungen bzw. Auslagerungen der Wilhelm-Raabe-Schule
ihres Wissens nach vorgesehen war. Durch diesen Umstand verlängern sich für
viele Schüler Schulwege, weil sie aus Platzmangel nicht auf die
Wilhelm-Raabe-Schule gehen können. Für
die St. Ursula-Schule allein würde nach ihrer Ansicht eine 1-Feld-Halle
ausreichen, mit Wilhelm-Raabe-Schule-Nutzung sollte zumindest eine 2-Feld-Halle
gebaut werden. Wenn jedoch auch andere innerstädtische Schulen noch Bedarf
haben und die Sportstätte auch für Vereine nutzbar sein soll, scheint es
angezeigt, an dieser Stelle eine 3-Feld-Halle vorzusehen. Für
sie stellt sich die Grundsatzfrage, ob man bei der Entscheidung auf diesem
Areal den Neubau einer Musikschule mit vorzusehen, daran gedacht und berücksichtigt
hat, dass der Raumbedarf der Wilhelm-Raabe-Schule in der Planung
Berücksichtigung findet. Wenn
sie den ausgeführten Erfahrungen über PPP-Verfahren auch zustimmt, so hat sie Gesprächen
mit mittelständischen Handwerksbetrieben doch entnommen, dass die für die Stadt
dargestellten Einsparungen in der Regel zu Lasten der Handwerksbetriebe gehe. Verwundert
ist sie darüber, dass man den Neubau der St. Ursula-Schule schon so konkret darstellen
kann, obwohl noch kein Konzept fertig gestellt und vorgelegt wurde. Deuten kann
sie dies nur so, dass die Stadt insgesamt beweglicher geworden ist. Sie hofft,
dass dies bei anderen Projekten ebenso umgesetzt wird. Oberbürgermeister
Mädge verdeutlicht,
dass die Stadt insgesamt zweifelsohne besser in der Planungsvorbereitung
geworden ist. Wenn jetzt ein PPP-Verfahren angeschoben wird bedeutet dies, dass
in ca. 1 Jahr Aufträge erteilt werden können. Die Zeit bis dahin muss genutzt
werden, um die Dinge auszuformulieren und weitergehende Beratungen in den
Fachausschüssen vornehmen zu können. Sich
über Benachteiligungen im PPP-Verfahren zu beklagen, hilft dem Handwerk nicht
weiter, zumal diese Angaben so auch nicht im Raum stehengelassen werden können.
Über die mangelnde Berücksichtigung bei europaweiten Ausschreibungen,
beispielsweise dem BBZ, wurde bereits ausgeführt. Auch der Nds.
Wirtschaftsminister hat erklärt, dass PPP-Verfahren insgesamt gut seien und
sowohl dem Mittelstand als auch den Kommunen nutzen. Der
geschilderten Raumnot in der Wilhelm-Raabe-Schule widerspricht er. Durch den
Umbau der bisherigen Gymnastikhalle hat die Schule 4 Unterrichtsräume
hinzugewonnen. Zukünftig wird der Schulsportunterricht nur noch in der neuen 3-Feld-Halle
stattfinden, was sicherlich eine wesentliche Verbesserung darstellt. Die dann
in der alten Turnhalle der Wilhelm-Raabe-Schule freiwerdenden Kapazitäten
können in 3 Klassenräume umgewidmet werden. Auch
die Aussage, dass lange Schulwege die Folge von Raumnot und damit verbundener Abweisung
neuer Schüler ist, stimmt so nicht. Zutreffend ist lediglich, dass die
Diskussion um die Aufteilung der Schülerüberhänge dieses Jahr ziemlich spät
eingesetzt hat. Dies wird im kommenden Jahr anders geregelt. In
diesem Zusammenhang wird auf die ausführlich im Schulausschuss geführten
Beratungen verwiesen. Beigeordnete
Baumgarten hält die
vorgestellte Planung für sehr gut. Von Interesse ist für sie allerdings, warum
in ein PPP-Verfahren Gebäude der Avacon einbezogen werden sollen. Oberbürgermeister
Mädge führt aus,
dass die Avacon die Anzahl der Ausbildungsplätze am Standort Lüneburg
verdoppeln will. Lüneburg wird für die Avacon Ausbildungszentrum. Vorgesehen
ist, dass sie sich für den Neubau von Ausbildungsstätten in das PPP-Verfahren
einbringen will. Diese werden aber für die Stadt nur durchlaufende Posten und
insofern kostenneutral sein. Beigeordnete
Baumgarten stimmt
dem vorgesehenen Bau der Sporthalle als 3-Feld-Halle zu. Für
die vorgesehene Verlagerung der Musikschule stellt sich für sie die Frage, ob
die Kosten mit den Auswirkungen auf die erhobenen Musikschulgebühren schon
einmal durchgerecht wurden. Gefragt werden muss, ob alles das, was hinterfragt
wird, auch tatsächlich angeboten werden muss. Hierbei denkt sie beispielsweise
an die Sparte Tanzen, die nach ihrer Ansicht nur angeboten werden sollte, wenn
sie sich kostenmäßig trägt. Den Ausführungen
hat sie entnommen, dass der jetzige Musikschulkomplex in nächster Zeit
aufwändig saniert werden müsste. Von Interesse ist hierbei, ob gegenüber dem
geplanten Neubau im Vorfeld mal eine Kostengegenüberstellung Neubau/Sanierung
vorgenommen und dieses in Relation gesetzt wurde. Wissen möchte sie auch, was
mit den übrigen Nutzern geschehen wird. Was passiert mit dem Jugendzentrum, der
Jugendpflege und anderen Nutzern. Hierzu fehlen ihr Aussagen. Ebenso welcher
Art Nutzung der Gebäudekomplex nach einem etwaigen Auszug der Musikschule
zugeführt werden soll. Der
Umzug der St. Ursula-Schule ist wünschenswert, zumal damit die Erweiterung zu
einer Ganztagsschule verbunden werden kann. Es stellt sich aber die Frage, ob
es zutreffend sei, dass Platz- und Raumangebot am jetzigen Standort dafür nicht
ausreichen werden. Sie erinnert daran, dass erst kürzlich ein Anbau vorgenommen
wurde. Auch die Standortfrage des Museums wurde in die Diskussion eingeworfen. Wenn
das Areal der St. Ursula-Schule tatsächlich der ideale Standort für den Neubau
des Museums ist, hat sie kein Problem damit, dass die St. Ursula-Schule mit
einem Neubau auf dem Avacon-Gelände sich neu orientiert. Da aber in letzter
Zeit dieses wieder in Frage gestellt zu sein scheint, stellt sich für die die
Frage, ob es dann, den Hort einmal außen vorgelassen, nicht doch möglich wäre,
den erforderlichen zusätzlichen Raumbedarf der St. Ursula-Schule am jetzigen
Standort nachzuweisen. Einen Hort an der Schule zu haben ist zwar wünschenswert
und nachvollziehbar, kann aber nicht Kriterium für einen Standortwechsel mit
einhergehendem Neubau sein. Sie
möchte konkret wissen, ob der jetzige Standort der St. Ursula-Schule für die
Umwandlung zu einer Ganztagsschule ausreichend sei. Wenn diese Frage verneint
werden muss, möchte sie dieses auch begründet haben. Wenn
man auf dem Avacon-Gelände ein solch großes Projekt durchziehen und realisieren
will, muss die Notwendigkeit dafür auch hinreichend hinterlegt sein. St.
Ursula-Schule Oberbürgermeister
Mädge bringt den
Ratsbeschluss in Erinnerung, dass alle Grundschulen zu Ganztagsschulen umgewandelt
werden sollen. Für alle Kinder der Grundschulen soll eine Nachmittagsbetreuung sichergestellt
werden. Auch wenn das Land nicht alle Mittel kurzfristig dafür zur Verfügung stellt,
so muss man sich dennoch über die Realisierung in der zeitlichen Abfolge
Gedanken machen. Der
Baukörper der jetzigen St. Ursula-Schule ist auch augenscheinlich nicht mehr
auf dem heute erforderlichen energetischen Stand. Erkennbar ist dies auch an
dem heute erforderlichen Energieaufwand, den Wärmedämmkosten sowie dem
Unterhaltungsaufwand. Er bringt in Erinnerung, dass er den Anbau nicht gewollt
habe. Die Größe des Schulhofes ist für die Anzahl der Schüler unzureichend.
Verglichen mit dem Raumkonzept kann dies für die St. Ursula-Schule am jetzigen
Standort nicht umgesetzt werden. Am
jetzigen Standort ist nicht der Platz, um die St. Ursula-Schule zur
Ganztagsschule umzuwandeln und zukunftsfähig zu machen. Die vorhandenen
baulichen Mängel sowie die in absehbarer Zeit erforderlichen zusätzlichen
Maßnahmen, über die im Ausschuss schon einmal vorgetragen wurde, erfordern
einen geschätzten Mitteleinsatz von ca. 3 – 4 Mio. €. Die Schule
muss zukunftsfähig ausgebaut werden, weil Lüneburg auch zukünftig eine
wachsende Stadt sein wird und insofern alle bestehenden Grundschulen auch
weiterhin benötigt werden. Im
unmittelbaren Innenstadtbereich findet derzeit keine andere Kinderbetreuung
neben der in der St. Ursula-Schule und im Evangelischen Gemeindezentrum statt.
Im Innenstadtbereich müssen 3 – 4 Gruppen angeboten werden, um ein
Nachmittagsbetreuung sicherstellen zu können. Musikschule Oberbürgermeister
Mädge geht ein auf
die derzeitige bauliche Situation. Der Sanierungsbedarf wurde mit 2 Mio.
€ angesetzt. Unter Berücksichtigung der auch erforderlichen energetischen
Erfordernisse sind diese Kosten heute eher mit 3 – 4 Mio. € zu
veranschlagen. Die Sparte Tanzen wird bereits heute angeboten, allerdings zu
Bedingungen, die nicht kundenorientiert ausgerichtet sind. Die Musikschule muss
deshalb auch zukunftsorientiert aufgestellt werden. In
der Nachnutzung bietet sich der Gebäudekomplex für ein innenstadtnahes Wohnen
an. Das
Jugendzentrum könnte am jetzigen Standort bleiben. Allerdings bieten die geschaffenen
Stadtteilzentren mit ihren Angeboten auch für Jugendliche Alternativen.
Verwaltungsbereiche des Jugendamtes könnten auch in anderen Gebäuden untergebracht
werden. Denkbar ist, dass man bei der Veräußerung des Gebäudekomplexes einen
guten Verkaufspreis erzielen würde. Der Verkaufspreis würde dann als
Baukostenzuschuss in das PPP-Verfahren eingebracht werden. Museum Oberbürgermeister
Mädge verdeutlicht,
dass die Diskussion über die Standortfindung für eine Museumslandschaft zu
trennen ist von dem Neubau der St. Ursula-Schule. Die Entscheidung, die St.
Ursula-Schule auf das Avacon-Gelände zu verlagern, stellt keine Vorentscheidung
für die Standortfrage Museumslandschaft dar. Wenn
das Areal der St. Ursula-Schule nicht Standort der Museumslandschaft werden
sollte, wird die Vermarktung des Areals nach seiner Ansicht zu keinerlei
Problemen führen. Bei der Lage wird eine entsprechende Nachfrage zu erwarten
sein. Ein Leerstand ist nicht zu befürchten. Wohnen, Dienstleistungen und Büros
bieten sich auf dem Areal geradezu an. Auch der zu erwartende Erlös aus diesem
Grundstücksverkauf könnte dann in das PPP-Verfahren eingebracht werden können. In
Erinnerung wird gebracht, dass die Konzeption Schule/Musikschule bereits sowohl
im Schul- als auch im Kulturausschuss vorgestellt wurde. Neu ist in diesem Zusammenhang
nur der Standort Musikschule, der früher einmal im Schlieffen-Park angedacht
war. Gegen den Standort Schlieffen-Park spricht jedoch, dass für die
„Castor-Bereitschaftspolizei“ dort noch jahrelang Gebäude zur
Nutzung vorgehalten werden müssen. Auch sind Eltern von Musikschülern vorstellig geworden, denen
daran gelegen ist, dass ein innenstadtnaher Standort für die Musikschule bereitgestellt
werden sollte. Dies hat auch etwas mit einer guten ÖPNV-Erreichbarkeit zu tun.
Dies wäre am Standort Avacon gewährleistet, zumal dort mehrerer Buslinien daran
vorbeigeführt werden. Alles dies sind Gründe dafür, dass für die Musikschule
der Standort auf dem Avacon-Gelände präferiert werde. Entnommen
hat er im Vorfeld der Sitzung und aus den Diskussionsbeiträgen, dass unter den Ausschussmitgliedern
noch weiterer Informations- und Beratungsbedarf besteht. Er stellt noch einmal
klar, das alle im Zusammenhang mit dem Avacon-Gelände zu treffenden Entscheidungen
unabhängig davon ist, für welchen Museumsstandort man sich letztendlich
entscheidet. Er
spricht sich dafür aus, sich für das PPP-Verfahren und das Bauen auf den
Avacon-Gelände zu entscheiden. Er geht davon aus, dass diese Entscheidung zukunftsorientiert
auch erforderlich ist. Investiert werden muss für den Komplex ein Gesamtvolumen
von ca. 15 – 20 Mio. €. Die Gegenfirnanzierung kann zum Teil aus
dem Verkaufserlös des St. Ursula-Schul-Areals und des Musikschulkomplexes
erbracht werden. Informiert
wird ergänzend darüber, dass die Avacon ihren Bürokomplex weiterhin selbst
nutzen wird, weil Lüneburg Regionaldirektion für den ganzen norddeutschen Raum
werden wird. Auch dies wird neben der Erweiterung des Ausbildungsbereiches zur
Standortsicherung der Avacon beitragen. Beigeordnete
Baumgarten nimmt es
dankbar auf, dass es für die Ausschussmitglieder noch ergänzende Informationen
geben wird und eine Entscheidung erst im August des Jahres im VA getroffen
werden soll. Geklärt
haben möchte sie, was mit der Jugendwerkstatt, dem Jugendzentrum und der Jugendpflege
geschieht, wenn der Musikschulkomplex veräußert werden sollte. Oberbürgermeister
Mädge führt hierzu
aus, dass nebenbei auch einige Vereine, beispielsweise der Kinderschutzbund,
dort noch Untermieter seien. Für die räumliche anderweitige Unterbringung
werden Lösungen erarbeitet. Hierfür besteht im Ablauf jedoch auch ein Zeitraum
von 2 – 3 Jahren zur Verfügung. Niemand der dort Untergebrachten muss
befürchten, auf die Straße gesetzt zu werden. Beigeordneter
Dörbaum spricht
sich dafür aus, dass der ständige Prozess der zukunftsfähigen Entwicklung an
dieser Stelle eine Fortsetzung erfährt. Beigeordneter
Körner hält, auch
wenn nicht jeder Schüler an seiner Wunschschule aufgenommen werden kann, die
Schulwege insgesamt für zumutbar und akzeptabel. Zur
europaweiten Ausschreibung des BBZ merkt er an, dass die Ausschreibung zwingend
notwendig für die Erlangung von Zuschussmitteln war. Das Handwerk war über
diese Vorgabe nicht glücklich. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass es
durch die vielen auswärtigen Auftragsnehmer zu schlechten Erfahrungen gekommen
ist. Er selbst ist nicht unbedingt ein Befürworter von PPP-Verfahren, da das
Geld ohnehin angefasst werden muss. Er geht, auch wenn das PPP-Verfahren an der
Häcklinger Schule etwas anderes im Ergebnis zeigt, weiterhin davon aus, dass in
PPP-Verfahren das örtliche Handwerk außen vor bleiben wird. Wie ausgeführt ist
es für die Durchführung von PPP-Verfahren auch erforderlich, dass ein gewisses
Gesamtauftragsvolumen nicht unterschritten wird, weil sich PPP-Verfahren sonst
nicht rechnen würden. Bei der Größe des Auftragsvolumens für die einzelnen
Gewerke steht zu befürchten, dass das örtliche Handwerk dies nicht mehr wird
leisten können. Deshalb gibt er zu bedenken, dass man ein solches PPP-Verfahren
auch einmal aus Handwerkssicht als Auftragsnehmer betrachten sollte. Er
geht davon aus, dass in der Nachnutzung des Musikschulkomplexes hohe Kosten
beim Umbau für Wohnzwecke anfallen würden. Für die Realisierung der Vorhaben
auf dem Avacon-Gelände müssten Bundes- und Landesmittel eingeworben werden. Auch
die mit der Neuaufstellung der Museumslandschaft anfallenden Kosten müssen
finanzierbar sei. Er erinnert daran, dass die St. Ursula-Schule erst vor
einiger Zeit durch einen Anbau erweitert wurde und dieser Komplex insgesamt
nach Umzug der Schule auf Abriss stehen wird. Dies muss akzeptiert werden, ohne
dass man den Versuch von Schuldzuweisungen vornehmen sollte. Ob es bezogen auf
die Zukunft zwingend notwendig ist, in jedes alte Gebäude einen Fahrstuhl zu
installieren, ist für ihn nicht ganz verständlich. Sorge
bereitet ihm, dass ein solch hohes Investitionsvolumen für die Umsetzung
eingesetzt werden muss. Er geht jedoch davon aus, dass es bis zur Umsetzung
durchfinanziert sein wird. Oberbürgermeister
Mädge entgegnet zur
angesprochene vermeintlichen Nichtberücksichtigung der örtlichen
Handwerkerschaft, dass auch bei den in der heutigen Sitzung noch anstehenden
Vergaben, das örtliche Handwerk nur sehr schwach auf der Angebotsliste
vertreten ist. Wenn auch zugegebener Maße es eines gewissen Aufwandes bedarf,
sich an öffentlichen Ausschreibungen zu beteiligen, so ist doch festzustellen,
dass eine Nichtbeteiligung auch daran begründet sein kann, dass die
Auftragslage insgesamt gut ist. Die Befürchtung, dass das Auftragsvolumen zu
groß für ortsansässige Betriebe sei, kann so nicht akzeptiert werden. Auch das
Handwerk ist aufgefordert, neue Wege zu beschreiten und ggf. auch einmal eine
Arbeitsgemeinschaft zu bilden. Obwohl dies schon mehrfach angesprochen wurde,
will man dies vor Ort offensichtlich nicht. Bekannt ist aber, dass die Bildung
von Arbeitsgemeinschaften in anderen Orten praktiziert wird und dies auch
funktioniert. Er kann nur nochmals an das örtliche Handwerk appellieren, sich
Neuerungen nicht zu verschließen und sich in PPP-Verfahren einzubringen. Ratsfrau
Dr. Pahnke geht ein
auf die zu erwartenden Synergieeffekte. Dies sollte auch unter dem Aspekt des
Klimaschutzes beachtet werden. In Bezug der Nachhaltigkeit der Energiekosten
hält sie die aufgrund energetischen Gesichtpunkte vorzunehmende Stellung der
Gebäude für wichtig. Sie spricht sich dafür aus, dass, wenn die Finanzierung
steht, die Umsetzung der Maßnahmen zügig vorgenommen werden sollte. Sie
möchte wissen, ob die angeführten Nachhaltigkeitsüberlegungen in den
Ausschreibungstext aufgenommen werden. Oberbürgermeister
Mädge verdeutlicht,
dass nur das ausgeschrieben wird, was machbar ist. Eine Ausschreibung ist keine
Wunschliste. Vielmehr hat man sich daran zu halten, was das Vergaberecht
vorgibt und zulässt. Gleichwohl wird bei der Ausschreibung darauf geachtet, dass
die Aspekte, soweit es zulässig ist, zu beachten sein werden. Beigeordneter
Dr. Scharf stellt
fest, dass die gesamte Verwaltung zielorientiert nach vorne arbeitet.
Gleichwohl muss es erlaubt sein, dass die eine oder andere kritische Frage
gestellt werden darf. Das Alle
letztendlich ein wenig Bauchschmerzen wegen der St. Ursula-Schule haben ist verständlich,
zumal dort erst vor einiger Zeit ein Anbau getätigt wurde. Den Blick
zukunftsorientiert nach vorne gerichtet erscheint es jedoch sinnvoll, die Maßnahme
bezüglich der St. Ursula-Schule so umzusetzen, wie sie vorgestellt wurde. Zum
Thema Musikschule entnimmt er den Ausführungen, dass die Kosten für den
erheblichen Sanierungsaufwand am jetzigen Standort und ein Neubau auf dem
Avacon-Gelände sich möglicherweise die Waage halten. Der Argumentation für das
Erfordernis einer 3-Feld-Sporthalle folgt er in vollem Umfang. Unter
Abwägung aller Aspekte schließt er sich den Ausführungen von Ratsherrn von
Mansberg an. Die Entwicklung des Gebietes bietet viele auch auf die Zukunft
gerichtete Möglichkeiten. Das Vorhaben selbst kann man als großen Wurf
bezeichnen. Abschließend
merkt er zu den Schulwegen an, dass man nicht alle Wünsche von Eltern und
Schülern erfüllen kann, wenn gleichzeitig keine festen Schulbezirke bestehen,
sondern jeder freie Wahl der Schule hat. Stadt und Landkreis haben gemeinsam
ein Schulgutachten erstellen lassen. Ergebnis des Gutachtens war u. a., dass
ausreichend Räumlichkeiten in den Schulen vorhanden sei, nur bedarf es einer
gewissen Steuerung der Schülerströme, um zu einer gleichmäßigen Auslastung der
Schulen zu gelangen. Nicht sein kann es, dass Gymnasien tlw. 8-zügig gefahren
werden müssen, obwohl nach Verordnung selbst eine 7-Zügigkeit schon nicht mehr
zulässig ist. Wie bereits von Oberbürgermeister Mädge ausgeführt, wird man
nächstes Jahr eher daran gehen, um mit den Eltern in Ruhe reden zu können. Herr
Tretow-Zimmermann – Lehrervertretung – hält die vorgestellt Planung für
gut und gelungen. Er begrüßt es außerordentlich, dass sich die Stadt zu
Ganztagsschulen bekannt hat. Auch im Bewusstsein der Verwaltung dürfte
verankert sein, dass Ganztagsschulen einen höheren Raumbedarf haben als
Habtagsschulen. Unter diesem Aspekt erscheint es einleuchtend, dass die Realisierung
einer Ganztagsschule auf dem jetzigen St. Ursula-Schulareal nicht möglich ist. Bezogen
auf das Raumprogramm der Schule merkt er an, dass er es für nicht gut
empfindet, dass für Lehrer keine Räume für Pausen und zum Arbeiten vorgesehen
seien. Er vertritt die Ansicht, dass auch die Belange des Lehrkörpers mehr Beachtung
finden müssten, zumal durch die Ganztagsschule sich auch für den Lehrkörper der
Tagesablauf verändern wird. Zumindest ein Arbeitsraum für den Lehrkörper sollte
in der Planung Berücksichtigung finden. Auch sollte geprüft werden, durch eine
bewusste Auslegung von multifunktionalen Räumen auch andere noch bestehende
Wünsche Berücksichtigung finden können. Hierzu gehören ein Elternsprechzimmer
sowie ein weiteres Sprechzimmer. Vielleicht bietet sich durch Multifunktionalität
hier eine Lösung an. Aus
der Planung ist zu entnehmen, dass die beiden größten vorgesehen Räumlichkeiten
der Aulabereich der Schule und das Forum der Musikschule, auch der Erfahrung
heraus die Räume sein werden, die am wenigsten genutzt werden. Unter dem Aspekt
der Energiekosten schlägt er vor noch einmal zu prüfen, inwieweit an dieser
Stelle eine Doppelnutzung möglich ist, zumal Nutzungen durch die Grundschule
vorrangig in den Vormittagsstunden stattfinden, während die Musikschule eher
die Nachmittagsstunden und den Abendbereich abdecken würde. Ggf. sollte man auf
eine mögliche Doppelnutzung abgestellt von vornherein die Zugänge so anordnen,
dass eben eine solche anskizzierte Doppelnutzung möglich ist. Oberbürgermeister
Mädge bringt in
Erinnerung, dass auch das Theater einen Anbau tätigen wird. Zu überlegen wird
sein, ob man auf dem Areal 3 große Foren benötigt. Zu bedenken gibt er, dass
noch gut 1 Jahr Zeit besteht, die Planungen zu konkretisieren, um für die
einzelnen Maßnahmen untereinander die Nutzungsmöglichkeiten abzustimmen. Ratsherr
Kroll interessiert,
wer im PPP-Verfahren Eigentümer der Gebäude sein wird, wer die Pläne
ausarbeitet hat und wer die Anzahl der Stellplätze, die nach seiner Ansicht nach
ausreichend sein werden, festgelegt hat. Stadtbaurätin
Gundermann führt
hierzu aus, dass von Anfang an die Stadt Eigentümer der Baulichkeiten sein
wird. Dies ist einer der Vorteile eines PPP-Verfahrens. Oberbürgermeister
Mädge macht
deutlich, dass es keine rechtliche Verpflichtung gebe, dass für jede Lehrkraft
ein Stellplatz vorgehalten werden muss. Dies gilt nicht nur an dieser Stelle,
sondern auch an anderen Schulen. In Zeiten in der Energieeinsparung ein
wichtiges Thema ist, wird es zukünftig auch wieder so sein, dass man auch als
Lehrkraft mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zur Schule kommt. Eine denkbare Anordnung
der Stellplätze auf dem Areal und die angedachte ÖPNV-Haltestelle werden
aufgezeigt. Herr
Tretow-Zimmermann – Lehrervertretung – bestätigt, dass auch die Hauptschule
Stadtmitte oder auch die Musikschule nur über ein begrenztes
Parkplatzkontingent verfügt. Er möchte wissen, ob ggf. ergänzende Parkplatzflächen
auf dem ehemaligen Salinengelände dafür in Anspruch genommen werden könnten. In
der vorgestellten groben Planung erscheint ihm die Schulhoffläche ziemlich
klein bemessen. Stadtbaurätin
Gundermann stellt
noch einmal klar, dass es sich heute bei der Vorstellung nicht um eine konkrete
Planung, sondern vielmehr nur um die Machbarkeitsstudie handelt. Hierbei geht
es nur darum zu prüfen, ob die erforderlichen Gebäude und Freiflächen auf dem
Areal untergebracht werden können. Es geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder um
Gebäudeformen noch dessen Anordnung zueinander. Diese werden auch nicht im PPP-Verfahren
festgeschrieben. Dem gegenüber, was im PPP-Verfahren von dem Architekten
entworfen wird, ist die Verwaltung völlig frei und offen. Entscheidend ist,
dass die Gebäude mit den Raumprogrammen und den daraus resultierenden
Bruttogeschossflächen anordnenbar sind. Eine Diskussion darüber und über alle
anderen Detailfragen, z. B. wie viel Stellplätze erforderlich und auch anordnenbar
sind ist erst dann angezeigt, wenn vom Architekten ein entsprechender
Planentwurf vorgelegt wurde. Die Zufahrt wurde verlegt. Dadurch wird es
ermöglicht, die vorhandene Straße der Avacon mitzunutzen. Beigeordnete
Baumgarten versteht
zwar, dass Detailfragen erst zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden sein
werden, jedoch möchte sie aufgrund bestehender Erfahrungen schon jetzt darauf
hinweisen, dass eine ausreichende Anzahl von Stellplätzen vorgesehen wird.
Verhindert werden muss auf jeden Fall, dass durch einen hohen Parkdruck sich der
Parksuchverkehr in die anliegenden Straßen verlagert. Oberbürgermeister
Mädge weist darauf
hin, dass das Postgelände veräußert wurde. Was dort kommen wird ist ungewiss.
Erinnert wird auch daran, dass auch die Stadt im Zusammenhang mit Verlagerung
des Edeka-Marktes und Erweiterung des Salzmuseums auf die Freiflächen reflektiert
habe. Deutlich muss aber auch sein, dass dem Auto kein Vorrang eingeräumt wird.
Diese ca. 100 Stellplätze werden auch in den Abendstunden durch die Nutzer der
3-Feld-Sporthalle gut ausgelastet sein. Auch vorstellbar ist, dass in den
Abendstunden Theaterbesucher die Parkplatzflächen mitnutzen können. Ratsherrn
Kroll interessiert,
warum die Gebäude nicht für weitere Stellplätze unterkellert werden. Eine
solche Vorgehensweise ist in anderen Ländern gang und gäbe. Oberbürgermeister
Mädge entgegnet,
dass solche Tiefgaragenstellplätze ca. 20.000 €/Platz kosten, während
Parkplätze auf Freiflächen ca. 6.000 – 8.000 € kosten. Versucht
wird, eine vertretbare Mischung in der Nutzung auch für das Parken zu finden.
Die Diskussion hierüber ist noch nicht abgeschlossen. Beigeordnete
Schellmann bittet
darum, dass Schulhofflächen nicht in viele kleine Flächen zerfasert werden.
Schulhöfe müssen für beaufsichtigende Lehrkräfte überschaubar bleiben. Ratsherrn
Meihsies interessiert,
ob das Raumprogramm der St. Ursula-Schule eher eine Minimal- oder Maximalvorstellung
sei. Eine vorgesehene Größe von 1.300 m² für den Schulhof hält er für
ausreichend. Oberbürgermeister
Mädge erklärt, dass
das Raumprogramm dem Standard entspricht, was auch in anderen Schulen,
beispielsweise der Anne-Frank-Schule, zugrunde liegt. Zudem ist das
Raumprogramm mit der Schulleitung abgestimmt. Ratsherr
Meihsies regt an,
dass wegen des anstehenden PPP-Verfahrens die Kreishandwerkerschaft im Vorfeld
noch einmal angeschrieben werden sollte. Er geht davon aus, dass die geäußerten
Bedenken so von der Kreishandwerkerschaft nicht mitgetragen werden. Er spricht
sich dafür aus damit aufzuhören, ständig zu behaupten, dass die
Handwerkerschaft Probleme hat. Sonst müssten auch einmal Beweise auf den Tisch
gelegt werden. Nur so wird zukünftig eine seriöse Diskussion möglich sein. Oberbürgermeister
Mädge geht davon
aus, dass es bei kleineren Betrieben eine gefühlte Situation sei. Die
Diskussion schwelt seit Jahren. Bundesweite Studien belegen, dass die Probleme
so nicht bestehen. Es ist davon auszugehen, dass in PPP-Verfahren, wie bereits
ausgeführt, der prozentuale Anteil der Auftragnehmer aus der Region größer sein
wird als in einer normalen Ausschreibung. Voraussetzung hierbei ist dabei aber,
dass der Angebotspreis stimmen muss. Auch mit der Novelle des Vergaberechts ist
nicht davon auszugehen, dass wesentliche Veränderungen eintreten werden. Europaweit
geltendes Vergaberecht kann auch zukünftig durch kommunale Alleingänge nicht
ausgehebelt werden. Angemerkt
sei in diesem Zusammenhang, dass die Handwerkskammern Niedersachsens die
Durchführung von PPP-Verfahren ausdrücklich befürworten. Beigeordneter
Dörbaum führt als
Beispiel für kostensparend durchgeführtes PPP-Verfahren den Neubau des
Gymnasiums in der Stadt Bleckede an. Ratsherr
Bruns merkt an, dass das ganze Verfahren und die
Rahmenbedingungen ausführlich besprochen wurden. Wichtig war hierbei auch, dass
kritische Fragen vorgetragen und abgewogen werden. Er hebt hervor, dass das
Vorhaben auch von der Avacon und deren Beschäftigten positiv gesehen wird, weil
damit auch Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Avacon verbunden sind. Er
spricht sich dafür aus, die Sache jetzt auf den Punkt zu bringen und anzuschieben.
Die Entwürfe und Pläne wird man dann noch hinreichend beraten können. Er
bittet deshalb darum, dass ein vernünftiges Votum für die weitere
Vorgehensweise abgegeben wird. Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Beschluss: Die
Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung und des
Schulausschusses sprechen sich mit großer Übereinstimmung für die Entwicklung
des Geländes aus und nehmen die hierzu entwickelten Ideen der Verwaltung auf.
Eine Beschlussfassung soll jedoch erst in der Sitzung des VA erfolgen. |
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