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Auszug - Nachnutzung des Betriebsgelände Garbersbau Lüneburger Straße/Häcklinger Weg  

 
 
Öffentliche Sitzung des Ortsrates Oedeme
TOP: Ö 3
Gremium: Ortsrat der Ortschaft Oedeme Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 27.03.2008    
Zeit: 19:00 - 21:00 Anlass: Sitzung
Raum: Gaststätte "Jägerhof"
Ort: Im Dorf 5, 21335 Lüneburg
VO/2772/08 Nachnutzung des Betriebsgelände Garbersbau Lüneburger Straße/Häcklinger Weg
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:06 - Bauverwaltung Bearbeiter/-in: Kamionka, Andrea
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Fachbereichsleiterin Böhme führt aus, dass das ehemalige Betriebsgelände der Firma Garbersbau für eine Nachnutzung städtebaulich neu geordnet werden soll. Dafür ist die Änderung des F-Plans als auch des B-Plans erforderlich.

Der derzeitige Stand des Verfahrens und die weitere Vorgehensweise im Verfahren werden dargestellt.

Als Nachnutzung vorgesehen ist auf der Fläche die Ansiedelung eines Lebensmittelmarktes mit 2.000 m² Verkaufsfläche (VK), eines Discounters mit 900 m² VK sowie eines Drogeriemarktes mit 450 m² VK. Das für diese Ansiedelungen auch entsprechender Bedarf vorhanden ist, wird durch ein Einzelhandelsgutachten hinterlegt. Die Belieferung und An- und Abfahrt wird über die Lüneburger Straße erfolgen. Dazu wird auch eine Linksabbiegespur aus Richtung OT Rettmer kommend eingerichtet. Über den Häcklinger Weg soll eine An- und Abfahrt nur für Pkw zulässig sein. Im hinteren Bereich des Areals ist eine Fläche als allgemeines Wohngebiet und MI-Fläche ausgewiesen. Das allgemeine WA dient der Bestandssicherung der vorhandenen Wohnbebauung. Auf der Mi-Fläche kann eine zusätzliche Wohnbebauung oder nicht störendes Gewerbe angesiedelt werden.

 

Ortsbürgermeister Körner begrüßt die vorgesehene Nachnutzung des Areals, da sie für die Ortsteile Oedeme, Rettmer und Häcklingenzur Nahversorgung beitragen wird. Für wichtig hält er, dass die Lkw-Zufahrt für den Lieferverkehr ausschließlich über die Lüneburger Straße abgewickelt wird. Der Häcklinger Weg ist, weil er u. a. auch als Schulweg genutzt werde, für eine Lkw-Zufahrt nicht geeignet.

Ebenso wie Frau Hillmer – Ortsvorsteherin Rettmer – hält auch er für wichtig, dass aus dem OT Rettmer kommend eine Linksabbiegespur eingerichtet wird. Auch die hinterliegenden Flächen für die Nutzung von Nichtstörenden Gewerbebetrieben sollte hierüber verkehrlich erschlossen werden. Als wichtig wird auch erachtet, dass die vorhandene Wohnbebauung abgesichert wird und um einen Bereich erweitert wird.

 

Ortsbürgermeister Körner weist darauf hin, dass durch den Bestandsschutz für die dort bereits stehenden Wohnhäuser sichergestellt wird, dass kein zusätzlicher Lärm auf die Wohnhäuser durch die geänderte Nutzung des angrenzenden Areals einwirkt. Ansonsten würde die Verpflichtung entstehen, dass vom Lärmverursacher entsprechende Lärmschutzmaßnahmen vorzunehmen wären. Nach seiner Einschätzung wird sich der Lärm durch die geänderte Nutzung jedoch nicht wesentlich reduzieren.

Hingewiesen wird darauf, dass der Häcklinger Weg auch stark als Schulweg frequentiert wird. Da dort kein Radweg vorhanden ist und von den Platzverhältnissen auch nicht möglich sein wird, wird man überlegen müssen, was dort verkehrlich noch zusätzlich abgewickelt werden kann. Fehlende Radwege haben jedoch auch einen positiven Nebeneffekt, da sie in gewisser Weise zu einer gewollten Verkehrsberuhigung beitragen.

 

Oberbürgermeister Mädge verweist darauf, dass das Verkehrsgutachten zwar schon in Arbeit ist, aber noch nicht abschließend vorliegt und demzufolge noch nicht ausgewertet sein kann. Eine Anbindung des Häcklinger Weges an die Lüneburger Straße in Form einer Kreisellösung scheidet aufgrund des Flächenbedarfs und der Höhenversprünge aus. Wahrscheinlich wird eine Anbindung deshalb über eine Lichtsignalanlage gesteuert werden müssen.

 

Frau John – Ortsratsmitglied – interessiert, an welcher Stelle für die Märkte die Stellplätze angeordnet sein werden.

 

Fachbereichsleiterin Böhme zeigt auf, dass die Stellplätze dort ausgewiesen werden, wo sie sich zurzeit auch schon befinden.

 

Herrn Forstreuter – Ortsratsmitglied – interessiert, ob es für die Umsetzung der Baumaßnahmen und das Bauleitverfahren schon eine grobe Zeitplanung gebe.

 

Oberbürgermeister Mädge zeigt auf, dass ein Satzungsbeschluss für den B-Plan im Oktober/November 2008 vorgesehen sei. Sich anschließen würde sich eine ca. 1 Jahr währende Bauzeit für tlw. Abriss und Neubau von Gebäuden. Dies ist aber auch abhängig von den Vorstellungen des Investors.

 

Herrn Blume – Ortsratsmitglied – interessiert, ob die Bebauung und vorgesehene Nutzung Auswirkungen auf den Einzelhandel haben wird.

 

Oberbürgermeister Mädge verdeutlicht, dass solcherlei Ansiedelungen immer Auswirkungen auf den Einzelhandel haben werden. Die Frage ist nur, in welchem Umfang das sein wird. Lt. Gutachten liegen diese in einem akzeptablen Rahmen von 8 – 10 %, so dass keine gravierenden Auswirkungen zu befürchten sind.

Umgesetzt werden die Ansiedelungen, weil die Nahversorgung an dieser Stelle erwünscht sei, weil damit eine Lücke für die Ortsteile Oedeme, Rettmer und Häcklingen geschlossen werden kann.

 

Ortsbürgermeister Körner  hält es für wichtig, dass für die vorgesehenen Wohnbauplätze möglichst eine Mindestgröße bezogen auf die Grundstücksgröße festgelegt wird.

 

Oberbürgermeister Mädge erklärt, dass es sich um ca. 3 – 4 Bauplätze handelt. Akzeptiert werden muss, dass die Menschen weniger Zeit und auch weniger Geld haben. 1.000 m² Grundstücke werden heute kaum noch nachgefragt. Deshalb spricht er sich gegen eine Festlegung von Mindestgrößen von 800 bis 1000 m² aus. Zeitgemäß sind heute eher Grundstücksgrößen von 500 m². Eine gewisse Untergrenze ist in dem Zusammenhang, dass sich die Grundstücksgrößen ja auch den Nachbargrundstücken anpassen sollten, jedoch denkbar.

 

Beigeordneter Löb verweist darauf, dass dieses Areal aus Häcklingen kommend für Radfahrer schwer zu erreichen sei. Ihn interessiert, ob hierzu über Lösungsansätze nachgedacht werde.

 

Ortsbürgermeister Körner  zeigt auf, dass über den kleinen Umweg über den Straßenzug „In der Süßen Heide“ und „Häcklinger Weg“ auf der Straße die Erreichbarkeit dieses Einkaufzentrums auch für Radfahrer aus dem OT Häcklingen kommend sichergestellt sei.

 

Oberbürgermeister Mädge macht deutlich, dass für die angesprochenen Straßenzüge die Verkehrsbelastung nach unserem zugrunde gelegten Standard nicht so hoch sei, dass die Straßen für Radfahrer nicht mehr befahrbar seien. Auch besteht die klare Aussage in der Gesetzeslage des Bundes und die einhellige Auffassung in den Radfahrerverbänden, dass Radfahrer auf der Straße fahren sollten.

 

Beigeordnete Schellmann  hält es für wichtig, dass ein Augenmerk darauf gerichtet wird, wie die Verkehre fließen. Geprüft werden sollte, dass die nach Rettmer aus dem Gebiet abfließenden Verkehre die Ausfahrt Lüneburger Straße nutzen sollten.

 

Ortsbürgermeister Körner  bestätigt, dass genau so eine Regelung angedacht und vorgesehen sei. Auch er vertritt wie bereits ausgeführt, die Ansicht, dass die Hauptzu- und -abfahrt über eine Anbindung an die Lüneburger Straße abgewickelt werden sollte.

 

Im Anschluss wird die Sitzung unterbrochen und dem Einwendungsgeber Herrn Schomaker Gelegenheit eingeräumt die von ca. 70 Menschen die im Umfeld wohnen, unterschriebene Einwendung, die sich auf die aus der Ansiedelung resultierenden zusätzlichen Verkehre bezieht näher zu erläutern. Um entsprechende Würdigung im weiteren Verfahren wird gebeten.

 

Oberbürgermeister Mädge erklärt hierzu, dass in der Abwägung zum B-Planverfahren die Gründe noch einmal dargelegt werden.

 

Ortsbürgermeister Körner  geht auf die ergänzend vorgetragenen Einwendungen ein.

 

 

Im Anschluss wird die Sitzung fortgesetzt.

 

Weitere Wortmeldungen seitens der Ortsratsmitglieder liegen nicht vor.

Beschluss:

Beschluss:

Der Ortsrat Oedeme nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.