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Beratungsinhalt: Fachbereichsleiterin
Böhme führt aus,
dass das ehemalige Betriebsgelände der Firma Garbersbau für eine Nachnutzung
städtebaulich neu geordnet werden soll. Dafür ist die Änderung des F-Plans als
auch des B-Plans erforderlich. Der
derzeitige Stand des Verfahrens und die weitere Vorgehensweise im Verfahren
werden dargestellt. Als
Nachnutzung vorgesehen ist auf der Fläche die Ansiedelung eines Lebensmittelmarktes
mit 2.000 m² Verkaufsfläche (VK), eines Discounters mit 900 m² VK sowie eines
Drogeriemarktes mit 450 m² VK. Das für diese Ansiedelungen auch entsprechender
Bedarf vorhanden ist, wird durch ein Einzelhandelsgutachten hinterlegt. Die
Belieferung und An- und Abfahrt wird über die Lüneburger Straße erfolgen. Dazu
wird auch eine Linksabbiegespur aus Richtung OT Rettmer kommend eingerichtet.
Über den Häcklinger Weg soll eine An- und Abfahrt nur für Pkw zulässig sein. Im
hinteren Bereich des Areals ist eine Fläche als allgemeines Wohngebiet und
MI-Fläche ausgewiesen. Das allgemeine WA dient der Bestandssicherung der
vorhandenen Wohnbebauung. Auf der Mi-Fläche kann eine zusätzliche Wohnbebauung
oder nicht störendes Gewerbe angesiedelt werden. Ortsbürgermeister
Körner begrüßt die
vorgesehene Nachnutzung des Areals, da sie für die Ortsteile Oedeme, Rettmer und
Häcklingenzur Nahversorgung beitragen wird. Für wichtig hält er, dass die
Lkw-Zufahrt für den Lieferverkehr ausschließlich über die Lüneburger Straße
abgewickelt wird. Der Häcklinger Weg ist, weil er u. a. auch als Schulweg
genutzt werde, für eine Lkw-Zufahrt nicht geeignet. Ebenso
wie Frau Hillmer – Ortsvorsteherin Rettmer – hält auch er für wichtig,
dass aus dem OT Rettmer kommend eine Linksabbiegespur eingerichtet wird. Auch
die hinterliegenden Flächen für die Nutzung von Nichtstörenden Gewerbebetrieben
sollte hierüber verkehrlich erschlossen werden. Als wichtig wird auch erachtet,
dass die vorhandene Wohnbebauung abgesichert wird und um einen Bereich
erweitert wird. Ortsbürgermeister
Körner weist darauf
hin, dass durch den Bestandsschutz für die dort bereits stehenden Wohnhäuser sichergestellt
wird, dass kein zusätzlicher Lärm auf die Wohnhäuser durch die geänderte
Nutzung des angrenzenden Areals einwirkt. Ansonsten würde die Verpflichtung
entstehen, dass vom Lärmverursacher entsprechende Lärmschutzmaßnahmen
vorzunehmen wären. Nach seiner Einschätzung wird sich der Lärm durch die
geänderte Nutzung jedoch nicht wesentlich reduzieren. Hingewiesen
wird darauf, dass der Häcklinger Weg auch stark als Schulweg frequentiert wird.
Da dort kein Radweg vorhanden ist und von den Platzverhältnissen auch nicht
möglich sein wird, wird man überlegen müssen, was dort verkehrlich noch zusätzlich
abgewickelt werden kann. Fehlende Radwege haben jedoch auch einen positiven Nebeneffekt,
da sie in gewisser Weise zu einer gewollten Verkehrsberuhigung beitragen. Oberbürgermeister
Mädge verweist
darauf, dass das Verkehrsgutachten zwar schon in Arbeit ist, aber noch nicht
abschließend vorliegt und demzufolge noch nicht ausgewertet sein kann. Eine
Anbindung des Häcklinger Weges an die Lüneburger Straße in Form einer
Kreisellösung scheidet aufgrund des Flächenbedarfs und der Höhenversprünge aus.
Wahrscheinlich wird eine Anbindung deshalb über eine Lichtsignalanlage
gesteuert werden müssen. Frau
John – Ortsratsmitglied – interessiert, an welcher Stelle für die Märkte die Stellplätze
angeordnet sein werden. Fachbereichsleiterin
Böhme zeigt auf,
dass die Stellplätze dort ausgewiesen werden, wo sie sich zurzeit auch schon
befinden. Herrn
Forstreuter – Ortsratsmitglied – interessiert, ob es für die Umsetzung der
Baumaßnahmen und das Bauleitverfahren schon eine grobe Zeitplanung gebe. Oberbürgermeister
Mädge zeigt auf,
dass ein Satzungsbeschluss für den B-Plan im Oktober/November 2008 vorgesehen
sei. Sich anschließen würde sich eine ca. 1 Jahr währende Bauzeit für tlw.
Abriss und Neubau von Gebäuden. Dies ist aber auch abhängig von den Vorstellungen
des Investors. Herrn
Blume – Ortsratsmitglied – interessiert, ob die Bebauung und vorgesehene Nutzung
Auswirkungen auf den Einzelhandel haben wird. Oberbürgermeister
Mädge verdeutlicht,
dass solcherlei Ansiedelungen immer Auswirkungen auf den Einzelhandel haben
werden. Die Frage ist nur, in welchem Umfang das sein wird. Lt. Gutachten
liegen diese in einem akzeptablen Rahmen von 8 – 10 %, so dass keine
gravierenden Auswirkungen zu befürchten sind. Umgesetzt
werden die Ansiedelungen, weil die Nahversorgung an dieser Stelle erwünscht
sei, weil damit eine Lücke für die Ortsteile Oedeme, Rettmer und Häcklingen
geschlossen werden kann. Ortsbürgermeister
Körner hält es für wichtig, dass für die vorgesehenen
Wohnbauplätze möglichst eine Mindestgröße bezogen auf die Grundstücksgröße
festgelegt wird. Oberbürgermeister
Mädge erklärt, dass
es sich um ca. 3 – 4 Bauplätze handelt. Akzeptiert werden muss, dass die
Menschen weniger Zeit und auch weniger Geld haben. 1.000 m² Grundstücke werden
heute kaum noch nachgefragt. Deshalb spricht er sich gegen eine Festlegung von
Mindestgrößen von 800 bis 1000 m² aus. Zeitgemäß sind heute eher
Grundstücksgrößen von 500 m². Eine gewisse Untergrenze ist in dem Zusammenhang,
dass sich die Grundstücksgrößen ja auch den Nachbargrundstücken anpassen
sollten, jedoch denkbar. Beigeordneter
Löb verweist
darauf, dass dieses Areal aus Häcklingen kommend für Radfahrer schwer zu
erreichen sei. Ihn interessiert, ob hierzu über Lösungsansätze nachgedacht
werde. Ortsbürgermeister
Körner zeigt auf, dass über den kleinen Umweg über
den Straßenzug „In der Süßen Heide“ und „Häcklinger
Weg“ auf der Straße die Erreichbarkeit dieses Einkaufzentrums auch für
Radfahrer aus dem OT Häcklingen kommend sichergestellt sei. Oberbürgermeister
Mädge macht
deutlich, dass für die angesprochenen Straßenzüge die Verkehrsbelastung nach
unserem zugrunde gelegten Standard nicht so hoch sei, dass die Straßen für
Radfahrer nicht mehr befahrbar seien. Auch besteht die klare Aussage in der
Gesetzeslage des Bundes und die einhellige Auffassung in den
Radfahrerverbänden, dass Radfahrer auf der Straße fahren sollten. Beigeordnete
Schellmann hält es für wichtig, dass ein Augenmerk darauf
gerichtet wird, wie die Verkehre fließen. Geprüft werden sollte, dass die nach Rettmer
aus dem Gebiet abfließenden Verkehre die Ausfahrt Lüneburger Straße nutzen
sollten. Ortsbürgermeister
Körner bestätigt, dass genau so eine Regelung
angedacht und vorgesehen sei. Auch er vertritt wie bereits ausgeführt, die
Ansicht, dass die Hauptzu- und -abfahrt über eine Anbindung an die Lüneburger
Straße abgewickelt werden sollte. Im
Anschluss wird die Sitzung unterbrochen und dem Einwendungsgeber Herrn Schomaker
Gelegenheit eingeräumt die von ca. 70 Menschen die im Umfeld wohnen, unterschriebene
Einwendung, die sich auf die aus der Ansiedelung resultierenden zusätzlichen
Verkehre bezieht näher zu erläutern. Um entsprechende Würdigung im weiteren
Verfahren wird gebeten. Oberbürgermeister
Mädge erklärt
hierzu, dass in der Abwägung zum B-Planverfahren die Gründe noch einmal
dargelegt werden. Ortsbürgermeister
Körner geht auf die ergänzend vorgetragenen
Einwendungen ein. Im
Anschluss wird die Sitzung fortgesetzt. Weitere
Wortmeldungen seitens der Ortsratsmitglieder liegen nicht vor. Beschluss: Der
Ortsrat Oedeme nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. |
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