Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Herr Schlagowski berichtet über ein Abstimmungsgespräch
zwischen der Stadt und dem Landkreis. Beim Landkreis gibt es bisher nur einen
Grundsatzbeschluss zu diesem Thema. Am 6.3.08 endet die Amtszeit des bisherigen
Ausländerbeirates. Es hat Anhörungen der Verbände gegeben, diese sind in der
Sitzungsvorlage skizziert. Hinsichtlich der Größe des neuen Integrationsbeirates gibt
es noch unterschiedliche Auffassungen. Die bisherige Vorsitzende des Ausländerbeirates, Frau Wolf,
könnte als Ausländerbeauftragte die Interessen der Migranten vertreten, bei
niedrigschwelligen Angeboten (Sozialhilfe, Schul- und Berufsausbildungsbereich)
könnten ggf. Kontakte zum Fachpersonal hergestellt werden. Auch bei der Vermittlung psychosozialer Hilfen und bei der
Beratung und Durchführung von interkulturellen Veranstaltungen könnte
unterstützend mitgewirkt werden. Herr Dammann unterstreicht, dass der Sozialausschuss des
Landkreises eben jenen genannten Grundsatzbeschluss gefasst hat. Die
Verwaltungen sollten nun die „Feinheiten“ klären. Eine Maximalgröße
von 26 Personen sollte aber nicht überschritten werden. Die Wahlzeit des
Ausländerbeirates sei über den 31.12.07 hinaus verlängert worden, weil ab 2008
der Integrationsbeirat geplant war. Herr Bast schließt sich diesen Worten an und lobt die
paritätische Besetzung im geplanten Integrationsbeirat. Herr Koch ergänzt, dass die Absichtserklärung bei Stadt und
Landkreis erfolgt ist und der Weg soweit klar ist, im Detail aber politischer
Gestaltungsspielraum vorhanden ist. Zudem sei die Wahlzeit des
Ausländerbeirates bis März 2007 gewesen und diese dann um 1 Jahr verlängert
worden. Eine Synchronisation bei der Bildung des Integrationsbeirates ist mit dem
Landkreis zwingend notwendig. Herr Soldan sieht den neuen Beirat auch als sehr groß an.
Eine genaue Definition, besonders der Aufgaben, ist notwendig. Er konkretisiert
zudem seinen Antrag vom 22.10.07, der als Tischvorlage verteilt wird.
Gleichzeitig bittet er, diesem Antrag zuzustimmen. Die Findungskommission
sollte in der Zusammensetzung überdacht werden. Herr Bast regt an, in den Rhythmus der Kommunalwahlen zu
kommen und dann auch den Integrationsbeirat neu zu bilden. Frau Wolf begrüßt, dass über Integration so massiv
gesprochen wird. Sie möchte zur Volage der Verwaltung noch durch den
Ausländerbeirat eine eigene Stellungnahme beschließen lassen. Herr Koch lehnt das ab und erklärt, dass das Konzept bereits
am 9. Mai 2007 durch den Oberbürgermeister vorgestellt wurde. Der
Ausländerbeirat hat dazu auch bereits diskutiert, was eben die Beteiligung war.
Er hatte somit ausreichend Zeit zur Darlegung seiner Vorstellungen. Herr Polster kritisiert, dass die Aufgabenbeschreibung fehlt
und bittet daher um Vertagung dieses Punktes. Hinsichtlich der Zusammensetzung
des Integrationsbeirates fragt er an, welche Migrantenselbstorganisationen
vorhanden sind. Zudem sollte die Aufteilung überdacht werden (ein Vertreter pro
Fraktion). Außerdem müsse Frau Wolf zwingend mit in die
Findungskommission. Herr Riechey hat eine 2. Stellungnahme eingereicht. Er
begrüßt die Parität, wobei der Vorsitz von einem Mitglied aus der Mitte des
Beirates kommen sollte. Er zeigt sich verwundert über den Sinneswandel des
Oberbürgermeisters, da dieser bisher nicht Mitglied des Ausländerbeirates war. Weiter fragt er an, wie der/die Ausländerbeauftragte
institutionalisiert wird. Zudem müssten die Leitstelle Integration und
Vertreter der Kommunen und Wohlfahrtsverbände mit einem Grundmandat
ausgestattet werden. Herr Koch fragt hinsichtlich der Formulierung der Anregungen
an, ob diese an den Rat oder den Ausschuss gerichtet ist. Anschließend wird die
Vorlage der Partei „Die Linken“ als Material verteilt. Herr Koch
weist darauf hin, dass Frau Wolf eindeutige Aufgaben als Ausländerbeauftragte
zugewiesen bekommen sollte, da ihre bisherige Funktion als Vorsitzende des
Ausländerbeirates wegfällt. Herr Gremmel regt an, integrative Aspekte zwischen Frau Wolf
und Herrn Schlagowski zu klären. Herr Dammann würdigt, dass der Ausländerbeirat gute
Leistungen erbracht hat. Das hätten andere ehrenamtlich tätige Personen in
Vereinen aber auch. Er hält weiter eine klare Führung des Beirates für
notwendig. Zudem sollte der Beschlussvorschlag heute so beschlossen werden. Den
Vorschlag, je Partei einen Vertreter zuzulassen, lehnt er ab, da dann auch eine
aus seiner Sicht ungewünschte Partei vertreten wäre. Herr May hält ein Parteiengezänk in dieser Sache für nicht
hilfreich. Der Proporz ist jedoch diskutierbar. Herr Schäfer möchte dem Vorschlag der Verwaltung folgen und
auf dieser Basis mit der Arbeit beginnen. Herr Soldan unterstützt den Wunsch von Frau Wolf, eine
weitere Stellungnahme abgeben zu wollen. Herr Koch erinnert, dass die Fraktionen eine andere Art von
Gremium und Arbeit wollten. Der bisherige Ausländerbeirat wird verabschiedet
und ihm ein Dank ausgesprochen. Möglicherweise sind dann bisherige Mitglieder
des Ausländerbeirates erneut im Integrationsbeirat vertreten. Zu bedenken ist
auch, dass die demokratische Legitimation des Ausländerbeirates wegen der
geringen Wahlbeteiligung von nur ca. 10% in der Vergangenheit angezweifelt
wurde. (Herr Hiby erhält Rederecht mit der Zustimmung der
Ausschussmitglieder). Herr Hiby widerspricht und weist auf die hohe Akzeptanz von
Frau Wolf in der Bevölkerung hin. Ergänzend setzt sich Herr Gremmel dafür ein, dass Frau Wolf
in die Findungskommission kommt. Herr Koch bittet, erst die Funktion einer
Ausländerbeauftragten zu definieren und dann Besetzungsfragen zu klären. Herr Soldan bemängelt die Verwaltungsvorlage, weil es
eine(n) Ausländerbeauftragten bisher nicht gibt. Herr Schlagowski ergänzt, er habe nicht die Leitstelle
beschrieben, sondern eine Abgrenzung der Aufgaben dargestellt. Die weiteren
Aufgaben werden sich dann aus der Satzung ergeben. Frau Rudolf beantragt über den Beschlussvorschlag
abzustimmen. Beschluss: Der Antrag der Partei „Die Linken“ wird bei zwei
Enthaltungen abgelehnt. Der Antrag der FDP wird bei einer Enthaltung abgelehnt. Der Sozial- und Gesundheitsausschuss
empfiehlt dem Rat der Stadt Lüneburg bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung,
gemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg einen Integrationsbeirat zu bilden. Die
Zusammensetzung und das Besetzungsverfahren erfolgt wie vorgeschlagen. Die
weiteren Einzelheiten werden in einer mit dem Landkreis Lüneburg zu
verhandelnden Kooperationsvereinbarung festgelegt, die abschließend dem Verwaltungsausschuss
zur Zustimmung vorgelegt wird. Die bestehenden Regelungen zum Ausländerbeirat
(Wahlordnung, Geschäftsordnung) werden aufgehoben. |
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