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Auszug - 53. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Teilbereich "Seniorenpark - Alte Stadtgärtnerei"; Auslegungsbeschluss  

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung
TOP: Ö 3
Gremium: Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mo, 12.02.2007    
Zeit: 15:00 - 16:10 Anlass: Sitzung
Raum: Traubensaal
Ort: Rathaus
VO/2242/07 53. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Teilbereich "Seniorenpark - Alte Stadtgärtnerei";
Auslegungsbeschluss
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Frau KlangAktenzeichen:61 kg
Federführend:Bereich 62 - Verwaltung, Wohnbauförderung Bearbeiter/-in: Klang, Anja
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

TOP 3 und 4 werden gemeinsam beraten.

 

Herr Lux – Planungsbüro für Städtebau und Architektur (PSA, Oldenburg) geht einleitend auf die Inhalte der Beschlussvorlagen ein und gibt einen Sachstand über die derzeitigen Verfahrensstände.

 

Eingegangen wird auf die wesentlichen Anregungen, die im Verfahren eingegangen sind. Erläutert werden die jeweils hierzu durchgeführten Abwägungsprozesse.

 

Wesentliche Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung sind, dass bisher eine getrennte Erschließung der beiden Bereiche vorgesehen war. Verkehrlich ist durch eine Linksabbiegespur auf der Konrad-Adenauer-Straße jetzt nur noch eine gemeinsame Erschließung der beiden Bereiche vorgesehen. Vom Einmündungsbereich der Theodor-Heuß-Straße/Konrad-Adenauer-Straße ist jetzt auf der südlichen Seite die Anlegung eines Fuß- und Radweges bis zur Einmündung der Erschließungsstraße in das Plangebiet geplant. Dieser Fuß- und Radweg liegt außerhalb des eigentlichen Plangebietes. Mit diesem Weg wird eine fußläufige Anbindung aus dem Baugebiet heraus an das Wohngebiet Kaltenmoor erreicht.

 

Zur Natur und Landschaft haben sich im Verfahren keine großen Bedenken ergeben. Der erforderliche Flächenausgleich wird außerhalb des Gebietes in der Ilmenauniederung vorgenommen.

Für den Lärmschutz sind bauliche Maßnahmen entlang der Konrad-Adenauer-Straße erforderlich. Passiver Lärmschutz wird durch bauliche Maßnahmen an den Gebäuden vorgenommen.

 

Bezüglich der Höhen der Gebäude gab es Hinweise darauf, dass der Eingriff in das Landschaftsbild relativ hoch sei. Hierzu wird das aktuelle städtebauliche Konzept noch einmal vorgestellt. Verdeutlicht wird hierbei, dass der Abstand Wege- zu Gebäudegrenze 18 m betragen wird. In Bezug zu der gegenüberliegenden Hochhausbebauung ist der Eingriff tragbar.

 

Oberbürgermeister Mädge ergänzt, dass die Planung vor einigen Tagen im Bürgerforum Kaltenmoor vorgestellt wurde. Die Planung fand die Zustimmung der anwesenden Bürger/Innen, zumal betreutes Wohnen und Seniorenheimplätze eine Ergänzung zum bestehenden Angebot für ältere Menschen im Wohngebiet Kaltenmoor darstellen.

 

Beigeordnete Schellmann gibt zu bedenken, dass im Stadtteil auch ein Großteil muslemischer Menschen wohnt, die in der Altersbetreuung andere Ansprüche stellen. Dies sollte im Vorfeld der Planungen Berücksichtigung finden.

 

Oberbürgermeister Mädge geht davon aus, dass der Betreiber genau weiß, was er anbieten muss. Migrationspolitik wird im zunehmenden Maße Thema sein.

 

Beigeordneter Dörbaum interessiert, ob auch eine Kurzzeitpflege angeboten werden wird.

 

Herr Thede – Projektentwicklung Sozialimmobilien – erklärt als Investorenvertreter, dass bei der Konzeption des Gesamtprojektes sehr wohl demographische, demoskopische und gesellschaftliche Hintergründe im Auge behalten werden und in die Überlegungen einfließen. Das Konzept wird ein Angebot Kurzzeitpflege auf jeden Fall beinhalten.

 

Ratsherr Meihsies weist darauf hin, dass die Möglichkeit besteht, das Gesamtprojekt an das vorhandene Blockheizkraftwerk anzuschließen. Seine Fraktion würde es aufgrund der vorhandenen guten Energieversorgung in diesem Bereich für wünschenswert halten, wenn vor dem Hintergrund zunehmender Luftverschmutzung hier die bestehende Möglichkeit genutzt werden würde, sich an das Blockheizkraftwerk anzudocken.

 

Herr Hambrock – Bauplanung GmbH – erklärt hierzu, dass die Frage der Energieversorgung im derzeitigen Planungsstadium noch nicht abschließend geklärt sei. Da eine finanzielle Förderung bei der Energieversorgung aus laufenden Programmen angestrebt wird, sind Überlegungen, sich an das bestehende Heizwerk anzuschließen, ohnehin bereits angedacht.

 

Oberbürgermeister Mädge ergänzt, dass eine Mitnutzung des bestehenden Heizwerkes auch im Interesse der Stadt liegt. Die Stadt bemüht sich, entsprechend zu vermitteln.

 

Darauf hingewiesen wird noch einmal darauf, dass die Wegeverbindung auf der Südseite sowohl einen Fuß- als auch einen Radweg beinhaltet. Vorgesehen ist, diese Wegeverbindung zu einem späteren Zeitpunkt entlang der Konrad-Adenauer-Straße bis hin zum geplanten Kreisel/Einmündung Wilhelm-Leuschner-Straße zu verlängern.

 

Beigeordnete Schellmann interessiert, ob auch der ÖPNV an die Konrad-Adenauer-Straße herangeführt werden könnte.

 

Oberbürgermeister Mädge zeigt die derzeitige ÖPNV-Linienführung auf. Festgestellt werden muss, dass eine Linienführung nur wie bisher über die Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße oder aber über die Konrad-Adenauer Straße möglich sein wird. Durch die neue Wegeverbindung befindet sich für die Bewohner des neu zu bauenden Komplexes in zumutbarer Entfernung eine ÖPNV-Anbindung. Im Zusammenhang mit dem Projekt „Soziale Stadt Kaltenmoor“ wird die Haltestelle Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße voraussichtlich noch in diesem Jahr ausgebaut, so dass auch für ältere Menschen das Ein- und Aussteigen behindertengerecht erleichtert wird.

 

Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.

 

Beigeordneter Dörbaum fasst zusammen, dass sich im Verfahren keine gravierenden Änderungen ergeben haben. Das Vorhaben passt sich gefällig in die Landschaft ein. Die anfänglich vorgetragenen Bedenken wegen der Höhe der einzelnen Gebäude haben sich durch den vorgetragenen Sachverhalt relativiert.

 

 

Beschluss:

Beschluss:

Der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung fasst einen der Beschlussempfehlung der Verwaltung folgenden einstimmigen Beschluss.