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Beratungsinhalt: TOP
3 und 4 werden gemeinsam beraten. Herr
Lux – Planungsbüro für Städtebau und Architektur (PSA, Oldenburg) geht einleitend auf die Inhalte der
Beschlussvorlagen ein und gibt einen Sachstand über die derzeitigen
Verfahrensstände. Eingegangen
wird auf die wesentlichen Anregungen, die im Verfahren eingegangen sind.
Erläutert werden die jeweils hierzu durchgeführten Abwägungsprozesse. Wesentliche
Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung sind, dass bisher eine
getrennte Erschließung der beiden Bereiche vorgesehen war. Verkehrlich ist
durch eine Linksabbiegespur auf der Konrad-Adenauer-Straße jetzt nur noch eine
gemeinsame Erschließung der beiden Bereiche vorgesehen. Vom Einmündungsbereich
der Theodor-Heuß-Straße/Konrad-Adenauer-Straße ist jetzt auf der südlichen
Seite die Anlegung eines Fuß- und Radweges bis zur Einmündung der
Erschließungsstraße in das Plangebiet geplant. Dieser Fuß- und Radweg liegt
außerhalb des eigentlichen Plangebietes. Mit diesem Weg wird eine fußläufige Anbindung
aus dem Baugebiet heraus an das Wohngebiet Kaltenmoor erreicht. Zur
Natur und Landschaft haben sich im Verfahren keine großen Bedenken ergeben. Der
erforderliche Flächenausgleich wird außerhalb des Gebietes in der
Ilmenauniederung vorgenommen. Für
den Lärmschutz sind bauliche Maßnahmen entlang der Konrad-Adenauer-Straße
erforderlich. Passiver Lärmschutz wird durch bauliche Maßnahmen an den Gebäuden
vorgenommen. Bezüglich
der Höhen der Gebäude gab es Hinweise darauf, dass der Eingriff in das Landschaftsbild
relativ hoch sei. Hierzu wird das aktuelle städtebauliche Konzept noch einmal
vorgestellt. Verdeutlicht wird hierbei, dass der Abstand Wege- zu Gebäudegrenze
18 m betragen wird. In Bezug zu der gegenüberliegenden Hochhausbebauung ist der
Eingriff tragbar. Oberbürgermeister
Mädge ergänzt, dass
die Planung vor einigen Tagen im Bürgerforum Kaltenmoor vorgestellt wurde. Die
Planung fand die Zustimmung der anwesenden Bürger/Innen, zumal betreutes Wohnen
und Seniorenheimplätze eine Ergänzung zum bestehenden Angebot für ältere
Menschen im Wohngebiet Kaltenmoor darstellen. Beigeordnete
Schellmann gibt zu
bedenken, dass im Stadtteil auch ein Großteil muslemischer Menschen wohnt, die
in der Altersbetreuung andere Ansprüche stellen. Dies sollte im Vorfeld der
Planungen Berücksichtigung finden. Oberbürgermeister
Mädge geht davon
aus, dass der Betreiber genau weiß, was er anbieten muss. Migrationspolitik
wird im zunehmenden Maße Thema sein. Beigeordneter
Dörbaum
interessiert, ob auch eine Kurzzeitpflege angeboten werden wird. Herr
Thede – Projektentwicklung Sozialimmobilien – erklärt als Investorenvertreter, dass bei der
Konzeption des Gesamtprojektes sehr wohl demographische, demoskopische und
gesellschaftliche Hintergründe im Auge behalten werden und in die Überlegungen
einfließen. Das Konzept wird ein Angebot Kurzzeitpflege auf jeden Fall
beinhalten. Ratsherr
Meihsies weist
darauf hin, dass die Möglichkeit besteht, das Gesamtprojekt an das vorhandene
Blockheizkraftwerk anzuschließen. Seine Fraktion würde es aufgrund der
vorhandenen guten Energieversorgung in diesem Bereich für wünschenswert halten,
wenn vor dem Hintergrund zunehmender Luftverschmutzung hier die bestehende
Möglichkeit genutzt werden würde, sich an das Blockheizkraftwerk anzudocken. Herr
Hambrock – Bauplanung GmbH – erklärt hierzu, dass die Frage der Energieversorgung im
derzeitigen Planungsstadium noch nicht abschließend geklärt sei. Da eine
finanzielle Förderung bei der Energieversorgung aus laufenden Programmen
angestrebt wird, sind Überlegungen, sich an das bestehende Heizwerk
anzuschließen, ohnehin bereits angedacht. Oberbürgermeister
Mädge ergänzt, dass
eine Mitnutzung des bestehenden Heizwerkes auch im Interesse der Stadt liegt.
Die Stadt bemüht sich, entsprechend zu vermitteln. Darauf
hingewiesen wird noch einmal darauf, dass die Wegeverbindung auf der Südseite
sowohl einen Fuß- als auch einen Radweg beinhaltet. Vorgesehen ist, diese
Wegeverbindung zu einem späteren Zeitpunkt entlang der Konrad-Adenauer-Straße
bis hin zum geplanten Kreisel/Einmündung Wilhelm-Leuschner-Straße zu
verlängern. Beigeordnete
Schellmann
interessiert, ob auch der ÖPNV an die Konrad-Adenauer-Straße herangeführt
werden könnte. Oberbürgermeister
Mädge zeigt die
derzeitige ÖPNV-Linienführung auf. Festgestellt werden muss, dass eine
Linienführung nur wie bisher über die Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße oder aber
über die Konrad-Adenauer Straße möglich sein wird. Durch die neue
Wegeverbindung befindet sich für die Bewohner des neu zu bauenden Komplexes in
zumutbarer Entfernung eine ÖPNV-Anbindung. Im Zusammenhang mit dem Projekt
„Soziale Stadt Kaltenmoor“ wird die Haltestelle Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße
voraussichtlich noch in diesem Jahr ausgebaut, so dass auch für ältere Menschen
das Ein- und Aussteigen behindertengerecht erleichtert wird. Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Beigeordneter
Dörbaum fasst
zusammen, dass sich im Verfahren keine gravierenden Änderungen ergeben haben.
Das Vorhaben passt sich gefällig in die Landschaft ein. Die anfänglich vorgetragenen
Bedenken wegen der Höhe der einzelnen Gebäude haben sich durch den
vorgetragenen Sachverhalt relativiert. Beschluss: Der
Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung fasst einen der Beschlussempfehlung
der Verwaltung folgenden einstimmigen Beschluss. |
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