Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Frau
Schröder-Ehlers erläutert, dass es für die Entsorgung von Verpackungsabfällen
über das System “Der Grüne Punkt“ ab 2007 in Lüneburg einen neuen
Entsorger geben wird, der die Leichtverpackungen über den gelben Sack/gelbe
Tonnen einsammeln wird. Das Duale System Deutschland (DSD) - Träger dieses
Systems – ist verpflichtet, die Erfassung und Verwertung von
Leichtverpackungen und Altglas alle drei Jahre bundesweit neu auszuschreiben.
In der Ausschreibung für den Zeitraum 2007 bis 2009 hat für die Erfassung von
Leichtverpackungen (LVP) die Firma Tönsmeier den Zuschlag erhalten; für die
Erfassung von Altglas wurde der bisherige Leistungsnehmer, die Firma Rhenus AG
& Co. KG Recycling mit Sitz in Hamburg weiterbeauftragt. Ratsherr
Dr. Rehbein ergänzt, dass die Firma Tönsmeier inzwischen die Firma REMONDIS
GmbH & Co. KG mit der Einsammlung der Gelben Säcke unterbeauftragt hat. Er
gibt zu bedenken, dass seit Bestehen des Systems die Gelben Säcke in Lüneburg
von der GfA eingesammelt wurden und die Lüneburger Bürger mit dem Service der
GfA sehr zufrieden waren und von der Firma REMONDIS denselben Qualitätsstandart
erwarten. Er begrüßt Herrn Thiede von der Firma Tönsmeier sowie die Herren
Opara und Hemmerling von der Firma REMONDIS und bittet sie, Ihre Unternehmen
kurz vorzustellen. Zunächst
stellt Herr Thiede die Firma Tönsmeier vor, die ihren Firmensitz in Hameln hat
. Um ab 01.01.2007 eine zuverlässige Logistik in Lüneburg garantieren zu
können, hat Firma Tönsmeier Kontakt mit der Firma REMONDIS aufgenommen, die
bereits einen Standort im Landkreis Lüneburg unterhält. Herr
Opara, Firma REMONDIS, erläutert, dass die Firma REMONDIS aus einem
Familienunternehmen, der Firma Rethmann, hervorgegangen ist und inzwischen das
größte Entsorgungsunternehmen Deutschlands ist. Nach dem Zukauf von RWE-Umwelt
wurde das Unternehmen in REMONDIS umbenannt. Herr
Hemmerling, der den Standort im Gewerbegebiet Volkstorf im Landkreis Lüneburg
leitet, trägt vor, dass der Standort im Landkreis Lüneburg seit 1986 besteht,
nachdem die Firma Rethmann das Entsorgungsunternehmen Rindfleisch übernommen
hat. Der Fuhrpark umfasst 27 Fahrzeuge. Auf dem
Umschlagplatz für DSD-Wertstoffe wie LVP und Glas werden die
verschiedenen Abfallströme zwischengelagert und gebündelt bis sie von dem
Unternehmen, das mit der Sortierung der Wertstoffe beauftragt wurde, abgeholt
werden. Frau Schröder-Ehlers ergänzt, dass die Leichtverpackungen aus dem
Stadtgebiet ab 2007 von der Firma Grambecker Wertstoffe in Schleswig-Holstein
sortiert werden. Herr
Opara führt aus, dass die alle Diesel-Fahrzeuge des Lüneburger Standortes
inzwischen auf Biodiesel umgerüstet seien. Der Biodiesel besteht aus
Fettmethylethanol, das in einer eigenen Pilotanlage zu Biodiesel aufbereitet
wird. Frau Schröder-Ehlers begrüßt, dass damit neben der GfA und den Gasbussen
der KVG ein weiteres Unternehmen in Lüneburg mit umweltfreundlichen
Treibstoffen fährt. Auf
die Frage von Ratsherrn Richey, warum die GfA nicht die weitere Beauftragung
durch das Duale System erhalten habe, erklärt Frau Schröder-Ehlers, dass sich
die GfA ebenfalls an der Ausschreibung beteiligt habe, aber die Firma Tönsmeier
offenbar ein günstigeres Angebot abgegeben und daher den Zuschlag bekommen
habe. Sie führt aus, dass es zwischen der Stadt Lüneburg als
öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger und dem Dualen System einen
Rahmenvertrag gebe, in dem Eckpunkte der LVP-Einsammlung wie z. B. Anzahl der
gelben Behälter, Abfuhrrhythmus und Abgabestellen für gelbe Säcke vereinbart
werden. Diese Eckpunkte werden in der Ausschreibung übernommen. Ansonsten hat
die Stadt keinen Einfluss auf die Vergabe der Leistungsverträge. Beigeordnete
Lotze sieht die oftmals langen Transportwege der gelben Säcke kritisch und gibt
zu bedenken, ob die Ökobilanz des Grünen Punktes noch umweltfreundlich sei. Ratsherr
Dr. Rehbein fragt, ob es möglich wäre, dass der Ausschuss für Umwelt und
Verbraucherschutz bei einer späteren Sitzung den Betrieb in Volkstorf
besichtigen und dort tagen könne. Herr Hemmerling erklärt, dass das durchaus
möglich sei. Beschluss: Der
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz nimmt die Ausführungen zur Kenntnis. Abstimmungsergebnis: Ja-Stimmen: Nein-Stimmen: Enthaltungen: |
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