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Beratungsinhalt: Herr
Tegtmeyer von der GfA erläutert anhand von verschiedenen Diagrammen die
Abfallbilanz 2005 und stellt die Bilanzen aus den Jahren 1993 bis 2005 gegenüber.
Er macht deutlich, dass die Schwankungen überwiegend bei den gewerblichen
Abfällen zu verzeichnen sind, während die Abfallmengen aus dem häuslichen
Bereich relativ konstant geblieben sind. Der Rückgang der Siedlungsabfälle in
2005 ist auf die geänderte Rechtslage seit 01.05.2005 zurückzuführen: Mit der
Änderung der Abfallablagerungsverordnung dürfen seit 01.05.2005 bestimmte
Abfälle nicht mehr deponiert werden. Eine Steigerung bei den Abfällen zur
Verwertung bei gleichzeitigem Rückgang der Abfälle zur Beseitigung führt er
u.a. auch auf neue Technologien für die Verwertung von Abfällen zurück. Mit
der neuen Abfallablagerungsverordnung dürfen Restabfälle – auch aus
Haushaltungen – nicht mehr ohne Vorbehandlung deponiert werden In der
mechanisch-biologischen Vorbehandlungsanlage der GfA in Bardowick werden alle
Restabfälle zunächst sortiert; mit Hilfe von Magneten werden
Metallschrottanteile herausgefiltert. Nach der Zerkleinerung wird der Abfall
auf Förderbändern in die biologische Behandlungsstufe weitergeleitet und unter
Zugabe von Wasser einem Rotteprozess unterzogen. Der biochemische Abbau liegt
bei 30 %, das Volumen verringert sich um ca. 50 %. Die heizwertreiche Fraktion
der Abfälle wird zur thermischen Verwertung in eine Müllverbrennungsanlage in Neumünster/Schleswig-Holstein
gefahren. Dabei ist mit kleinen konzentrierten Mengen aus der MBV-Anlage ein
höherer energetischer Wirkungsgrad zu erreichen als er normalerweise in
Müllverbrennungsanlagen erzielt wird. Beigeordnete
Lotze erinnert daran, dass das Verfahren zur biologischen Vorbehandlung ja bei
der GfA entwickelt wurde und fragt nach, ob inzwischen andere Firmen dieses
Verfahren kopieren wollten. Herr Tegtmeyer erklärt, dass sie bereits in Kontakt
mit einer Firma in Bayern stehe, die ihr Interesse bekundet habe. Es sei
sinnvoll gewesen, dass die GfA dieses Verfahren als Patent angemeldet habe. An
einen Verkauf dieses Patents werde im Moment noch nicht gedacht. Auf
die Frage, warum die Abfallgebühren ab 2007 gestiegen sind, erklärt Frau
Schröder-Ehlers, dass durch die Auflösung der Rückstellungen aus Vorjahren ein
Kostenblock entstanden ist, der nur durch eine Gebührenerhöhung gedeckt werden
konnte. In der Gesamtkostenstruktur liegt die Stadt Lüneburg jedoch im unteren
Drittel in Niedersachsen. Dies gehe aus einer Umfrage des Bundes der
Steuerzahler hervor. Beschluss: Der
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz nimmt die Abfallbilanz 2005 zur
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