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Vorlage - VO/9417/21  

 
 
Betreff: Sachstand zum Projekt "Untere Gerichtslaube" im Rathaus Lüneburg
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Frau Schmäl
Federführend:Bereich 41 - Kultur Bearbeiter/-in: Beer-Kullin, Annette
Beratungsfolge:
Kultur- und Partnerschaftsausschuss Kenntnisnahme
18.03.2021 
VIDEOKONFERENZ: Sitzung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Im Rahmen der Umsetzung des Förderprogramms ‚Nationale Projekte des Städtebaus‘ (2016-2021) im Alten Rathaus Lüneburg wurde der Gerichtslaubenflügel im EG in der Waagestraße zur künftigen Nutzung als Ausstellungsfläche eingeplant. Die baulichen Sanierungsmaßnahmen sind Ende 2020 mit Restarbeiten in 2021 abgeschlossen worden, ein entsprechendes Ausstellungskonzept muss nun entwickelt, geplant und implementiert werden.

 

Erste Überlegungen zu dessen inhaltlicher Ausrichtung unter der Beachtung der räumlichen Möglichkeiten wurden 2020 unter Beteiligung der Fachbereiche Gebäudewirtschaft und Kultur der HLG, der Museumsstiftung Lüneburg, der Lüneburg Marketing GmbH/Touristinfo, VertreterInnen der Rathaus-und StadtführerInnen und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege zusammengetragen und diskutiert. In einem zweiten Schritt wurden diese Ideen Anfang 2021 von einer Arbeitsgruppe (FBL 4, FBL 8, BL 41, Museumsstiftung: Prof. Düselder und Dr. Tschirner, Stadtarchäologe Prof. Ring) konkretisiert, eine grobe Projektplanung entwickelt und Zuständigkeiten definiert. Die Projektleitung wird beim Fachbereich Kultur liegen, die Museumsstiftung Lüneburg wird die fachliche Moderation der Arbeitsgruppe übernehmen.

 

Räumliche Voraussetzungen, Kernidee und erste inhaltliche Überlegungen

Beplant werden können ca. 200qm Ausstellungsfläche, die Platz für etwa 15 BesucherInnen gleichzeitig (regulär, nicht unter Corona-Bedingungen) bei einer Verweildauer von 15-30 Minuten bieten. Aufgrund der z.T. niedrigen Deckenhöhen und Stufen wird eine vollständige Barrierefreiheit nicht hergestellt werden können, auch eine Klimatisierung der Räumlichkeiten ist nicht möglich.

 

Die Konzeptidee sollte mit der Anmutung der Räume korrespondieren: Die verwinkelten Räumlichkeiten liegen unter den repräsentativen Zimmern des Lüneburger Rathauses. Rohe Backsteinwände und niedrige Gewölbedecken prägen ihren Charakter. Sie dienten ursprünglich unter anderem zur Lagerung von Holz, zur Beheizung der Gerichtslaube und als Gefängnisräume.

 

Das EG des historischen Gebäudekomplexes bietet eine ungewöhnliche Perspektive: eine Betrachtung der Geschichte des Rathauses „von unten“. Die Räume eignen sich aus fachlicher Sicht gut für eine vermittlungsorientierte, szenographische Ausstellung, weniger für aufklärerisch-erklärende Ausstellungsinhalte. Der Einsatz von Mediengeräten und erlebbare Elemente sollte der Präsentation von musealen Exponaten vorgezogen werden, die Räumlichkeiten sind für Einzelbesuche, weniger für Gruppenführungen geeignet. Auch aufgrund der Lage (EG des Alten Rathauses, neben der Touristinfo als Treffpunkt für Lüneburg-BesucherInnen) bietet es sich an, hier ein niederschwelliges Angebot zu präsentieren, ergänzend zu und nicht konkurrierend mit den bereits vorhandenen stadtgeschichtlichen Angeboten. Mittels erlebnisorientierter Vermittlung von Geschichte in narrativer Form könnten BesucherInnen durch ein kurzweiliges Angebot eine Idee davon bekommen, welche interessanten Geschichten sich um das Rathaus und die Stadt Lüneburg ranken (Storytelling-Elemente) und werden zugleich angeregt, sich durch Rathaus- oder Stadtführungen oder durch einen Besuch in einem der städtischen Museen weitergehend mit der Lüneburger Geschichte zu befassen („Appetitanreger“).

 

Die öffentliche Zugänglichkeit der Ausstellungsräume (Niederschwelligkeit) könnte dabei ohne Einplanung von Personalkapazitäten durch eine digitale Zugangskontrolle sichergestellt werden (Ticketsystem mit Scanner am Eingang zur Regelung Besuche zeitlich und quantitativ); Videoüberwachung und ein Schließdienst könnten weitere Sicherheitsaspekte regeln.

 

Projektplanung – Stand März 2021

 

Projektschritte 2021/ 2022 (voraussetzlich der Finanzierung)

  • Ausschreibung (Vergabe) Beratungsauftrag für AusstellungsgerIn in der Phase „Erarbeitung Grobkonzept“
  • Erarbeitung des Grobkonzepts für die Ausstellung
    • Fachliche Moderation durch Museumsstiftung
    • Einbindung der LMG und der RathausfürhrerInnen/StadtführerInnen
  • Erarbeitung eines Bewirtschaftungskonzeptes für die Betriebsphase
  • Fördermittelakquise und Spendenwerbung
  • Ausschreibung (Vergabe) Ausstellungsplanung für die ersten Planungsphasen
  • Detailplanung der Ausstellung
  • Umsetzung (Exponate, techn. Medienausstattung sowie mediale Bespielung)
  • Inbetriebnahme

 

Finanzierung

 

Planung und Implementierung der Ausstellung

Für die Finanzierung wird, insbesondere aufgrund der Anforderungen an die digitale Ausstattung, insgesamt ein Volumen von voraussichtlich 200.000 € + Planerkosten benötigt werden. Für die Beauftragung erster Planungsschritte im Jahr 2021 steht ein Betrag von 10.000 € im Investitionshaushalt zur Verfügung. Die Finanzierung für die Fortsetzung der Planung sowie für die Umsetzung sind noch nicht gedeckt. Hierfür sollen im Jahr 2021 vorrangig Fördermittel und Spendengelder eingeworben werden. Zur Finanzierung eines Fördermittel-Eigenanteils sollte im Haushaltsplan 2022 ein Ansatz berücksichtigt werden.

 

Laufender Betrieb

Nach Erstellung des Grobkonzepts können Kostenschätzungen zur Finanzierung des laufenden Betriebs nach Implementierung der Ausstellung abgegeben werden. Da die ersten inhaltlichen Überlegungen von einem Betrieb ohne Aufsichtspersonal ausgehen, handelt es sich dabei v.a. um Kosten der baulichen Unterhaltung, der Wartung und Pflege von Technik und Medien / Störungsmanagement, ggf. Sicherheitsdienst und Reinigung. Hierfür sollte ab dem Haushaltsjahr 2022 f.d. Fachbereich Gebäudewirtschaft ein jährlicher Betrag zur Bewirtschaftung berücksichtigt werden.

 

 

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Beschlussvorschlag:

Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss nimmt Kenntnis.

 

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Finanzielle Auswirkungen:

 

Kosten (in €)

a) für die Erarbeitung der Vorlage: 128,00 €

aa)  Vorbereitende Kosten, z.B. Ausschreibungen, Ortstermine, etc.

b) für die Umsetzung der Maßnahmen:

c)  an Folgekosten: 

d) Haushaltsrechtlich gesichert:

 Ja

 Nein 

 Teilhaushalt / Kostenstelle: 

 Produkt / Kostenträger:

 Haushaltsjahr: 

 

e)  mögliche Einnahmen:

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Anlage/n: