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Betreff: |
Radverkehrsführung am Knoten Am Alten Eisenwerk/Auf der Hude/Lise-Meitner-Straße |
Status: | öffentlich | Vorlage-Art: | Beschlussvorlage |
Verfasser: | Thöring, Michael | Bezüglich: | |
Federführend: | DEZERNAT III |
Beteiligt: | Bereich 72 - Straßen- und Brückenbau, Geodaten |
Bearbeiter/-in: | Moßmann, Markus |
| 03 - Steuerung und Service |
Beratungsfolge: |
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Sachverhalt:Sachverhalt: In seiner Sitzung am 08.11.2012 wurden dem Verkehrsausschuss die Ergebnisse einer Untersuchung der Ingenieurgemeinschaft Schubert zur Verbesserung der Radverkehrsführung am Knotenpunkt Am Alten Eisenwerk/Auf der Hude/Lise-Meitner-Straße im Rahmen der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 143 „ehemalige Keulahütte II“ vorgestellt (s. a. Vorlage VO/4854/12). In dieser wurden fünf Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet, welche die Radverkehrsführung am und im Umfeld des o. g. Knotenpunktes einfacher, schneller und attraktiver gestalten sollen. Dies waren im Einzelnen: - Ausbildung einer zusätzlichen Radfahrerquerung über die Lise-Meitner-Straße, um direkt auf den kombinierten Rad-/Gehweg auf der Nordseite gelangen zu können. Dadurch würde die bisher notwendige zweifache Fahrbahnquerung in Richtung Ilmenau Center und Adendorf entfallen.
- Bau eines Fahrbahnübergangs im Einmündungsbereich Lise-Meitner-Straße/Auf der Hude-Nord, um sich in Richtung Bardowicker Wasserweg als direkter Linksabbieger auf der Straße einordnen zu können und nicht wie bisher bei der Zufahrt Lindemann erst die Fußgängerfurt und anschließend den Gehweg am Bardowicker Wasserweg nutzen zu müssen.
- Ausbau des vorhandenen Trampelpfades am Baumarkt zu einem befestigten Weg.
- Ausbildung einer zusätzlichen Radfahrerfurt in der Knotenzufahrt Am Alten Eisenwerk, um direkt in Richtung Auf der Hude-Süd gelangen zu können.
- Bau eines Fahrbahnübergangs im Bereich Auf der Hude-Süd, um den Radverkehr in Richtung Süden noch vor der Haltestelle „Auf der Hude“ auf die Fahrbahn zu leiten.
Laut damaliger Beschlussfassung wurde die Verwaltung zur Umsetzung der Maßnahmen fünf, eins und drei beauftragt. Die Maßnahme vier sollte nach vorheriger Zählung des Radverkehrs einer weitergehenden Prüfung unterzogen werden. Das Fehlen einer Empfehlung für die unter Nr. 2 dargestellte Maßnahme wurde von der Verwaltung dahingehend interpretiert, auch hier Lösungsvorschläge für Radfahrer mit Ziel Bardowicker Wasserweg zu entwickeln. Bereits in der damaligen Sitzung wurde die von der Ingenieurgemeinschaft Schubert vorgeschlagene Maßnahme kontrovers diskutiert und seitens der Verwaltung als kritisch bewertet. Zu den bisher im Zuge des Umbaus des Knotens realisierten Maßnahmen nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: - Mit dem Bau der zusätzlichen Rechtsabbiegespur in Richtung Ilmenaucenter wurde an der Lichtsignalanlage (LSA) Auf der Hude vor dem Christinenhof eine zusätzliche Aufstelltasche für Radfahrer eingerichtet und ein Sensor montiert, der diese erfassen und in den Umlauf integrieren kann. Gegenüberliegend in der Lise-Meitner-Straße (Seite Firma Lindemann) wurde eine 3 m breite Auffahrt geschaffen, die es Radfahrern ermöglicht, sowohl in Richtung Goseburg als auch nach Adendorf auf den dortigen Beidrichtungsgeh- und –radweg zu gelangen. Die bisherige Benutzungspflicht, um zur Querung über die Straße Am Alten Eisenwerk zu gelangen, wurde aufgehoben.
- Für den Bau eines Fahrbahnübergangs in der Straße Auf der Hude, um sich in Richtung Bardowicker Wasserweg als direkter Linksabbieger auf der Straße einordnen zu können, ist die Verflechtungsstrecke mit 45 m zu kurz. Die Maßnahme wurde im Zuge der jüngsten Bauarbeiten am Knoten daher nicht umgesetzt. Aufgrund des beträchtlichen Unfallrisikos dort aufgrund der Topographie (relativ langsam (bergauf) fahrender Radler mit den umgekehrt relativ zügig linksabbiegenden Kfz vom Alten Eisenwerk in Richtung Ilmenaucenter) kann von der Verwaltung derzeit keine andere Variante vorgeschlagen werden.
- Der in der Verkehrsausschusssitzung vom 08.11.2012 angesprochene Trampelpfad befindet sich auf einer privaten Grünfläche, die unter Ausgleichsaspekten hergestellt wurde und dementsprechend nicht weiter versiegelt werden kann.
- Eine Radverkehrszählung in der morgendlichen und nachmittäglichen Spitzenstunde im August 2013 (nach den Sommerferien) hat mit jeweils nur 6 für die Nutzung dieser Querung infrage kommenden Radfahrern pro Stunde einen überraschend geringen Bedarf ergeben. Die parallel dazu verlaufende Achse Franz-Anker-Straße – Finanzamt, um vom Zeltberg in die Innenstadt zu gelangen, wies dagegen deutlich mehr Radfahrer auf. In Anbetracht des Umstandes, dass eine zusätzliche Furt eine komplett eigene Phase im Signalumlauf bräuchte, die zu Lasten der Leistungsfähigkeit aller anderen Ströme (auch der anderen Radverkehrsströme und der Busbevorrechtigung) gehen würde, kann aufgrund des geringen Querungsbedarfes und der vorhandenen Alternativen (Ilmenauradweg, Franz-Anker-Straße) der Bau einer zusätzlichen Radfahrerfurt über die Straße Am Alten Eisenwerk von der Verwaltung nicht empfohlen werden.
- Der Fahrbahnübergang auf die Straße Auf der Hude-Süd wurde bereits im Frühjahr 2013 realisiert und hat sich seitdem bewährt, zudem damit eine Aufwertung der dortigen Haltestellensituation einherging.
Finanzielle Auswirkungen:
Finanzielle Auswirkungen: Kosten (in €) a) für die Erarbeitung der Vorlage: 50,00 € aa) Vorbereitende Kosten, z.B. Ausschreibungen, Ortstermine, etc. b) für die Umsetzung der Maßnahmen: c) an Folgekosten: d) Haushaltsrechtlich gesichert: nein Teilhaushalt / Kostenstelle: Produkt / Kostenträger: Haushaltsjahr: e) mögliche Einnahmen:
Beschlussvorschlag:
Beschlussvorschlag: Der Verkehrsausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
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