Bürgerinformationssystem
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sachverhalt: Die Hansestadt Lüneburg hat mit Datum 28.09.2012 einen Antrag im Rahmen der ESF- Projektförderung „Innovative berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung“ des niedersächsischen Kultusministeriums gestellt. Gefördert werden Maßnahmen zur besseren Verknüpfung von Theorie und Praxis (u.a. Studien) und zum Aufbau- und Ausbau von regionalen Netzwerken für die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung, insbesondere mit dem Ziel einer besseren Kooperation der Lernorte Schule, Betrieb und überbetriebliche Bildungsstätte. Das Förderprogramm richtet sich ausschließlich an das Konvergenzgebiet/ Ziel 1-Gebiet, zu dem Lüneburg gehört.
In Vorgesprächen mit dem Kultusministerium und der NBank konnte die Projektausrichtung inhaltlich, zeitlich und den Finanzrahmen betreffend abgestimmt werden, so dass Aussicht auf einen positiven Bescheid besteht.
Projektzeitraum : 25 Monate Laufzeit (01.01.2013 bis 31.01.2015)
Projektzielsetzung: die Gelingensbedingungen für einen direkten Übergang von Schülerinnen und Schülern (der Hauptschulzweige) in der Hansestadt Lüneburg von der Schule in den Beruf substanziell zu verbessern, indem Strukturen für eine dialogorientierte Elternzusammenarbeit erprobt und etabliert sowie (persönliche) Voraussetzungen und Anreizsysteme für bessere Schulleistungen geschaffen werden. Das Projekt setzt dort an, wo Maßnahmen anderer Akteure im Feld der Berufsorientierung (Schulen, Jobcenter u.a.) nicht greifen und die Kommune ergänzend in Verantwortung treten kann.
Zielgruppen: Schülerinnen und Schüler mit Hauptschulempfehlungen der 5. bis 10. Klassen der Oberschule Kreideberg, der Hauptschule Stadtmitte und der Integrierten Gesamtschule Kaltenmoor in der Hansestadt Lüneburg sowie deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigten.
Konzept: basiert auf einem Drei-Säulen-Maßnahmen-Model:
Dialogorientierte Elternzusammenarbeit etablieren, um die Unterstützung von JJugendlichen durch ihre Erziehungsberechtigten zu befördern Persönliche Voraussetzungen stärken und Anreize schaffen, um die Motivation zur Leistungserbringung in der Schule zu steigern und persönliche Perspektiven entstehen zu lassen Individuelle Begleitung im Bedarfsfall, wo andere Maßnahmen nicht greifen, um in der Übergangsphase mit gezielter Unterstützung/Coaching zur Seite zu stehen.
Projektumsetzung: Das Projekt wird in Trägerschaft der Hansestadt und in Kooperation mit in den Stadtgebieten etablierten Jugendhilfe bzw. Bildungsträgern durchgeführt. Leitung und Koordination obliegen der Hansestadt und werden in Kooperation mit dem Bildungs- und Integrationsbüro von Stadt und Landkreis umgesetzt. Drei ausgebildete (Sozial-)PädagogInnen übernehmen die Bildungs- und Elternzusammenarbeit in den drei Stadtteilen mit den drei Schulen.
Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Stadtteil- und Gemeinweisenorientierung. Ausgangspunkte für die Arbeit mit Eltern und Jugendlichen bilden die Stadtteilhäuser bzw. Jugendtreffs in den jeweiligen Stadtgebieten. Eltern, wie ihre Kinder, sollen in ihrem Lebenswelten angesprochen werden (Kultur- und/oder Sportvereine u.a.) und im Sinne eines inklusiven Gemeinwesen aktiver an Angeboten und Entscheidungen im Stadtgebiet einbezogen werden, um das Selbstbewusstsein und den Identifizierungsgrad zu erhöhen. Die Stadtteilhäuser bieten sowohl räumliche Ressourcen als auch viele Kontakte und Anknüpfungspunkte an bestehende Strukturen der Zusammenarbeit, z.B. mit Jugend-/ Elterncafés, Jugendhilfe, Bürgerplattformen u.a.. Weiterhin von zentraler Bedeutung ist die Kooperation mit der lokalen Wirtschaft (IHK und Handwerkskammer) sowie den Ausbildungsbetrieben in städtischer Hand. Die Kooperation ermöglicht eine stärkere Orientierung von schulischen- und Projektmaßnahmen an Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Lüneburg und eröffnet die Chance strukturelle Anreize zu schaffen. Das Projekt wird zudem durch das Institut für Nachhaltigkeit an der Leuphana Universität Lüneburg wissenschaftlich begleitet und bei der Erarbeitung von Evaluationsmaterialien unterstützt.
Beteiligte und Kooperationen: Hauptschule Stadtmitte, Oberschule Lüneburg, IGS Kaltenmoor Stadtteilhäuser Handwerkskammer und Handelskammer Bildungs- und Integrationsbüro VHS Jugendhilfeträger, AWO und Diakonie als Träger von Migrationserstberatung, des Jugendmigrationsdienstes und als Kontaktadresse für KulturmittlerInnen und DolmetscherInnen. Leuphana Universität
Finanzierung: Die Förderung erfolgt durch die NBank Hannover im Auftrag des Nds. Kultusministeriums aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Sie wird als Zuschuss i.H.v. max. 75% der Gesamtausgaben gewährt. Geplantes Gesamtvolumen des Projekts für die Laufzeit von 25 Monaten beträgt ca. 452.000,- €. Die Eigenmittel im Umfang von 25 % (113.000,- €) stehen aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets für die Schulsozialarbeit zur Verfügung und werden entsprechend dem Konzept die Kindern und Jugendlichen erreichen.
Finanzielle Auswirkungen:
Kosten (in €) a) für die Erarbeitung der Vorlage: 100,- € aa) Vorbereitende Kosten, z.B. Ausschreibungen, Ortstermine, etc. b) für die Umsetzung der Maßnahmen:
4458000/50150/3517010 2013 196.000,- € c) an Folgekosten: 2014 232.000,- € 2015 24.000,- € d) Haushaltsrechtlich gesichert: Ja durch Weiterleitung von Mitteln aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für Schulsozialarbeit Nein Teilhaushalt / Kostenstelle: 50150 Produkt / Kostenträger: 351701/35170104 Haushaltsjahr: 2013/2014/2015
e) mögliche Einnahmen:
3141000/50150/35170104
2013 147.000,- € 2014 174.000,- € 2015 18.000,- €
Beschlussvorschlag:
Der Jugendhilfeausschuss nimmt die Ausführungen zum Projektantrag „Persönlich stark – stark in den Beruf. Grundlagen schaffen. Übergänge gestalten.“ zustimmend zur Kenntnis.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |