Bürgerinformationssystem
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Sachverhalt: Bei
der Zufahrtsstraße zum Gut Wienebüttel (ab Kreisstraße) handelt es sich um
einen sogenannten „Wohnplatz“ mit der Bezeichnung "Gut
Wienebüttel". „Wohnplätze“ sind nicht unüblich, es existieren
in Lüneburg mehrere (z.B. Goseburg und Neu-Häcklingen). Die Anwohner haben die
Adresse Gut Wienebüttel mit entsprechender Hausnummer. Eine offizielle
Benennung mit Ratsbeschluss ist bisher nicht erfolgt. Das
Stadtarchiv hat dazu folgende Informationen gegeben: Eine offizielle Bewidmung der Zufahrtsstraße zum Gut
Wienebüttel ist den Unterlagen nicht zu entnehmen. Die Bezeichnung ist
"volkstümlich" und sicher schon lange gebräuchlich. Angesichts der historischen Bedeutung des Gutes wäre
eine Erinnerung daran durch eine offizielle Straßenbenennung sicher angemessen.
Wienebüttel ist als Kammergut seit mindestens 1318 im Besitz der Herzöge von
Braunschweig und Lüneburg nachweisbar. Sie verkauften es 1386 an den Lüneburger
Bürgermeister Albert Hoyke, der es seinerseits 1397 an das Kloster St.
Michaelis verkauft hat. Nachdem Herzog Ernst der Bekenner das Gut im Verlauf
der Reformation eingezogen und weiterverpfändet hatte, kaufte das Kloster
seinen Meierhof im Jahre 1549 zurück. Wie zu vielen anderen Klostergütern
gehörte auch zu Wienebüttel schon im 16. Jahrhundert ein Krug, d.h. eine
Gastwirtschaft, die verpachtet war. Unter
der Adresse „Gut Wienebüttel“ (Hausnummern 1 – 9) sind zum
Stichtag 02.10.08 137 Personen gemeldet und es befinden
sich dort das Kulturforum, ein Seniorenzentrum sowie das Zentrum für
Gesundheit, Pflege und Therapie. Eine Veränderung der bisherigen Bezeichnung durch
Zusätze wie z.B. „Am Gut Wienebüttel“ sollte daher nicht
vorgenommen werden, um den Anwohnerinnen und Anwohnern eine Adressänderung zu
ersparen. Die
Verwaltung schlägt vor, die offizielle Benennung der Straße in „Gut
Wienebüttel“ jetzt nachzuholen. Da
sich für die Anwohner keine Belastungen oder Veränderungen ergeben, ist eine Anhörung
in diesem Fall nicht notwendig. Finanzielle
Auswirkungen: Kosten (in €) a) für die Erarbeitung der Vorlage: 20
€ aa) Vorbereitende Kosten, z.B.
Ausschreibungen, Ortstermine, etc. b) für die Umsetzung der Maßnahmen: c) an Folgekosten: d) Haushaltsrechtlich gesichert: Ja Nein Haushaltsstelle: Haushaltsjahr: e) mögliche Einnahmen: Anlagen: Lageplan
Beschlussvorschlag: Die
im anliegenden Lageplan farbig markierte Straße wird „Gut
Wienebüttel“ benannt. |
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