Bürgerinformationssystem
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Sachverhalt: Die Hauptschule Kaltenmoor und die Kopernikusschule
im Schulzentrum Kaltenmoor sollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt als
Ganztagsschulen nach § 23 Abs. 1 NSchG geführt werden. Die Verwaltung
beabsichtigt eine Antragstellung durch den Schulträger nach § 23 Abs. 4 NSchG.
Im Hinblick auf diese bisher nicht übliche Verfahrensweise – in der
Vergangenheit wurden stets die Anträge aus den Schulen heraus gestellt, der
Schulträger schloss sich ihnen an und unterstützte sie – bedarf dieses Vorgehen
näherer Erläuterung. Ganztagsschulen werden nach den Vorgaben des Erlasses
„Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagsschule“ (RdErl. D. MK v. 16.03.2004)
geführt. Für das Schulzentrum Kaltenmoor im weiteren Sinne wurde bereits am
24.09.2002 vom Verwaltungsausschuss die Entscheidung getroffen, u.a. ein Ganztagszentrum
Kaltenmoor einzurichten, um dieses von Elternseite stark nachgefragte Konzept
in Schulen aller Schulformen in enger Kooperation anbieten zu können. Die benachbarte Anne-Frank-Schule wurde zum
01.08.2003 zur Ganztagsschule umgewandelt. Basis der Genehmigung war der Antrag
des Schulträgers vom 29.08.2002 auf Einrichtung eines Ganztagszentrums in
Kaltenmoor, beginnend mit der Grundschule Anne-Frank-Schule zum 01.08.2003. Als
weitere Schulen sollten zum damaligen Zeitpunkt schrittweise zunächst die
damalige Orientierungsstufe Kaltenmoor, dann die Hauptschule und die
Kopernikusschule folgen. Mittelfristig sollte zudem das Johanneum in das
„Ganztagszentrum“ einbezogen werden. Das Kultusministerium genehmigte mit Bescheid vom
10.02.2003 die Einrichtung des Ganztagsangebotes an der Anne-Frank-Schule als
erste Schule eines Ganztagszentrums Lüneburg/Kaltenmoor. Schließlich
beantragte als erste weitere Schule dieses damals geplanten Zentrums das
Johanneum die Umwandlung zur Ganztagsschule. Dies wurde zum 01.08.2006
genehmigt. Auch Hauptschule Kaltenmoor und Kopernikus-Realschule Kaltenmoor
unternahmen erste Anläufe zur Erarbeitung pädagogischer Konzepte. Eine
Antragstellung blieb bisher jedoch trotz nachdrücklicher Erinnerungen seitens
des Schulträgers bisher aus. Die Schulen verweisen auf die derzeitige Praxis
des Landes, Ganztagsschulen nicht mehr wie früher auch im erforderlichen Umfang
mit zusätzlichen Lehrerstunden zu versorgen. Auch belasteten die andauernden
Bauarbeiten den Unterrichtsbetrieb bereits jetzt in besonderer Weise. Am Schulzentrum Kaltenmoor wurde bekanntlich eine
umfangreiche Schadstoffsanierung über den Zeitraum mehrerer Jahre notwendig.
Dies kann die Arbeit an der Entwicklung des Ganztagskonzeptes
verständlicherweise verzögern. Die Sanierungsarbeiten werden zwar noch bis
voraussichtlich 2009 laufen, jedoch ist bei den noch ausstehenden
Sanierungsarbeiten die spätere Nutzung schon jetzt in die Planungen
einzubeziehen, was eine Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt nahe legt.. Neben diesem Ganztagszentrum wurde seinerzeit auch
die Einrichtung eines Ganztagszentrums Lüneburg / Kreideberg geplant und
beantragt. Auch hier erfolgte die Genehmigung – beginnend mit der
Christianischule. Zwischenzeitlich wurde auch an der Hauptschule Kreideberg ein
Ganztagsangebot eingerichtet. Seit Beginn der Bildungsoffensive zur Einführung
weiterer Ganztagsangebote 2002 hat sich einiges hinsichtlich der
Rahmenbedingungen verändert: Zusätzliche pädagogische Kräfte werden für
Ganztagsschulen in der Tat nicht mehr bereitgestellt. Die Schule muss das
Angebot mit eigenen Ressourcen bzw. durch Kooperationen mit Vereinen, Verbänden
oder Ehrenamtlichen sicherstellen. Zur Umsetzung des Ganztagsangebotes waren neben dem
pädagogischen Konzept auch bauliche Veränderungen / Erweiterungen mindestens
zur Sicherstellung der Mittagsverpflegung erforderlich. Neben dem
Ganztagserlass zur inhaltlichen Ausgestaltung der Ganztagsschulen wurden mit
dem Förderprogramm „Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung“
Bundesmittel zum Ausbau von Ganztagsschulen bereitgestellt. Dieses Programm
befindet sich jetzt im letzten Bewilligungsjahr und die bereitgestellten Mittel
sind weit überzeichnet, so dass mit Zuschüssen zum Ausbau leider nicht weiter
gerechnet werden kann. Die Ganztagsschulen Anne-Frank, Christianischule und
die bereits seit 1996 bestehende Ganztagsschule HS Stadtmitte wurden gefördert,
auch für die HS Kreideberg wird noch mit Zuschüssen gerechnet, schon für das
Johanneum werden voraussichtlich keine Mittel mehr fließen. Die Einführung der Ganztagsschule kann seither nicht
mehr von umfangreichen baulichen Erweiterungen und zusätzlichen pädagogischen
Kräften abhängig gemacht werden, sondern muss mit den vorhandenen Ressourcen
bzw. insbesondere durch Kooperationen mit außerschulischen Trägern (Vereinen
usw.) umgesetzt werden. Zur Gewährleistung einer Mittagsverpflegung wird der
Schulträger gemeinsam mit den beiden Schulen Überlegungen anstellen, die jedoch
noch stark von der genauen inhaltlichen Konzeption des künftigen
Nachmittagsbetriebes abhängen. Finanzielle
Auswirkungen: Kosten (in €) a) für
die Erarbeitung der Vorlage: 15,-
€ aa) Vorbereitende Kosten, z.B.
Ausschreibungen, Ortstermine, etc. b) für
die Umsetzung der Maßnahmen: c) an Folgekosten: d) Haushaltsrechtlich
gesichert: Ja Nein Haushaltsstelle:
Haushaltsjahr: e) mögliche
Einnahmen: Anlagen: Beschlussvorschlag: Zur Sicherstellung eines umfassenden ganztäglichen
Schulangebotes an allen Schulen des Stadtteils Kaltenmoor wird die Verwaltung
beauftragt, einen Antrag auf Einrichtung eines Ganztagsangebotes an der
Hauptschule Kaltenmoor und an der Kopernikusschule beim Kultusministerium zu
stellen. Die Schulen werden aufgefordert, pädagogische Konzepte zum Ganztagsangebot
zu entwickeln. Die Landesschulbehörde soll um besondere Begleitung der
Entwicklung gebeten werden. |
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