Bürgerinformationssystem
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Sachverhalt: Die Teilnahme am europäischen Verfahren BYPAD zur Ermittlung
der Qualität der Radverkehrspolitik, die massive Aufstockung der
Fahrradabstellkapazitäten am Bahnhof sowie die gestiegenen Investitionen in
Radwegeunterhaltungs- und –neubaumaßnahmen zeigen, dass der Stellenwert des Radverkehrs
als integrierter Bestandteil der Verkehrspolitik der Stadt in den letzten
Jahren spürbar zugenommen hat. Trotz dieser Bemühungen gibt es, wie die Stärken- und
Schwächen Analyse im Rahmen des BYPAD-Verfahrens gezeigt hat, noch weitere
Ansätze, sei es in der Verbesserung der Infrastruktur, der Kommunikation und
der Information für eine nachhaltige Steigerung des Radverkehrsanteils am
Gesamtverkehrsaufkommen. Hauptkritikpunkt war jedoch das Fehlen eines
Radverkehrskonzeptes, welches die Ansätze und Prioritäten der
Radverkehrspolitik in Lüneburg aufzeigen soll. Nur mit solch einem
verbindlichen Handlungsrahmen, lassen sich zukünftig Fördermittel des Landes
für den Ausbau von Radrouten auch abseits der Hauptverkehrsstraßen einwerben.
Dieser Anforderung ist die Verwaltung mit der Erstellung des vorliegenden Radverkehrskonzeptes
Lüneburg 2015, mit maßgeblicher Unterstützung von Frau Alexandra Noak im Rahmen
eines Praktikums, nachgekommen. Dabei wurde auf Grundlage des bestehenden Straßen- und
Radwegenetzes und vorhandener Quelle-Ziel-Beziehungen im ersten Schritt ein
Alltagsroutennetz entwickelt, auf dem die Radfahrer möglichst komfortabel,
direkt, umwegarm und wo machbar auch abseits der Hauptverkehrsstraßen zu den
wichtigsten Zielen innerhalb Lüneburgs geführt werden. Daraus wurde ein
Grundgerüst von Hauptrouten abgeleitet, auf denen ein Großteil des Radverkehrs
abgewickelt wird. Ziel ist es, die auf diesen Routen gem. Radwegekataster
vorhandenen und durch erneute Befahrungen zusätzlich aufgenommenen Mängel im
Rahmen der jährlichen Bauprioritätenlisten bis 2015 abzuarbeiten. Die im
Konzept angeführten Anlagen 1-3, welche die Entwicklung der Routen darstellen,
werden wegen der besseren Übersichtlichkeit anhand von großen Plänen in der
Sitzung präsentiert. Darüber hinaus sind im Rahmen des systhemischen Ansatzes auch Aussagen zu Bausteinen, die für eine nachhaltige Radverkehrspolitik unerlässlich sind, getroffen worden. Dazu gehören z.B. die Öffnung von weiteren Einbahnstraßen, die Erhöhung der Durchlässigkeit des Innenstadtbereiches für den Radverkehr, die Optimierung von Ampelschaltungen sowie die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit/ Kommunikation. Zielvorstellung ist es, mit Umsetzung dieses Konzeptes den
zuletzt 2002 durch Zählungen und Befragungen ermittelten Radverkehrsanteil am
Gesamtverkehrsaufkommen von 18% auf 25% im Jahre 2015 zu steigern. Finanzielle
Auswirkungen: Kosten (in €) a) für
die Erarbeitung der Vorlage: 35,- aa) Vorbereitende Kosten, z.B.
Ausschreibungen, Ortstermine, etc. b) für
die Umsetzung der Maßnahmen: im Rahmen des jeweiligen budgets c) an Folgekosten: d) Haushaltsrechtlich
gesichert: Ja,
im Rahmen der Haushaltstellen Radwegeunterhaltungs- und -neubaumaßnahmen e) mögliche
Einnahmen: Anlagen: Radverkehrskonzept
Lüneburg 2015
Beschlussvorschlag: Der Verkehrsausschuss beschließt das
vorliegende Radverkehrskonzept als Handlungsrahmen für die nächsten Jahre und
beauftragt die Verwaltung zur Umsetzung der darin aufgeführten Maßnahmen zu
einer nachhaltigen Stärkung des Radverkehrs. |
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