Bürgerinformationssystem
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sachverhalt: Die Verwaltung nimmt zu den im Antrag der Fraktion Bündnis
90/ die Grünen vom 23.02.06 aufgeführten Punkten zur Verbesserung der Qualität
des ÖPNV wie folgt Stellung: ·
Verbesserung
des Qualitätsmanagements Mit Beitritt zum Hamburger Verkehrsverbund am 11.12.2004 hat sich die KVG zur Einhaltung der im Kooperationsvertrag zwischen dem HVV und den Verbundunternehmen vereinbarten Qualitätsstandards verpflichtet. Dazu gehören u.a. das kundenfreundliche Mitarbeiterverhalten, mit genauen Angaben zu Schulungstätigkeiten und –inhalten sowie Vorgaben zum Umgang mit Beschwerden. Bezüglich der Qualitätssteuerung wird im HVV zurzeit ein Verfahren für das „Altgebiet“ entwickelt, dem sich die Stadt Lüneburg bei Eignung anschließen möchte. ·
Längere
Fahrzeiten am Abend Von den 10 repräsentativ
ausgewählten Geschäften Buchhandlung am Markt, Karstadt, Fielmann, Mummert,
H&M, Rossmann, Tchibo, Douglas, Hedemann und P&C hat während der Woche
keines länger als bis 19:00 Uhr geöffnet. Vor diesem Hintergrund wird eine
Verlängerung der Betriebszeiten der Busse (letzte Abfahrten ab Sande gegen
20:00 Uhr) für nicht erforderlich gehalten, zumal es für spezielle Nachfragen
bereits auch Angebote gibt (wie z.B. der Unibus 20:07 Uhr ab Scharnhorststraße
zum ZOB mit Anschluss an den metronom). ·
Samtagsnachmittagtakt
wie Mo.- Fr., späterer letzter Bus Zum Winterfahrplan 2000 wurden die
60 Min.- Takte an Samstag Nachmittagen auf den nachfragestärksten Linien 3, 11,
12 und 14 bereits auf 30 Min.-Takte umgestellt. Eine Verdichtung auf die
werktägliche Taktfrequenz (100 Fahrzeugumläufe zusätzlich !) oder gar eine
Verlängerung der Betriebszeiten über 19.30 Uhr hinaus, wird aufgrund der nicht
spürbar erkennbaren Veränderung des Einkaufsverhaltens und der nahezu
unverändert gebliebenen Ladungsöffnungszeiten (von den 10 aufgeführten Geschäften
schließen drei um 16:00 Uhr, der Rest um 18:00 Uhr) aus wirtschaftlichen
Gründen für nicht erforderlich erachtet. ·
Abendverkehr
an ausgesuchten Abenden Von den genannten Veranstaltungen
kämen aufgrund der potenziellen Nachfrage hierfür lediglich das Stadtfest und
die Silvesternacht infrage. Für das Stadtfest sind in der Vergangenheit von der
Stadt und der Marketing GmbH fünf Abfahrten im Stundentakt auf allen Linien und
in alle Richtungen bei der KVG bestellt worden. Im Jahre 2000 ging die Verantwortung
alleinig auf die Stadtmarketing GmbH über. Diese musste aufgrund geringerer
finanzieller Mittel bei gleichzeitiger Kostensteigerung auf 4 200,00 € den
Service reduzieren. Vorstellbar ist, sich für solche Veranstaltungen evtl. auf
ein Kernnetz von drei oder vier Hauptlinien zu beschränken. Hierzu wird derzeit
von der Marketing, der Stadt und der KVG ein Konzept entwickelt. ·
Freie
Schulbusbenutzung für alle Lüneburger Schüler Der eigentliche Adressat dieser
Anfrage ist der Landkreis Lüneburg als zuständiger Träger der
Schülerbeförderung. Zum Sachverhalt sei gesagt, dass nur Schüler allgemeinbildender
Schulen bis zur 10. Klasse und deren Wohnort weiter als 3 km (5.+6. Klasse)
bzw. 4 km (7.-10. Klasse) von der Schule entfernt ist, einen Anspruch auf kostenlose
Schülerzeitkarten haben. Während vor dem HVV-Beitritt diese nur für bestimmte
Relationen und für festgelegte Zeiträume ausgestellt waren (ohne Ferien),
können heute Schülerzeitkartenberechtigte diese das ganze Jahr und für die
ausgestellten Tarifzonen nutzen. Aber auch für die
Nichtanspruchsberechtigten hat sich die Situation mit HVV-Beitritt maßgeblich
verbessert, da sich die Preise für die Schülerzeitkarten im freien Verkauf
maßgeblich reduziert haben (z. B. von 38,75 € auf 24,30 € im Abo) und zudem
noch das Angebot einer günstigeren Nebenkarte für Geschwisterkinder eingeführt
wurde. ·
Fahrradmitnahme
in allen Bussen Seit dem Beitritt zum HVV finden
auch die Tarifbestimmungen des HVV im Stadtbusverkehr ihre Anwendung, welche
die kostenlose Fahrradmitnahme in allen Bussen mo.-fr. vor 6 Uhr, von 9 – 16
Uhr und ab 18 Uhr sowie samstags und sonntags ganztägig unter Beachtung des
Vorranges von Rollstuhlfahrern und Fahrgästen mit Kinderwägen ermöglicht. ·
Umstellung
der Stadtbusse auf Gas oder Biodiesel Von den 47 im Stadtverkehr
eingesetzten Bussen sind bereits 15 mit Erdgasantrieb ausgestattet. Eine
weitere Aufstockung dieser Anzahl ist aufgrund der wesentlich höheren
Investitions- und Unterhaltungskosten der Erdgasfahrzeuge (ca. + 20%) nicht
beabsichtigt, zumal bereits heute dieselbetriebene EURO III Motoren in
Kombination mit schwefelfreiem Kraftstoff und Maßnahmen zur Abgasnachbehandlung
die Partikelgrenzwerte des derzeit anspruchsvollsten europäischen Abgasstandards
EEV erreichen können. Hinsichtlich der Stickoxidemissionen wird der momentane
Vorteil von Ergasfahrzeugen mit Einführung der EURO V Norm (2008) ebenfalls
nivelliert sein. Um den Effekt einer 95%tigen Reduzierung der
Partikelemissionen möglichst umgehend realisieren zu können, ist im
Kooperationsvertrag mit der KVG die Nachrüstung aller 13 Busse mit EURO III
Motoren mit Abgasnachbehandlungssystemen verankert. ·
Mitfinanzierung
einer Mobilitätszentrale Sämtliche Ansätze der Einrichtung
einer Mobilitätszentrale sind bisher an dem nicht vorhandenen Interesse
potentieller Kooperationspartner gescheitert. Vor dem Hintergrund, dass solch
personal- und zeitintensive Beratungsleistungen aus Kostengründen immer mehr
auf das Internet verlagert werden, ist auch nicht damit zu rechnen, dass sich
dies ändern wird. Eine Erweiterung des Angebotes des jetzigen Kundenbüros Am
Sande würde somit personell allein zu Lasten der KVG gehen, abgesehen von der
Notwendigkeit, die jetzige Servicestelle auch räumlich ausdehnen zu müssen. ·
Bargeldloser
Zahlungsverkehr Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist
schon seit langem in allen Bussen des Stadtverkehrs möglich. Leider ist die
Inanspruchnahme sehr gering. Im Rahmen einer Zwischenbilanz nach
einem Jahr HVV hat die Stadt Lüneburg mit Schreiben vom 07.02.2006 die
Geschäftsführung der HVV GmbH gebeten, wegen der guten Erfahrungen mit
Fahrsmart die Einführung des Electronic Ticketing zu forcieren und in Lüneburg
mit einem Pilotprojekt zu beginnen. ·
Zusätzliche
Taktverdichtungen Aktuell ist zum Jahresfahrplan 2007
die Ausweitung des Angebotes an Sonn- und Feiertagen geplant. Darüber hinaus
bestehen laut Nahverkehrsplan keine weiteren Bedarfe nach Taktverdichtungen
oder zusätzlichen Angeboten. Einzelne Anpassungen werden im Zuge der
Fahrplangespräche zwischen KVG und Stadt vorgenommen. Finanzielle
Auswirkungen: Kosten (in €) a) für
die Erarbeitung der Vorlage: 35,- aa) Vorbereitende Kosten, z.B. Ausschreibungen,
Ortstermine, etc. b) für
die Umsetzung der Maßnahmen: keine c) an Folgekosten: d) Haushaltsrechtlich gesichert: Ja Nein Haushaltsstelle:
Haushaltsjahr: e) mögliche
Einnahmen: Anlagen: Antrag
Bündnis 90 / die Grünen vom 23. 2. 2006
Beschlussvorschlag: Der
Verkehrsausschuss nimmt die Anregungen der Fraktion Bündnis 90/ die Grünen zur
Qualitätsverbesserung des Stadtbusverkehrs zur Kenntnis. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |