Bürgerinformationssystem
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sachverhalt: Seit
1998 erfolgt im Bereich Kreideberg/Ochtmissen und Zeltberg
stadtteilorientiertes Arbeiten unter dem Arbeitstitel „Modellprojekt
Kreideberg“. In
Sitzungen des JHA vom 23.03.01, 20.02.02 und
21.10.02 wurde die Bezuschussung einer Diakon-Stelle der ev. luth.
Paulusgemeinde beschlossen, sowie die inhaltliche Darstellung der Arbeit des
Trägerverbundes zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, diese
stadtteilorientierte Arbeit weiterhin
zu unterstützen. Darüber hinaus sollte der Ausbau des sozialen Netzes am
Zeltberg forciert werden. Aus
den im Haushaltsplan ausgewiesenen Gesamtansätzen für Stadtteilarbeit sind
seitdem jährlich gleichbleibende Mittel in Höhe von 7.500 € als Zuschuss für
die ev.-luth. Pauluskirchengemeinde, sowie 10.300 € für das
stadtteilorientierte Angebot für Mädchen und Jungen verschiedenen Alters, sowie
für Familien und Alleinerziehende vorgesehen worden. Die Mittel an die
ev.-luth. Paulusgemeinde sind für die Dauer von 3 Jahren beschlossen worden und
sehen für 2005 noch einen Zuschuss in Höhe von 2.500 € vor. Für das
Anschlussprojekt, das „Sandwich-Projekt“ (s.u.) werden jedoch auch jährlich
7.500 € benötigt. Aus
den Gesamtmitteln von somit 17.800 € jährlich erfolgt in enger Absprache der
Träger vor Ort ("Trägertreff") unter Federführung des Fachbereiches
Jugend und Soziales, Regionalbereich Nord, eine bedarfsgerechte
stadtteilorientierte Arbeit, die sich der Entwicklung in den Stadtteilen
anpasst, Ressourcen einbindet und
aktive Vernetzung fördert. Der Trägerverbund aus Ev.-luth. Paulusgemeinde,
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE) und Stadt Lüneburg stellt die
tragende Struktur dar. Daneben verbindet die Stadtteilrunde
Kreideberg/Ochtmissen zusätzlich mit weiteren vor Ort ansässigen Einrichtungen,
wie Schulen, Kindergärten, Vereinen, Initiativen, sowie mit Bürgerinnen und
Bürgern vor Ort. Weitergehende Informationen werden mit einer
Folien-Präsentation im JHA gegeben und finden sich in dem beigefügten
Übersichtsblatt. Im
"Trägertreff" erfolgt die konzeptionelle Weiterentwicklung und die
Zuordnung der daran geknüpften Aufgaben und deren Verantwortung. So
übernimmt der VSE z.Zt. wegen seiner Erfahrungen aus der Jugendhilfe
Schwerpunkt mäßig:
Bei
der Ev.-luth. Paulusgemeinde sind neben den kirchlichen Aufgaben vornehmlich
angesiedelt:
Der
Fachbereich Jugend und Soziales, Regionalbereich Nord, ist vor Ort präsent
durch:
Besondere
und innovative Vernetzungskonzepte stehen hinter den Titeln „SchülerInnen
helfen SchülerInnen“ und „Sandwich-Projekt“. Das
Projekt SchülerInnen helfen SchülerInnen beinhaltet, dass SchülerInnen und Schüler des 8. Schuljahrgangs
der Christianischule/Ganztagsschule im Rahmen einer AG zu Jugendgruppenleitern
und -leiterinnen qualifiziert werden und parallel zu dieser Ausbildungsphase
für Mädchen und Jungen der Grundschule Am Kreideberg Betreuung und Begleitung
bei den Hausaufgaben übernehmen. Die Ausbildung führen Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen aller im Trägertreff vertretenen Organisationen und der
beteiligten Schulen, sowie die Mädchenreferentin des Nds. Förderprogramms
„Lebensweltbezogene Mädchenarbeit“ durch. Das Projekt läuft im ersten Jahr und
zwar einmal wöchentlich von 14 - 16 Uhr. Es ist auf großen Zuspruch aller
Beteiligten gestoßen und wird vorrangig von Drittklässlern besucht. Zur Zeit
erfolgen eine Auswertung, die konzeptionelle Weiterentwicklung und die
Vorbereitung einer neuen Ausbildung. Es ist angestrebt, die ausgebildeten
SchülerInnen im nächsten Schuljahr wieder mit einzubinden. Das Sandwich-Projekt
der Ev.-luth. Paulusgemeinde versteht sich als Anschlussprojekt an das
bisherige E.L.F.-Projekt (Essen,
Lernen, Freizeit) und berücksichtigt den personellen Wechsel innerhalb der
Kirchengemeinde von Herrn Ohrdes, der jetzt als Diakon mit anderen Aufgaben als
dem E.L.F.-Projekt betraut ist, sowie die Veränderungen in den Schulen des
Stadtteils, nämlich Einführung des Ganztagsschulprinzips mit schulinterner
Mittagsverpflegung. Das Sandwich-Projekt soll inhaltlich zwischen Schule und
Freizeit, zwischen Hausaufgaben und Familie, zwischen Essen und Freizeit,
zwischen Kindsein und Jugendlichsein angesiedelt sein und beruht auf einer
tragfähigen Kooperation zwischen Schule, Jugendpflege, Jugendhilfe und
Paulusgemeinde (konzeptionelle Details siehe Anlage). Es richtet sich an
Mädchen und Jungen im Alter von ca. 10 - 13/14 Jahren und wird zweimal
wöchentlich von 13 - 17 Uhr angeboten in Abstimmung mit SchülerInnen helfen
SchülerInnen, sowie in enger Kooperation mit dem Jugendtreff der Stadt Lüneburg
in den angrenzenden Räumlichkeiten.
Diese konnten unter Beteiligung von Jugendlichen neu gestaltet werden und sind
nun gut geeignet für die Fortführung des Jugendtreffs und die Initiierung des
betreuten Schülercafés mit dem Ziel, im Kellerbereich des Gemeindezentrums
einen zentralen Ort für Mädchen und Jungen verschiedener Alters- und
Interessengruppen auszubauen. Der
Bekanntheitsgrad des Kirchenzentrums und die dortige Vernetzung des Angebots
mit den Schulen, den Trägern im Stadtteil und speziell des Jugendtreffs in den
gleichen Räumen übernimmt federführend die ev. luth. Paulusgemeinde. Dabei ist
vorgesehen, ehrenamtliche Kräfte mit einzubinden und Fördergelder einzuwerben. Dennoch ist eine verlässliche Besetzung mit einer festen
Fachkraft unabdingbar. Hierfür benötigt die Ev.-luth. Paulusgemeinde auch für
die kommenden Jahre einen Personalkostenzuschuss in Höhe von jährlich 7.500 €
und orientiert sich in dieser Hinsicht an bisherigen Erfahrungen und den zur
Verfügung gestellten Mitteln für das E.L.F.-Projekt (siehe beigefügter Antrag). Mit
den Projekten „SchülerInnen helfen SchülerInnen“ und „Sandwich“ findet eine
Erweiterung bzw. Anpassung des vor Ort entstandenen tragfähigen sozialen
Netzwerkes statt. Die Angebote der einzelnen Träger und Einrichtungen, die
Schulen eingeschlossen, in den Stadtteilen orientieren sich verstärkt an den
tatsächlichen Bedarfen der Mädchen und Jungen, der Familien, der Menschen in
ihrem sozialen Nahraum. Abgedeckt werden Nachfragen nach Einzelberatung,
sozialen Kontakten z.B. beim Elternfrühstück, in Treffs im Gemeindezentrum wie
im Jugendtreff, Gruppenangebote für Mädchen und Jungen,
Ferienbetreuungsangebote, Nachmittagsbetreuung, Hausaufgabenbetreuung, sowie
niedrig schwellige Hilfe und Nachbarschaftshilfe neben Einzelfallhilfen nach
dem SGB VIII. Finanzielle
Auswirkungen: Kosten (in €) a) für
die Erarbeitung der Vorlage: 100 € aa) Vorbereitende Kosten, z.B. Ausschreibungen,
Ortstermine, etc. b) für
die Umsetzung der Maßnahmen: c) an Folgekosten: jährlich 17.800 € d) Haushaltsrechtlich gesichert: Ja X Nein Haushaltsstelle: 45300.76290 Haushaltsjahr: 2005 ff. e) mögliche
Einnahmen: f) Genderaspekte berücksichtigt: Ja Anlagen: Personalkostenzuschussantrag
der Ev.-luth. Paulusgemeinde vom 25.04.05 "Sandwich-Projekt": Konzeptionelle
Grundlagen Übersichtsblatt zur Stadtteilorientierung
Kreideberg/Ochtmissen
Beschlussvorschlag: Der
Jugendhilfeausschuss nimmt die Ausführungen zum Gesamtkonzept
stadtteilorientierten Arbeitens im Bereich Kreideberg/Ochtmissen wohlwollend
zur Kenntnis und beschließt hierfür wie im bisherigen Umfang jährlich Mittel in
Höhe von 17.800 € bereit zu stellen, und zwar hiervon 7.500 € jährlich als
zweckgebundenen Personalkostenzuschuss an die Ev.-luth. Paulusgemeinde
Kreideberg. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |