Bürgerinformationssystem
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sachverhalt: Im Rahmen der Schulstrukturreform musste auch für die
Wilhelm-Raabe-Schule eine Außenstelle gebildet werden. Die angespannte
Raumsituation an der Schule wurde durch die hinzukommenden Jahrgänge der
Klassen 5 und 6 noch weiter verschärft. Die Schule entschied sich dafür, zum Schuljahresbeginn die
Klassen des 10. und 11. Jahrgangs (insgesamt 182 Schüler in 7 Klassen) in die
Außenstelle Schulgebäude Stadtmitte auszulagern. Durch die Erhöhung der Klassenfrequenzen und dass weitere
Räume im alten Johanneum aufgrund des Raumbedarfes der Hauptschule Stadtmitte
nicht zur Verfügung gestellt werden können, bleibt die Raumsituation im
Hauptgebäude der Wilhelm-Raabe-Schule weiterhin schwierig. In Schreiben vom 04.03., bzw. 07.03.05 machen die Lehrkräfte
bzw. der Vorstand des Schulelternrates der Schule insbesondere auf die
problematische Raumsituation und verschiedene bauliche Mängel aufmerksam. Herr Oberbürgermeister Mädge hat dazu in seiner Antwort am
15.03.05 - die den Fraktionen zugegangen ist - umfassend Stellung genommen. Er informierte die Vertreter der Schule, dass das
Mittelfristige Investitionsprogramm für Schulen 2005 – 2009 ein Netto-Volumen
von rd. 5 Mio. € haben wird. Inzwischen hat der Schulausschuss und der Bauausschuss in
einer gemeinsamen Sitzung am 19.04.05 rund 1,3 Mio. € (also rund ein Fünftel
aller für städt. Schulen eingeplanten Gelder) allein für bauliche Maßnahmen an
der Wilhelm-Raabe-Schule bewilligt. Damit können die notwendigen Sanierungs- und Baumaßnahmen
durchgeführt werden. Hinsichtlich der fehlenden Allgemeinen Unterrichtsräume (AUR)
hat die Verwaltung verschiedene Maßnahmen erwogen, um der Schule neben der
Außenstelle weitere geeignete Räume zur Verfügung zu stellen. Bei einem Raumanzahl-SOLL von 34 AUR (SEK I + II) fehlen 11
AUR. Durch die Außenstelle werden 7 AUR abgedeckt. Rein rechnerisch fehlen
damit noch 4 AUR, die im Gebäude an der Feldstraße nicht mehr darstellbar sind.
Ein Fehl an Fach-Unterrichtsräumen ist derzeit nicht
gegeben. Die vorhandene Raumsubstanz des naturwissenschaftlichen Bereiches wird
durch das Investitionsprogramm auf einen zeitgemäßen Standard verbessert. Folgende Lösungen ( 4 AUR ) sind untersucht worden: a.) Anmietung
Post In einem ersten Schritt konnten 3 AUR in der ehemaligen VHS (Dienstgebäude der Post; 2. OG) bereit gestellt werden. Davon wird aber jetzt nur ein Raum regelmäßig genutzt, da nach Auskunft der Schulleitung durch Veränderungen im Stundenplan im 2. Schulhalbjahr eine nochmalig verstärkte Nutzung der Räume im Hauptgebäude möglich wurde. Für diese Räume wird eine Verbesserung der Inventarausstattung (Tafeln, Overhead-Projektor etc.) gewünscht. Hierüber sind Schule und Schulverwaltung im Gespräch. Die Räume sind bis Mitte 2006 mietvertraglich gesichert. Wenn Bereitschaft der WRS besteht, sie für eine Übergangszeit als Ergänzung zu benutzen, würde sich die Verwaltung mit der Post als Gebäudeeigentümerin um eine befristete Verlängerung des Mietvertrages bemühen. Maximal könnten dort im 2. OG 4 Räume bereitgestellt werden. b.) Anmietung
Soltauer Straße Zu einem
möglichen Mietobjekt in der Soltauer Straße (ehemaliges Fernmeldeamt) kann nach
eingehender Prüfung durch die Gebäudewirtschaft berichtet werden, dass die
Räumlichkeiten grundsätzlich verwendbar wären. Dies setzt aber erhebliche
Nachbesserungsarbeiten hinsichtlich der Rettungswege / Fluchttreppe, dem
Zuschnitt der Räume im 2. OG und dem Schallschutz zur Soltauer Straße voraus. Dies würde je nach Ausbauvariante und Standard zwischen
450.000,-- und 500.000,-- € kosten können. Dazu käme noch die Miete für das
Gebäude. Im Hinblick auf die somit möglichen 4
AUR ist dies eine Variante, die nicht weiterverfolgt wird. c.) Dachgeschossausbau
Wilhelm-Raabe-Schule Ein von der Schule zunächst favorisierter Dachgeschossausbau
ist unwirtschaftlich. Im Verhältnis von Kosten von 1 Mio. € aufgrund des
ungünstigen Gebäudezuschnitts und der Anforderungen des Brandschutzes können
nur 2 bis 3 AUR entstehen. d.) Neubau
auf dem Schulgelände Ein Anbau an das vorhandene (denkmalgeschützte) Gebäude ist
aufgrund der ungünstigen Gebäudezuschnitte, Flure, Treppenhäuser nicht sinnvoll
und unwirtschaftlich. Es wurde daher geprüft, ob ein kleiner, baulich
selbständiger Neubau im rückwärtigen Bereich des Schulhofes möglich ist. Je
nach Variante ( ein- oder zweigeschossig) ließen sich hier 4 AUR unterbringen.
Der Aufwand beträgt je nach Ausbaustandard zwischen 670.000,-- € und 960.000,--
€. Bei einer zweistöckigen Lösung wären sogar 8 AUR möglich,
die aber auch nicht komplett den Gesamtbedarf der Schule (inkl. Auflösung der
Außenstelle) abdecken. In der Gesamtkonferenz der Schule am 25.04. fand diese
Variante aufgrund des Verlustes an Schulhoffläche keine Fürsprecher. e) Umbau der
Gymnastikhalle oder der Sporthalle Aus der Wilhelm-Raabe-Schule kam die Anregung, die Gymnastikhalle oder die Sporthalle in ihrer derzeitigen Nutzung aufzugeben und dort Unterrichtsräume einzurichten. Für die Gymnastikhalle im Erdgeschoss des Neubaus
könnte sich bei entsprechendem Umbau der Raum für bis zu 4 AUR ergeben. Im Zuge der Umbauarbeiten wäre die mittelfristig eingeplante
Schadstoffsanierung vorzunehmen, da in der Gymnastikhalle ein leicht erhöhter
PCB-Raumluftwert (420 ng/m³) festgestellt wurde. Hinsichtlich der Nutzung ist festzuhalten, dass diese
relativ kleine Halle durch die Schule selbst nur in geringem Maße genutzt wird
/ werden kann. Sie wird als günstig gelegene innerstädtische Sporthalle in den
Nachmittags- und Abendstunden allerdings durch den MTV/Treubund, den VfL und
den Kneipp-Verein fast vollständig belegt. Mit dieser Maßnahme allein kann eine Aufgabe der derzeitigen
Außenstelle nicht erreicht werden. Eine Kostenschätzung ergibt Kosten von
550.000,- € incl. PCB-Sanierung. Als Zuschuss aus der Kreisschulbaukasse sind
ca. 75.000,- € anzusetzen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit die Hausmeisterwohnung um
1 AUR nach dem Hausmeisterwechsel auszubauen. Die Kosten betragen ca. 150.000,-
€. Die Maßnahme ist mit 90.000,- € im Mittelfristigen Investitionsprogramm 2005
– 2009 vorgesehen. Für den neuen Hausmeister soll in der Nähe mit Hilfe der
LÜWO eine Wohnung gefunden werden. Der Vereinssport in der bisherigen Gymnastikhalle kann nach
noch zu erfolgenden Absprachen mit den Vereinen in die Sporthallen
Schlieffen-Park und die neue Sporthalle Häcklingen verlagert werden. Die 5 AUR können ab Schuljahresbeginn 2007 zur Verfügung
stehen. Die Turnhalle ist vom Schulbeginn am Vormittag bis in
die Abendstunden (22:00 Uhr) durchgehend durch Schul- und Vereinssport belegt.
Derzeit kann auf diese Sporthalle – auch im Hinblick auf Belegung und
Entfernung der MTV-Sporthalle – nicht verzichtet werden, so dass der Gedanke,
diese halle umzunutzen, nicht weiterverfolgt werden sollte. f) Moduleinheiten Bei Ankauf von 6 Standardcontainern mit Ausstattung
ist von einem Aufwand von 490.000,-- € auszugehen. Bei einer Anmietung ist neben den Einmalkosten für 4
AUR (An- und Abtransport, Kran, Anschlusskosten, Heizung/Strom, Einrichtung)
von ca. 60.000,-- € mit einer monatlichen Mietzahlung von rd. 5.000,-- € zu
rechnen. g) Andere
Gebäude
Nach Einschätzung der Verwaltung könnte mit dem vorhandenen Raumzuschnitt von Seminargebäuden eine schulische Nutzung inkl. jetzige Außenstelle Altes Johanneum = 11 AUR eingerichtet werden.
Über die Kosten von erforderlichen Umbaumaßnahmen kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts gesagt werden; Voruntersuchungen sind veranlasst.
Diesen Sachstand haben Oberbürgermeister und Schuldezernent
der Gesamtkonferenz der Schule am 25.04.2005 eingehend erläutert. Es wurde
vereinbart, dass die Schule einen kleinen Bauausschuss mit interessierten
Lehrern, Schülern und Eltern bildet und die Überlegungen der Verwaltung
begleitet. Zugleich wurden in konstruktiver Weise eine Reihe von Wünschen und
Anregungen vorgebracht (evtl. Einbeziehung der Hausmeisterwohnung in den schulischen
Raumbestand). Diesen Wünschen und Anregungen wird von der Verwaltung
nachgegangen. Finanzielle
Auswirkungen: Kosten (in €) a) für
die Erarbeitung der Vorlage: 15,00 € aa) Vorbereitende Kosten, z.B. Ausschreibungen,
Ortstermine, etc. b) für
die Umsetzung der Maßnahmen: c) an Folgekosten: d) Haushaltsrechtlich gesichert: Ja Nein Haushaltsstelle:
Haushaltsjahr: e) mögliche
Einnahmen: Beschlussvorschlag: Die
Verwaltung wird beauftragt, als kurzfristige Lösung des Raumbedarfs der
Wilhelm-Raabe-Schule den Mietvertrag über Räumlichkeiten in der Post (2.OG)
über das Jahr 2006 hinaus um bis zu drei weitere Jahre zu verlängern, wenn
diese Lösung auch von der Schule mitgetragen wird. Zugleich sollen die oben
genannten nachhaltigeren Lösungen, die zu einer Zusammenführung des Raumbedarfs
der WRS an nur einem Außenstellen-Standort führen können durch entsprechende
Verhandlungen mit den Gebäude- und Grundstückseigentümern weiterverfolgt und
ggf. durch bauliche Entwürfe und Kostenschätzungen unterlegt werden. Dem
Schulausschuss ist zu gegebener Zeit vom Fortgang der Planungen zu berichten.
Der Schulausschuss geht davon aus, dass eine Außenstelle der
Wilhelm-Raabe-Schule erst dann entbehrlich werden kann, wenn durch Wegfall des
13. Jahrgangs und ggf. eine Entlastung aller städtischen Gymnasien durch
Errichtung eines neuen Gymnasiums in Trägerschaft des Landkreises eine
Entspannung der Situation eintritt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |