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Vorlage - VO/1489/05  

 
 
Betreff: Straßen- und Brückenbenennung im Bereich "Lünepark"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Bereich 41 - Schulen, Kultur, Sport Beteiligt:Bereich 73 - Friedhöfe
Bearbeiter/-in: Mehl-alt, Lorenz  Bereich 71 - Verwaltung, Service, Controlling
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kultur und Partnerschaften Vorberatung
02.05.2005 
Öffentliche Sitzung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Vorberatung
Rat der Hansestadt Lüneburg Entscheidung
26.05.2005 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Lüneburg ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Beschlussvorschlag

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

In der 21. Ratssitzung am 28.01.1999 wurde über die Straßenneu/umbenennung in der ehemaligen Lüner Kaserne beschlossen.

Dabei wurde u.a. für eine Planstraße der Name „Lise-Meitner-Straße“ vergeben.

 

Im Zuge der verkehrstechnischen Umsetzung wurde es dann notwendig, diese Benennung wieder teilweise zu ändern.

Mit Beschluss des Rates vom 23.03.2000 (30.Sitzung) wurde festgelegt, die Straßenbezeichnung „Lise-Meitner-Straße“ noch nicht zu vergeben, sondern für eine Straße im hinteren Bereich des Lüneparks vorzumerken.

 

Durch die Verlagerung der Feuerwache in den Bereich Lünepark ist eine Verkehrsanbindung des Neubaus sowohl zur Bockelmannstraße als auch in Richtung Goseburg / Kreideberg notwendig geworden.

Es wird vorgeschlagen diese Straße – im beiliegenden Lageplan schwarz umrandet –nun mit dem vorgemerkten Namen „Lise-Meitner-Straße“ zu versehen.

 

Zur Erinnerung; es handelt sich bei Lise Meitner um die erste Physikprofessorin Deutschlands, die 1938 als Jüdin vor den Nazis aus Berlin nach Stockholm fliehen musste. Aber selbst dort arbeitete sie weiterhin eng mit dem Nobelpreisträger Otto Hahn zusammen und war damit maßgeblich an der Entdeckung der Kernspaltung beteiligt.

 

Die Anbindung der Feuerwache in Richtung Goseburg macht die Überquerung der Ilmenau notwendig. Zu diesem Zweck ist dort der Neubau einer Brücke vorgesehen (Im Lageplan durch Punkte markiert).

Auch diese Brücke ist zu benennen.

 

Da diese Brücke nur durch den Bau der Feuerwache notwendig wurde, besteht die Idee, mit der Namensgebung auch einen verdienten Feuerwehrmann zu ehren.

 

Der Stadtbrandmeister und der Bereichsleiter Ordnung haben den Vorschlag „Johannes-Westphal-Brücke“ unterbreitet.

Johannes Westphal (19.7.1824 geboren und am 15.12.1904 verstorben) wurde zum ersten Hauptmann der "Freiwilligen Turner-, Feuer - Lösch- und Rettungsschar“ gewählt und übte dieses Amt von 1864 – 1891 (27 Jahre) aus.

Folgender Auszug aus der Feuerwehrchronik belegt dies:

 

„Vom Ledereimer zum Gerätewagen Atemschutz

von Helmut C. Pleß (1989), aktualisiert und ergänzt von Bernd Bockelmann, ehem. Stadtbrandmeister

 

Ein dreifaches Hoch auf Johannes Westphal am 28. Juni 1864 bekräftigt die denkwürdige Stunde. Der Zimmerermeister, Gründungsmitglied des Arbeiterbildungsvereins (später Treubund) ist zum Ersten Hauptmann der "Freiwilligen Turner-, Feuer - Lösch- und Rettungsschar" gewählt worden. Der Magistrat bewilligt 1300 Reichstaler für die erste Ausstattung. 99 Mitglieder des Männer - Turnvereins und des Arbeiterbildungsvereins machen mit, das sind fast alle Aktiven. Die Lüneburger Stadtväter haben sich nicht eben unziemlicher Eile befleißigt. Inzwischen gibt es freiwillige Feuerwehren in Hannover (1850), Goslar (1855), Göttingen (1856), Harburg und Stade (1860) und Osterode (1863). Jetzt endlich wird die Bereitschaft, freiwillig für den Schutz von Leben und Eigentum von rd. 15.000 Lüneburgern einzutreten, zur Tat.

Schon am 25. Oktober 1854 hat der Vorsitzende des späteren Treubunds Freytagsen, den Gedanken eines freiwilligen "Löschhilfskorps" vorgetragen. Er legt dazu bereits Statuten für eine "Sanitäts- und Menschenrettungsgesellschaft" vor. Im Auditorium zwei Lüneburger Männer, deren Namen einmal in der Chronik des deutschen Feuerlöschwesens auf einem Ehrenblatt verzeichnet sein werden: Westphal und Schäfer.“

 

Auch Frau Dr. Reinhardt / Stadtarchiv hat keine Bedenken gegen eine solche Benennung.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Kosten (in €)

a)   für die Erarbeitung der Vorlage:          25,-

aa)  Vorbereitende Kosten, z.B. Ausschreibungen, Ortstermine, etc.

b)   für die Umsetzung der Maßnahmen:         200,-

c)  an Folgekosten:  

d)      Haushaltsrechtlich gesichert:

            Ja

            Nein    

            Haushaltsstelle:        

            Haushaltsjahr:          

 

e)   mögliche Einnahmen:

 

Anlagen:

Anlagen:

 

Lageplan

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Lünepark (149 KB)      
Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Es wird beschlossen, die neue Verbindungsstraße zwischen „Bockelmannstraße“ und „Auf der Hude“ in „Lise-Meitner-Straße“ zu benennen.

 

Die ebenfalls dort geplante Brücke über die Ilmenau wird „Johannes-Westphal-Brücke“ benannt.