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Auszug - Vorstellung von Bauvorhaben - Sanierung des Johann-Sebastian-Bach-Platzes  

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 10.07.2006    
Zeit: 17:00 - 19:00 Anlass: Sitzung
Raum: Traubensaal
Ort: Rathaus
VO/1950/06 Vorstellung von Bauvorhaben
- Sanierung des Johann-Sebastian-Bach-Platzes
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Eberhard
Federführend:Bereich 61 - Stadtplanung Bearbeiter/-in: Ryll, Gudrun
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Der Johann-Sebastian-Bach-Platz wird vor Ort von den Mitgliedern des Ausschusses in Augenschein genommen.

 

OB Mädge begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Meyer, Herrn Dr. Blumenbach, Herrn Koch und weitere Vertreter des Vereins Michaelisakademie e.V., der sich für die Wiederherrichtung des Platzes einsetzt.

 

Betont wird, dass das Engagement des Vereins Michaelisakademie e.V., den Platz wieder seine ursprüngliche Gestaltung zu geben, seitens der Stadt positiv begleitet wird. Deshalb wird seitens der Verwaltung auch vorgeschlagen, dass sich die Stadt an den Kosten im angemessenen Rahmen beteiligt.

 

Heute geht es bei der Besichtigung durch den Ausschuss auch nicht um die Vorstellung einer bereits schon konkreten Planung, sondern vielmehr darum, sich einen Eindruck über die gegenwärtige Situation und den Vorstellungen der Michaelisakademie zu verschaffen.

 

Zielsetzung ist, dass man die Neugestaltung des Platzes mit vereinten Kräften mit allen Beteiligten gemeinsam angeht. Dazu gehören auch die Anlieger und die Klosterkammer als Grundeigentümerin, die ihre Aufgeschlossenheit zu dieser Maßnahme in Vorgesprächen bereits signalisiert haben.

 

Herr Koch – Michaelisakademie e.V. – gibt einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Platzes zurückreichend bis in das Jahr 1791. Im Bereich des jetzigen Platzes und seinen Randbereichen standen früher kleine Häuser für Kirchenmitarbeiter. Auch wurde der Platz zu bestimmten Zeiten als Friedhof genutzt. Nach der Reformationszeit wurden alle Baulichkeiten abgerissen und der Platz neu gestaltet. Im Vorfeld der Umgestaltungsarbeiten sind umfangreiche Grabungen vorgesehen in der Hoffnung, an dieser Stelle alte Terrakotten zu finden.

 

Herr Meyer – Michaelisakademie e.V. – zeigt ergänzend den geschichtlichen Abriss über die Entwicklung des Platzes ab ca. 1850 auf. Die Umgestaltung des Platzes wurde jedoch erst ca. 1900 vollzogen. Die Pflasterung diente vorrangig zum Schutze des Kirchenmauerwerkes vor Regenwasser. Durch Absackungen hat sich die Pflasterung im Laufe der Zeit um ca. 70 – 80 cm gesetzt. Vorgesehen ist, nach Abschluss der Grabungsarbeiten der Stadtarchäologie den Boden wieder auf sein altes Geländeniveau aufzuschütten. Dadurch kann man im Hauptportal wieder auf einige Treppenstufen verzichten. Alte Bilder von 1914 zeigen das damalige Geländeniveau, das wieder hergestellt werden soll. Das Pflaster soll in diesem Zusammenhang bereichsweise wieder auf das alte Höhenniveau gebracht werden. Auch die seitlich am Hauptportal einmal vorhandenen Lampen werden anhand alter Aufnahmen und Unterlagen rekonstruiert und wieder angebracht.

 

Die Vorplatzfläche befindet sich überwiegend im Eigentum der Klosterkammer, im Randbereich gehört eine Teilfläche der Stadt Lüneburg.

 

Dr. Blumenbach – Michaelisakademie e.V. – weist darauf hin, dass der Platz nach seiner Wiederherrichtung verstärkt auch für Veranstaltungen nutzbar sein wird. Denkbar wären auch Theaterveranstaltungen sein können.

 

Herr Meyer – Michaelisakademie e.V. – erklärt, dass mit den Vorarbeiten bereits begonnen wurde. Die auf dem Platz stehenden Linden wurden einer fachmännischen Pflege unterzogen. Soweit die Grundeigentümerinnen ihr grundsätzliches Einverständnis geben und sich maßgeblich an der Finanzierung beteiligen, ist von einer Durchführung der Maßnahme im Jahre 2008 auszugehen.

 

Herr Koch – Michaelisakademie e.V. – merkt an, dass man hofft, dass sich die Klosterkammer als Grundeigentümerin finanziell über das Maß hinaus einbringt, was sie über die Wiederherstellung und Sicherung der Verkehrssicherungspflicht zu erbringen hätte.

 

OB Mädge spricht sich dafür aus, dass die Sandsteinplatten wieder korrekt verlegt werden. Die Verwaltung steht dahinter, sich in einem noch abzustimmenden finanziellen Rahmen einzubringen. Auch das Jahr 2008 wird für die Umsetzung der Maßnahme als realistisch angesehen. Die Verwaltung wird das Vorhaben sehr positiv begleiten. Die Detailplanung sollte nach ihrer Erarbeitung im Laufe des Jahres 2007 abgestimmt werden.

 

Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.

 

Beigeordneter Dörbaum fasst als Beratungsergebnis zusammen, dass sowohl die Ausschussmitglieder als auch die anwesende Vertreterin des ALA das Vorhaben, den Platz in der dargelegten Form umzugestalten, positiv aufnehmen und begleiten.

Beschluss:

Beschluss:

 

Die vorgestellt Sanierung des Johann-Sebastian-Bach-Platzes wird seitens der Ausschussmitglieder einstimmig begrüßt und zur Kenntnis genommen.

 

Die Stadt wird die Maßnahme positiv begleiten und sich finanziell einbringen. Eine Umsetzung der Maßnahme sollte nach Vorlage des Finanzierungsplanes für das Jahr 2008 angestrebt werden.