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Beratungsinhalt: Beigeordneter
DR. SCHARF erläutert
seinen Antrag. Im Jahr 2003 hätten die 3 Parkpaletten ein Gesamtdefizit von rd.
536.000 € erwirtschaftet. Für den Haushalt 2006 sei an dieser Stelle zwar nur
noch ein Defizit von 93.200 € prognostiziert worden, das sei seiner Ansicht
nach aber immer noch zu viel, zumal die Parkpaletten am Rathaus und am Bahnhof
regelmäßig Überschüsse erwirtschaften. Diese Überschüsse würden aber leider vom
hohen Defizit der Palette Lüne-Park vernichtet. Es sei nicht akzeptabel, dass
die dortigen Parkplätze aus Schulden der Stadt, die insgesamt ein hohes
finanzielles Defizit habe, finanziert würden. Das Defizit der Parkhäuser müsse
dringend zumindest auf eine schwarze Null reduziert werden. Unter intelligentem
Parkmanagement verstehe er ausdrücklich nicht eine Erhöhung der Parkgebühren,
sondern z.B. die Schaffung von Anreizen durch ein Rabattsystem und die
Überprüfung der dort zu bestimmten Zeiten noch bestehenden Nulltarife. Er sehe
darin auch keinen Widerspruch zu dem kürzlich von der CDU-Fraktion gestellten
Antrag, die Parkgebühren für Kurzparker in der Innenstadt zu senken. Beigeordneter
DÖRBAUM hebt
hervor, dass das Gesamtdefizit der Parkhäuser innerhalb von 3 Jahren von über
500.000 € auf 93.000 € verbessert worden sei. Wenn es so weitergehe, wäre die
schwarze Null auch so bald erreicht. Er warne eindringlich davor, die
Parkgebühren anzuheben und so den Besuch der Lüneburger Innenstadt weniger
attraktiv zu machen. Das „Kaufhaus“ Innenstadt müsse täglich neu belebt werden
und das Cinestar müsse seine Besucherzahlen halten, die bei einer Erhöhung der
Gebühren wahrscheinlich sinken würden. Der von der Stadt bereits beschrittene
Weg sei der richtige. Die Zuschüsse für die Parkpaletten seien in den
vergangenen Jahren stetig reduziert worden und auch das Parkhaus Lüne-Park
werde in einigen Jahren keine Unterstützung durch die Stadt mehr benötigen.
Seine Fraktion lehne eine Gebührenerhöhung und Änderung der freien Parkzeiten
zum jetzigen Zeitpunkt ab. Ratsherr
SOLDAN vermisst
einen konkreten Vorschlag der CDU-Fraktion zur Reduzierung des Defizits. Nur
eine intelligente Lösung zu fordern, sei zu einfach. Seiner Meinung nach lasse
sich das Defizit nur entweder durch eine Senkung der Ausgaben oder eine
Erhöhung der Einnahmen verringern. Eine Gebührenerhöhung würde aber den
Parkdruck in den angrenzenden Bereichen erhöhen und dem Kino schaden.
Irgendjemand müsse am Ende das Geld aufbringen, seien es die Parkhausnutzer,
die Geschäftsleute in der Innenstadt, oder die Stadt selbst. Ratsfrau
VERLINDEN
unterstützt den Ansatz, den Zuschussbedarf der Parkhäuser zu reduzieren. Nach
Meinung der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen sollten Autoparkhäuser überhaupt
nicht subventioniert werden, sondern sich durch die Nutzungsgebühren selbst
tragen. Wenn man das Defizit von 93.000 € auf das Jahr und die Nutzer verteilen
würde, wäre vermutlich schon eine Erhöhung der Gebühren um 0,10 € pro Stunde
oder um 1 € pro Tag ausreichend. Oder eine Verringerung der entgeltfreien
Parkzeiten am Samstag. Spätestens zum Anfang des nächsten Jahres müssten die
Parkgebühren aufgrund der Anhebung der Mehrwertsteuer sowieso erhöht werden, in
dem Zuge könne man das gleich mit berücksichtigen. Autos würden schon zur Genüge
subventioniert und es wäre wichtiger, umweltfreundlichere Alternativen, wie den
Radverkehr und den ÖPNV zu unterstützen. Oberbürgermeister
MÄDGE ärgert sich
über die Taktik der CDU-Fraktion, die intelligente Lösungen fordere, selbst
aber keine nennen könne und sich von einer Gebührenerhöhung distanziere, obwohl
auch ihr klar sein sollte, dass die Reduzierung des Defizits anders nicht zu
erreichen ist. Das Defizit sei u.a. schon so weit heruntergefahren worden, weil
die Hälfte der Lüneburger Kaufleute bereits ein Bonussystem für die Parkhäuser
anbiete. Weitere Möglichkeiten an Stelle von Gebührenerhöhungen wären die
Verringerung der entgeltfreien Zeiten wochentags nach 18.00 Uhr und Samstags
nach 16.00 Uhr oder die Einsparung der Personalkosten für Aufsicht und
Instandhaltung der Parkhäuser. Wenn dies politisch gewollt sei, solle der Rat
dies eindeutig beschließen. Die Verwaltung werde das von sich aus nicht
vorschlagen, weil die Situation für das Kaufhaus Innenstadt und seine
Geschäftsleute mit der schwindenden Kaufkraft der Bevölkerung durch hohe
Arbeitslosenzahlen und die Erhöhung der Mehrwertsteuer im nächsten Jahr bereits
schwierig genug sei. Beschluss: Der
Rat der Stadt Lüneburg fasst einstimmig folgenden Beschluss: Der
Antrag wird zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Bauen und
Stadtentwicklung überwiesen. (06) |
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