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Beratungsinhalt: Stadtdirektor
KOCH teilt mit, der
Änderungsantrag der CDU-Fraktion sei eigentlich fast ein eigener Antrag, da er
auf eine Angebotserweiterung außerhalb der Kindertagesstätten abziele, während
sich der Antrag der Gruppe SPD/FDP nur auf die Angebote der Kitas selbst
beziehe. Beide Anträge sollten im Jugendhilfeausschuss weiter beraten werden. Ratsherr
SOLDAN erklärt, der
Antrag der Gruppe SPD/FDP ziele in die Richtung, die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf zu verbessern. Im heutigen Arbeitsleben werde von den Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmern immer mehr Flexibilität gefordert, was mit festgelegten Kinderbetreuungszeiten
in den Kitas manchmal schwer vereinbar sei. Deshalb sollte die Möglichkeit
geschaffen werden, in Notsituationen kurzfristig zusätzliche Betreuungszeiten
buchen zu können. Dadurch ließe sich auch feststellen, wie hoch der Bedarf für
zusätzliche Betreuungsangebote überhaupt ist. Der im Antrag genannte Betrag pro
Stunde sei nur ein Orientierungswert. Ratsfrau
DR. SPALLEK weist
darauf hin, dass man in den Abholzeiten der Kitas schon etwas flexibler
geworden sei und es auch bereits Angebote in den Randzeiten, also in der „Frühschicht“
und in der „Spätschicht“ gebe, welche die Eltern zur regulären Betreuung
dazubuchen könnten. Das Gutscheinkonzept sei sicherlich ein möglicher
Lösungsvorschlag für eine Angebotserweiterung, über die Preise müsste aber
tatsächlich noch diskutiert werden. Ihre Fraktion meine, es sollte aber
insbesondere auch die Selbsthilfe der Eltern untereinander gefördert und für
entsprechende Lösungen Grundlagen geschaffen werden. Kinder, die nicht
regelmäßig in eine Kindertagesstätte
gehen, aber punktuell betreut werden müssen, könnten derzeit schon in die
„Kinderstube“ des Kinderschutzbundes in der Katzenstraße gehen. Das Angebot sei
aber zeitlich leider noch nicht sehr umfangreich und sollte in jedem Fall
erweitert und ausgebaut werden. Ratsherr
HAGELS bekräftigt,
es gehe darum, die Flexibiliserung der Angebote der Kindertagesstätten
voranzutreiben, damit Eltern nicht eine Zwei-Drittel- oder Ganztags-Betreuung
buchen müssten, wenn sie nur sporadisch längere Betreuungszeiten in Anspruch
nehmen wollen. Wichtig sei dabei aber, dass die Kinder möglichst in der Obhut
der ihnen bereits bekannten Betreuerinnen und Betreuer bleiben könnten. Ein Gutscheinheft
würde eine unbürokratische Abwicklung der Zusatzbetreuungsstunden erlauben. Im
Jugendhilfeausschuss sollte daher eine Konzeption entwickelt werden, um
flexible Lösungen voranzutreiben. Ratsherr
NOWAK findet den
Ansatz richtig, über Flexibilisierung in der Kinderbetreuung nachzudenken. Im
Jugendhilfeausschuss sei allerdings vor einiger Zeit eine Untersuchung
vorgestellt worden, laut der die Nachfrage für Kinderbetreuung nach 16.00 Uhr
bisher erstaunlich gering sei. Er meine, gerade im Krippenbereich wäre eine
Erweiterung der Angebote schwierig und insbesondere auch von den Vorgaben des
Kindertagesstättengesetzes zu Gruppenstärken usw. abhängig. Je kleiner oder je
stärker belegt eine Kindertagesstätte sei, umso komplizierter werde eine
Angebotserweiterung ohne Qualitätseinbußen in der Betreuung. Deshalb wäre eine
Bedarfsanalyse notwendig. Ob die Flexibilisierung dann über Gutscheine oder
eine Staffelung in den Beiträgen finanziert werden solle, könne im
Jugendhilfeausschuss diskutiert werden. Stadtdirektor
KOCH gibt einige
Punkte an, die bei der Diskussion der Anträge im Jugendhilfeausschuss
berücksichtigt werden sollten. Das seien zum Einen die Standards, die
Verwaltung und Rat sich selbst gesetzt hätten, z.B. die Gruppenstärke. Von
diesen sollte möglichst nicht abgewichen werden, also wäre ein Auffüllen der
Gruppen nur dann möglich, wenn die Höchstzahl an Kindern noch nicht erreicht
ist. Die Kitas hätten zum Anderen auch den Auftrag, die Kinder zu bilden und zu
erziehen, das wäre bei ständig wechselnden Teilnehmern auch nicht möglich. In
diesem Spannungsfeld müsse die Flexibilisierung erfolgen. Das Lokale Bündnis
für Familie verfolge ebenfalls das Ziel, Familie und Beruf besser miteinander
vereinbar zu machen, deshalb sollte diese Institution in die Diskussion im
Jugendhilfeausschuss einbezogen werden. Beschluss: Der
Rat der Stadt Lüneburg fasst einstimmig folgenden Beschluss: Der
Antrag einschließlich Änderungsantrag der CDU-Fraktion wird zur weiteren
Beratung in den Jugendhilfeausschuss überwiesen. (50
S+P) |
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