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Auszug - Ergänzung des Stadtnamens Lüneburg um die Bezeichnung Hanse- und Universitätsstadt (Antrag der Gruppe SPD / FDP vom 31.10.05)  

 
 
Öffentliche Sitzung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Kultur und Partnerschaften Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Do, 08.12.2005    
Zeit: 16:00 - 17:20 Anlass: Sitzung
Raum: Huldigungssaal
Ort: Rathaus
VO/1762/05 Ergänzung des Stadtnamens Lüneburg um die Bezeichnung Hanse- und Universitätsstadt (Antrag der Gruppe SPD / FDP vom 31.10.05)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag der Gruppe SPD / FDP
Federführend:01 - Büro der Oberbürgermeisterin Bearbeiter/-in: Plett, Anke
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Bürgermeisterin Schellmann führt aus, dass ihr die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Antrags durchaus bewusst sind. Trotzdem fände sie schön, wenn Lüneburg durch diese Bezeichnungen auch nach Außen dokumentieren könnte, welche Bedeutung die Stadt für die Geschichte und für Niedersachsen hat.

 

Ratsherr Maeck macht deutlich, dass grundsätzlich beide Benennungen wünschenswert wären, doch dass man sich wohl für eine entscheiden muss.

Der Titel Hansestadt wäre seiner Meinung nach der passendere. Zwar deutet Universitätsstadt auf die Zukunft und die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt hin, was sicherlich wichtige Ziele sind, doch sprechen die historischen Gegebenheiten wie der Fürstensaal, die guten Kontakte zu anderen Hansestädten und der bevorstehende Hansetag im Jahr 2012 eher für diese Bezeichnung.

 

Bürgermeister Fischer ergänzt, dass durch eine solche Benennung, die im Grunde wenig Kosten verursacht, nicht nur der Tourismus angekurbelt wird, sondern sogar ein Leitbild für Lüneburg daraus entstehen kann.

 

Ratsfrau Ebeling spricht sich dagegen für den Titel Universitätsstadt aus, da Ihr die zukunftsweisende Bezeichnung wichtiger ist, als die zurückblickende. Außerdem hält sie Lüneburg nicht für eine so typische Hansestadt.

Ihre Frage, ob sich evtl. auch das Autokennzeichen dadurch ändern würde, wird verneint, da das Autokennzeichen für den Landkreis Lüneburg stehe, nicht allein die Stadt Lüneburg.

 

Frau Dr. Reinhardt klärt auf, dass Lüneburg sehr wohl eine typische Hansestadt war und überdies sogar eine sehr bedeutende.

 

Es schließt sich eine Diskussion an, ob die Hanse nun einen positiven oder eher negativen Ruf gehabt habe.

 

Ratsfrau Meins findet es gut, dass Lüneburg in der Hanse war, doch hält sie es nicht für notwendig, dass man dies heute wieder besonders herausstellen müsse. Die frühere Bezeichnung „Sol- und Moorbad“ hatte für sie noch eine Bedeutung. Die jetzt angestrebten Benennungen dagegen nicht.

 

Prof. Dr. Lürssen fasst zusammen, dass es laut Frau Dr. Reinhardt und Herrn Dr. Lamschus sehr wohl die Berechtigung für Lüneburg gibt, sich Hansestadt zu nennen. Da es sich dabei auch um den „exklusiveren“ Titel handele (es gibt nur 6 Hansestädte, aber viele Universitätsstädte) sollte man diesen vorziehen. Da eine solche Benennung auch sehr kostengünstig sein dürfte und eher positiv ins Gewicht fällt, als einen Schaden zu verursachen, spricht er sich für diesen Versuch aus.

 

Eine Abstimmung ergibt, dass sich 5 Stimmen für den Titel „Hansestadt“, 1 Stimme für „Universitätsstadt“ und 1 Enthaltung.

 

Die Verwaltung wird einen Antrag auf die Bezeichnung „Hansestadt“ beim Land Niedersachsen einreichen und den Ausschuss über die Bescheidung des Antrags informieren.

Beschluss: