Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Bürgermeisterin
Schellmann führt aus, dass ihr die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des
Antrags durchaus bewusst sind. Trotzdem fände sie schön, wenn Lüneburg durch
diese Bezeichnungen auch nach Außen dokumentieren könnte, welche Bedeutung die
Stadt für die Geschichte und für Niedersachsen hat. Ratsherr
Maeck macht deutlich, dass grundsätzlich beide Benennungen wünschenswert wären,
doch dass man sich wohl für eine entscheiden muss. Der
Titel Hansestadt wäre seiner Meinung nach der passendere. Zwar deutet
Universitätsstadt auf die Zukunft und die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt
hin, was sicherlich wichtige Ziele sind, doch sprechen die historischen
Gegebenheiten wie der Fürstensaal, die guten Kontakte zu anderen Hansestädten
und der bevorstehende Hansetag im Jahr 2012 eher für diese Bezeichnung. Bürgermeister
Fischer ergänzt, dass durch eine solche Benennung, die im Grunde wenig Kosten
verursacht, nicht nur der Tourismus angekurbelt wird, sondern sogar ein
Leitbild für Lüneburg daraus entstehen kann. Ratsfrau
Ebeling spricht sich dagegen für den Titel Universitätsstadt aus, da Ihr die
zukunftsweisende Bezeichnung wichtiger ist, als die zurückblickende. Außerdem
hält sie Lüneburg nicht für eine so typische Hansestadt. Ihre
Frage, ob sich evtl. auch das Autokennzeichen dadurch ändern würde, wird
verneint, da das Autokennzeichen für den Landkreis Lüneburg stehe, nicht allein
die Stadt Lüneburg. Frau
Dr. Reinhardt klärt auf, dass Lüneburg sehr wohl eine typische Hansestadt war
und überdies sogar eine sehr bedeutende. Es
schließt sich eine Diskussion an, ob die Hanse nun einen positiven oder eher
negativen Ruf gehabt habe. Ratsfrau
Meins findet es gut, dass Lüneburg in der Hanse war, doch hält sie es nicht für
notwendig, dass man dies heute wieder besonders herausstellen müsse. Die frühere
Bezeichnung „Sol- und Moorbad“ hatte für sie noch eine Bedeutung. Die jetzt
angestrebten Benennungen dagegen nicht. Prof.
Dr. Lürssen fasst zusammen, dass es laut Frau Dr. Reinhardt und Herrn Dr.
Lamschus sehr wohl die Berechtigung für Lüneburg gibt, sich Hansestadt zu
nennen. Da es sich dabei auch um den „exklusiveren“ Titel handele (es gibt nur
6 Hansestädte, aber viele Universitätsstädte) sollte man diesen vorziehen. Da
eine solche Benennung auch sehr kostengünstig sein dürfte und eher positiv ins
Gewicht fällt, als einen Schaden zu verursachen, spricht er sich für diesen
Versuch aus. Eine
Abstimmung ergibt, dass sich 5 Stimmen für den Titel „Hansestadt“, 1 Stimme für
„Universitätsstadt“ und 1 Enthaltung. Die
Verwaltung wird einen Antrag auf die Bezeichnung „Hansestadt“ beim Land
Niedersachsen einreichen und den Ausschuss über die Bescheidung des Antrags
informieren. |
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