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Beratungsinhalt: Beigeordneter
DÖRBAUM erläutert
den Antrag entsprechend der dem Antragstext beigefügten schriftlichen
Begründung. Lüneburg sei eine der wichtigsten Hansestädte Niedersachsens gewesen
und es sei unverständlich, dass sie den Beinamen „Hansestadt“ nicht schon
längst führe, wie z.B. Rostock oder Wismar. Damit wäre auch ein wichtiger
Marketingaspekt verbunden, der zudem fast zum Nulltarif zu haben wäre. Der
Titel „Universitätsstadt“ würde ebenfalls gut zu Lüneburg mit seiner bekannten
und wachsenden Universität passen. Wenn aber nur eine Bezeichnung in Frage
kommen könnte, wäre der Titel „Hansestadt“ seiner Meinung nach vorzuziehen. Beigeordneter
KÖRNER
unterstreicht die Beziehung Lüneburgs zur Hanse und meint ebenfalls, dass der
Titel „Hansestadt“ schon längst für Lüneburg hätte eingefordert werden müssen.
Hingegen finde er die Bezeichnung „Universitätsstadt“ nicht so wichtig, das
könne man auch auf andere Art und Weise deutlich machen. Man dürfe die
Ortsschilder auch nicht überfrachten, sie müssten weiterhin eindeutig lesbar bleiben
und der Straßenverkehrsordnung entsprechen, insofern wäre eine Umbenennung eben
doch mit Kosten, zumindest für neue Straßenschilder verbunden. Bürgermeisterin
SCHELLMANN
schildert kurz die geschichtlichen Ereignisse, die dazu beigetragen haben, dass
Lüneburg vor Jahrhunderten den Titel Hansestadt verloren und bisher nicht
wiedererlangt hat. Heutzutage sei die Hanse eine sehr positiv angesehene
Epoche, die mit Begriffen wie Urbanität, Zuverlässigkeit, Solidarität,
Geschäftstüchtigkeit und insbesondere Weltoffenheit verbunden werde. Lüneburg
passe mit seiner Geschichte und seiner alten Baukultur sehr gut in dieses Bild
hinein. Der Begriff „Universitätsstadt“ habe in der Tat nicht diese Tradition,
zumal hier weniger die traditionellen Wissenschaften gelehrt würden. In dem
Bogen, der mit beiden Begriffen gespannt werde, würde aber ein Leitbild der
Stadt sehr schön verdeutlicht, nämlich die gelungene Verbindung von Tradition
und Moderne. Für die Stadt wäre das eine Aufwertung und sehr gute Werbung. Ratsherr
MEIHSIES sieht die
Zukunft der Stadt Lüneburg nicht in der rückwärtsgewandten Begrifflichkeit
„Hansestadt“, die touristisch sicherlich gut vermarktungsfähig sei, sondern in
der zukunftsweisenden Bezeichnung „Universitätsstadt“. Das sei ein Imageträger,
den Lüneburg als junge, lebendige Stadt eher bevorzugen sollte. In diesem Sinne
werde seine Fraktion sich auch in den weiteren Beratungen im Fachausschuss
einsetzen. Beschluss: Der
Rat der Stadt Lüneburg fasst einstimmig folgenden Beschluss: Der Antrag wird zur weiteren Beratung in den Kultur- und Partnerschaftsausschuss überwiesen. (4) |
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