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Auszug - Ergänzung des Stadtnamens Lüneburg um die Bezeichnung Hanse- und Universitätsstadt (Antrag der Gruppe SPD / FDP vom 31.10.05)  

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Lüneburg
TOP: Ö 6.4
Gremium: Rat der Hansestadt Lüneburg Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 24.11.2005    
Zeit: 17:00 - 19:55 Anlass: Sitzung
Raum: Huldigungssaal
Ort: Rathaus
VO/1762/05 Ergänzung des Stadtnamens Lüneburg um die Bezeichnung Hanse- und Universitätsstadt (Antrag der Gruppe SPD / FDP vom 31.10.05)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag der Gruppe SPD / FDP
Federführend:01 - Büro der Oberbürgermeisterin Bearbeiter/-in: Plett, Anke
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Beigeordneter DÖRBAUM erläutert den Antrag entsprechend der dem Antragstext beigefügten schriftlichen Begründung. Lüneburg sei eine der wichtigsten Hansestädte Niedersachsens gewesen und es sei unverständlich, dass sie den Beinamen „Hansestadt“ nicht schon längst führe, wie z.B. Rostock oder Wismar. Damit wäre auch ein wichtiger Marketingaspekt verbunden, der zudem fast zum Nulltarif zu haben wäre. Der Titel „Universitätsstadt“ würde ebenfalls gut zu Lüneburg mit seiner bekannten und wachsenden Universität passen. Wenn aber nur eine Bezeichnung in Frage kommen könnte, wäre der Titel „Hansestadt“ seiner Meinung nach vorzuziehen.

 

Beigeordneter KÖRNER unterstreicht die Beziehung Lüneburgs zur Hanse und meint ebenfalls, dass der Titel „Hansestadt“ schon längst für Lüneburg hätte eingefordert werden müssen. Hingegen finde er die Bezeichnung „Universitätsstadt“ nicht so wichtig, das könne man auch auf andere Art und Weise deutlich machen. Man dürfe die Ortsschilder auch nicht überfrachten, sie müssten weiterhin eindeutig lesbar bleiben und der Straßenverkehrsordnung entsprechen, insofern wäre eine Umbenennung eben doch mit Kosten, zumindest für neue Straßenschilder verbunden.

 

Bürgermeisterin SCHELLMANN schildert kurz die geschichtlichen Ereignisse, die dazu beigetragen haben, dass Lüneburg vor Jahrhunderten den Titel Hansestadt verloren und bisher nicht wiedererlangt hat. Heutzutage sei die Hanse eine sehr positiv angesehene Epoche, die mit Begriffen wie Urbanität, Zuverlässigkeit, Solidarität, Geschäftstüchtigkeit und insbesondere Weltoffenheit verbunden werde. Lüneburg passe mit seiner Geschichte und seiner alten Baukultur sehr gut in dieses Bild hinein. Der Begriff „Universitätsstadt“ habe in der Tat nicht diese Tradition, zumal hier weniger die traditionellen Wissenschaften gelehrt würden. In dem Bogen, der mit beiden Begriffen gespannt werde, würde aber ein Leitbild der Stadt sehr schön verdeutlicht, nämlich die gelungene Verbindung von Tradition und Moderne. Für die Stadt wäre das eine Aufwertung und sehr gute Werbung.

 

Ratsherr MEIHSIES sieht die Zukunft der Stadt Lüneburg nicht in der rückwärtsgewandten Begrifflichkeit „Hansestadt“, die touristisch sicherlich gut vermarktungsfähig sei, sondern in der zukunftsweisenden Bezeichnung „Universitätsstadt“. Das sei ein Imageträger, den Lüneburg als junge, lebendige Stadt eher bevorzugen sollte. In diesem Sinne werde seine Fraktion sich auch in den weiteren Beratungen im Fachausschuss einsetzen.

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Rat der Stadt Lüneburg fasst einstimmig folgenden Beschluss:

 

Der Antrag wird zur weiteren Beratung in den Kultur- und Partnerschaftsausschuss überwiesen.

 

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