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Beratungsinhalt: Beigeordneter
SRUGIS erläutert
den Antrag der Gruppe SPD/FDP. Darin werde in erster Linie eine Maßnahme für
die Stadtentwicklung gesehen. Darüber hinaus würden spezielle Förderprogramme
wie dieses und andere die Attraktivität der Stadt erhöhen und seien durchaus
ein Standortfaktor, den potenzielle Zuzügler in ihre Überlegungen einbeziehen
würden. Wenn dadurch junge Familien veranlasst würden, nach Lüneburg zu ziehen,
rechne sich diese Ausgabe mit hoher Wahrscheinlichkeit am Ende letztlich für
die Stadt durch erhöhte Steuereinnahmen. Überdies handele es sich dabei
natürlich auch im weiteren Sinne um eine Familienförderung. Dies sei aber
eigentlich Sache des Bundes, deshalb stehe der Standortfaktor bei den Überlegungen
eindeutig im Vordergrund. Der vorgeschlagene Betrag würde ausreichen, um fast
100 Familien zu fördern. Beigeordneter
DR. SCHARF meint,
der Antrag ziele in die richtige Richtung. Leider würden sich immer weniger
Paare für zwei oder mehr Kinder entscheiden, deshalb sollten diejenigen, die
das noch täten gezielt gefördert und bei der Schaffung von Wohneigentum
unterstützt werden. Gleichzeitig werde mit dem Programm auch etwas für die
Stadtentwicklung getan. Die Maßnahme sollte sich daher nicht nur auf den
Bereich des Schlieffen-Parks beschränken. Die Zuschüsse sollten allerdings nach
einem gewissen Zeitraum zurückgezahlt werden, damit man mit den Mitteln wieder
andere Familien bzw. ähnliche Vorhaben fördern könne. Bei den Rückzahlungsmodalitäten
sollte man allerdings nicht zu strenge Kriterien festlegen. Ratsherr
NOWAK findet den
Grundgedanken richtig, junge Familien zu fördern. Um allerdings in den Genuss
der maximalen Fördersumme von 5.000 € zu gelangen, müsste eine Familie mit zwei
Kindern ein Grundstück mit einer Größe von 1.000 qm erwerben, was zum einen in
der Stadt eher selten zu finden sei und von Familien, für die eine solche
Förderung in Frage käme, gar nicht finanzierbar wäre. Die Fördersumme würde
also in den meisten Fällen erheblich geringer ausfallen. Man könnte seiner
Meinung nach mehr Familien fördern und damit eventuell ihre Entscheidung, nach
Lüneburg zu ziehen positiv beeinflussen, wenn man ihnen statt dessen z.B.
jeweils das erste Kindergartenjahr kostenfrei anbieten würde. Damit würde man
neben dem materiellen auch einen pädagogischen Effekt erreichen. Diese Idee
sollte gemeinsam mit den vorliegenden Anträgen im Finanzausschuss beraten
werden. Bürgermeisterin
SCHELLMANN stimmt
zu, dass man sich Gedanken machen müsse, wie man insbesondere für Familien mit
Kindern das Leben in der Stadt attraktiv machen könne, auch wenn hier die
Grundstücksgrößen eingeschränkter seien. Dabei sollte insbesondere der Schlieffen-Park
als innenstadtnahes Gebiet gefördert werden. Die Außenbereiche wie Häcklingen
seien von allein „vollgelaufen“ und müssten nicht weiter gefördert werden. Es
gehe hier um die Entwicklung im engeren Stadtkern, für die auch Familien mit
Kindern gewonnen werden sollten. Oberbürgermeister
MÄDGE sagt zu, dass
die Verwaltung für die Beratung der Anträge im Finanzausschuss aufbereiten
werde, inwieweit die Einführung von Freibeträgen für das erste Kindergartenjahr
praktikabel und gerecht wäre. Er meine, das würde möglicherweise zur Benachteiligung
von Familien führen, die schon in Lüneburg lebten und vielleicht in dieses
Gebiet umziehen wollen. Punkt 1 des Änderungsantrages der CDU-Fraktion dürfte
im Übrigen dann auch nur für noch neu zu schaffende Baugebiete gelten. Beschluss: Der
Rat der Stadt Lüneburg überweist den Antrag der Gruppe SPD/FDP und den
Änderungsantrag der CDU-Fraktion einstimmig in den Finanzausschuss. (14) |
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