Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Fachbereichsleiterin
SCHRÖDER-EHLERS
berichtet, die Bürgerbeschwerden seien auch an die Stadt herangetragen, und von
hier an den Landkreis als zuständige Behörde weitergegeben worden. Der
Landkreis habe sich dafür eingesetzt, dass der ADAC den TÜV Nord mit einer Überprüfung
des Lärms beauftragt. Dabei habe sich herausgestellt, dass insbesondere das Training
auf der Kartbahn am Sonntagvormittag zu Beschwerden der Anwohner geführt habe.
Die gesetzlichen Grenzwerte seien dabei jedoch größtenteils eingehalten worden.
Der ADAC habe inzwischen reagiert und die Trainingszeiten so verändert, dass
der Sonntag weitgehend davon ausgenommen sei. Es bleibe zu hoffen, dass mit
dieser Regelung die Beschwerdelage deutlich zurückgehen werde. Beigeordneter
DÖRBAUM begrüßt,
dass der ADAC auf die Beschwerden der Anwohner bereits reagiert habe. Das
Lärmempfinden sei sicherlich individuell durchaus unterschiedlich, der Schutz
der Bürger habe jedoch einen hohen Stellenwert, daher würden Rat und Verwaltung
die Situation dort weiterhin beobachten. Beigeordneter
KÖRNER berichtet,
das Problem sei hauptsächlich durch einen Hamburger Kartclub verursacht worden,
bei dessen Fahrzeugen offenbar die Schalldämpfer ausgebaut wurden, so dass die
Lärmwerte überschritten wurden. Das gelte auch für einige Motorräder. Diese
Fahrzeuge seien inzwischen größtenteils aus dem Betrieb genommen worden. Der
ADAC habe schnell reagiert und sei darum bemüht, die Anwohner nicht zu
verärgern. Der ADAC überprüfe die Lärmwerte selbst laufend, um schnell eingreifen
zu können, wenn diese zu hoch lägen. Ratsherr
ZIEGERT macht
ebenfalls deutlich, dass Lärm unterschiedlich empfunden werde und es für einige
Lärmarten durchaus auch Lästigkeitszuschläge bei der Ermittlung der Grenzwerte
gebe. Die Grenzwerte seien hier zwar nicht überschritten worden, er appelliere
aber an den Landkreis, die Anlage weiterhin zu überwachen, um Problemen mit den
Anwohnern vorzubeugen. Beigeordneter
LÖB wundert sich,
dass Windkraftanlagen, die einer umweltschonenden Energiegewinnung dienen, von
einigen Ratsmitgliedern in der Nähe von Wohngebieten vehement abgelehnt worden
seien, während diese Anlage, die viel mehr Lärm und Störungen verursache und
eher der Energieverschwendung diene, relativ klaglos hingenommen werde. Hier
seien aus den Lärmmessungen scheinbar statistische Mittelwerte gebildet worden.
Die Menschen würden jedoch unter den Spitzenwerten leiden, die zu bestimmten
Zeiten, besonders an den Wochenenden und am Abend erreicht würden. Es wundere
ihn, dass bei der Zulassung der Anlage offenbar niemand an die Lärmentwicklung
gedacht habe, die Motorsportarten verursachen können. Man habe bei der
Genehmigung möglicherweise auch nicht realisiert, dass eine solche Anlage ohne
den lärmintensiven Kartbetrieb nicht rentabel sei. Wenn die Stadt in diese
Richtung noch weiter wachsen wolle, müssten bei Zeiten klare Grenzen gezogen
werden, um weitere Konflikte zu vermeiden. Oberbürgermeister
MÄDGE entgegnet,
die Verwaltung habe im Planungsverfahren in Absprache mit dem Ortsvorsteher die
Belange der städtischen Anwohner vertreten. In das Lärmgutachten des
unabhängigen Gutachters sei Einsicht genommen worden, es wäre unverhältnismäßig
gewesen, ein eigenes in Auftrag zu geben. Die darin ermittelten Lärmwerte
hätten unter den Grenzwerten gelegen, was sich mit der Untersuchung des TÜV
jetzt bestätigt habe. Da zwischen objektivem und gefühltem Lärm aber große
Unterschiede lägen, nehme man die Beschwerden ernst und sei um eine Lösung
bemüht, mit der alle leben könnten. Die Stadt habe ihre Möglichkeiten ausgeschöpft,
Gespräche mit dem ADAC und dem Landkreis geführt und werde sich auch weiterhin
für die Anwohner einsetzen und Beschwerden nachgehen. Ratsherr
SOLDAN appelliert
an den ADAC, auf das subjektive Lärmempfinden der Anwohner einzugehen und die
Kartbetreiber und Motorradfahrer aufzufordern, sich an die Lärmschutzvorschriften
zu halten und diese möglichst noch zu unterschreiten. Beschluss: Der
Rat der Stadt Lüneburg nimmt Kenntnis. (3) |
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