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Auszug - Lärmentwicklung in den Ortsteilen Häcklingen, Oedeme und Rettmer (Anfrage der Gruppe SPD / FDP vom 16.09.05)  

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Lüneburg
TOP: Ö 5.2
Gremium: Rat der Hansestadt Lüneburg Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 24.11.2005    
Zeit: 17:00 - 19:55 Anlass: Sitzung
Raum: Huldigungssaal
Ort: Rathaus
VO/1682/05 Lärmentwicklung in den Ortsteilen Häcklingen, Oedeme und Rettmer (Anfrage der Gruppe SPD / FDP vom 16.09.05)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage der Gruppe SPD / FDP
Federführend:01 - Büro der Oberbürgermeisterin Bearbeiter/-in: Plett, Anke
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Fachbereichsleiterin SCHRÖDER-EHLERS berichtet, die Bürgerbeschwerden seien auch an die Stadt herangetragen, und von hier an den Landkreis als zuständige Behörde weitergegeben worden. Der Landkreis habe sich dafür eingesetzt, dass der ADAC den TÜV Nord mit einer Überprüfung des Lärms beauftragt. Dabei habe sich herausgestellt, dass insbesondere das Training auf der Kartbahn am Sonntagvormittag zu Beschwerden der Anwohner geführt habe. Die gesetzlichen Grenzwerte seien dabei jedoch größtenteils eingehalten worden. Der ADAC habe inzwischen reagiert und die Trainingszeiten so verändert, dass der Sonntag weitgehend davon ausgenommen sei. Es bleibe zu hoffen, dass mit dieser Regelung die Beschwerdelage deutlich zurückgehen werde.

 

Beigeordneter DÖRBAUM begrüßt, dass der ADAC auf die Beschwerden der Anwohner bereits reagiert habe. Das Lärmempfinden sei sicherlich individuell durchaus unterschiedlich, der Schutz der Bürger habe jedoch einen hohen Stellenwert, daher würden Rat und Verwaltung die Situation dort weiterhin beobachten.

 

Beigeordneter KÖRNER berichtet, das Problem sei hauptsächlich durch einen Hamburger Kartclub verursacht worden, bei dessen Fahrzeugen offenbar die Schalldämpfer ausgebaut wurden, so dass die Lärmwerte überschritten wurden. Das gelte auch für einige Motorräder. Diese Fahrzeuge seien inzwischen größtenteils aus dem Betrieb genommen worden. Der ADAC habe schnell reagiert und sei darum bemüht, die Anwohner nicht zu verärgern. Der ADAC überprüfe die Lärmwerte selbst laufend, um schnell eingreifen zu können, wenn diese zu hoch lägen.

 

Ratsherr ZIEGERT macht ebenfalls deutlich, dass Lärm unterschiedlich empfunden werde und es für einige Lärmarten durchaus auch Lästigkeitszuschläge bei der Ermittlung der Grenzwerte gebe. Die Grenzwerte seien hier zwar nicht überschritten worden, er appelliere aber an den Landkreis, die Anlage weiterhin zu überwachen, um Problemen mit den Anwohnern vorzubeugen.

 

Beigeordneter LÖB wundert sich, dass Windkraftanlagen, die einer umweltschonenden Energiegewinnung dienen, von einigen Ratsmitgliedern in der Nähe von Wohngebieten vehement abgelehnt worden seien, während diese Anlage, die viel mehr Lärm und Störungen verursache und eher der Energieverschwendung diene, relativ klaglos hingenommen werde. Hier seien aus den Lärmmessungen scheinbar statistische Mittelwerte gebildet worden. Die Menschen würden jedoch unter den Spitzenwerten leiden, die zu bestimmten Zeiten, besonders an den Wochenenden und am Abend erreicht würden. Es wundere ihn, dass bei der Zulassung der Anlage offenbar niemand an die Lärmentwicklung gedacht habe, die Motorsportarten verursachen können. Man habe bei der Genehmigung möglicherweise auch nicht realisiert, dass eine solche Anlage ohne den lärmintensiven Kartbetrieb nicht rentabel sei. Wenn die Stadt in diese Richtung noch weiter wachsen wolle, müssten bei Zeiten klare Grenzen gezogen werden, um weitere Konflikte zu vermeiden.

 

Oberbürgermeister MÄDGE entgegnet, die Verwaltung habe im Planungsverfahren in Absprache mit dem Ortsvorsteher die Belange der städtischen Anwohner vertreten. In das Lärmgutachten des unabhängigen Gutachters sei Einsicht genommen worden, es wäre unverhältnismäßig gewesen, ein eigenes in Auftrag zu geben. Die darin ermittelten Lärmwerte hätten unter den Grenzwerten gelegen, was sich mit der Untersuchung des TÜV jetzt bestätigt habe. Da zwischen objektivem und gefühltem Lärm aber große Unterschiede lägen, nehme man die Beschwerden ernst und sei um eine Lösung bemüht, mit der alle leben könnten. Die Stadt habe ihre Möglichkeiten ausgeschöpft, Gespräche mit dem ADAC und dem Landkreis geführt und werde sich auch weiterhin für die Anwohner einsetzen und Beschwerden nachgehen.

 

Ratsherr SOLDAN appelliert an den ADAC, auf das subjektive Lärmempfinden der Anwohner einzugehen und die Kartbetreiber und Motorradfahrer aufzufordern, sich an die Lärmschutzvorschriften zu halten und diese möglichst noch zu unterschreiten.

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Rat der Stadt Lüneburg nimmt Kenntnis.

 

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