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Auszug - Kurpark - Umsetzung der Maßnahmen aus dem Gutachten  

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Grünflächen- und Forstausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Grünflächen- und Forstausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 09.11.2005    
Zeit: 15:00 - 18:20 Anlass: Sitzung
Raum: Magistratszimmer (Raum 30)
Ort: Rathaus
VO/1752/05 Kurpark
- Umsetzung der Maßnahmen aus dem Gutachten
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Zurheide
Federführend:Fachbereich 7 - Tiefbau und Grün Bearbeiter/-in: Ryll, Gudrun
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Vor Ort

 

Stadtbaurätin Gundermann führt in die Thematik ein. Erinnert wird an das im Ausschuss bereits vorgestellte Gutachten. Wie im Ausschuss seinerzeit beschlossen, hat die Stadt damit begonnen, die in dem gartenhistorischen Gutachten vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen.

Anlässlich der heutigen Ortsbesichtigung wird aufgezeigt, welche dieser Maßnahmen bereits umgesetzt wurden, bzw. welche Maßnahmen in absehbarer Zeit für eine Umsetzung vorgesehen sind.

 

Bereichsleiter Zurheide erläutert anlässlich eines Rundganges im Kurparkareal die bereits durchgeführten Maßnahmen. In Augenschein genommen wird das im Südteil des Kurparks in den letzten Jahren mit einem Aufwand von insgesamt 75.000 € sanierte Wegenetz. Gegenüber dem bisherigen Unterbau der Wege ist der jetzige 3-schichtige Aufbau sowohl wasserhaltend als auch wasserdurchlässig konzipiert. Dadurch wurde erreicht, dass die Wege bei größeren Niederschlägen nicht mehr aufweicht und auf Dauer sich Pfützenbildungen einstellen.

Bereits durchgeführte erste Ansätze der Freischneidung der wieder herzustellenden Sichtachsen werden vor Ort erläutert.

 

Fachbereichsleiter Wittmoser verdeutlicht vor Ort, dass das Prinzip des Landschaftsgartens, das man mit der Wiederherstellung der Sichtachsen verfolgt, die Tiefe sei.

 

Herr Dammann – BUND – geht ein auf die Berichterstattung über die mögliche Sperrung der Fußgängerbrücke über die OHE-Bahntrasse. Der Erhalt bzw. die Erneuerung der Brücke ist für ihn eine grundsätzliche Frage, die von Bedeutung sei. Ihn interessiert, wie an die Thematik weiter herangegangen wird.

 

Bereichsleiter Zurheide weist darauf hin, dass die Brücke keine gartenhistorische Bedeutung habe. Aus der Historie heraus war diese Brücke nicht notwendig. Das zeigt sich auch daran, dass die Brücke erst wesentlich später gebaut wurde.

Die Brücke ist Baujahr 1925. Für den Erhalt der Brücke wären erhebliche Investitionen notwendig.

 

Stadtbaurätin Gundermann ergänzt, dass die Brücke nicht akut einsturzgefährdet sei. Die Situation wird weiterhin beobachtet. Nicht ausgeschlossen sei jedoch, dass die Brücke nach dem Winter 05/06 gesperrt werden müsse. Hingewiesen wird darauf, dass die Brücke bereits länger stehe, als von der Haltbarkeit des Materials seinerzeit vorgesehen.

Durchgeführte Zählungen in den letzten Monaten haben ergeben, dass die Brücke von durchschnittlich 200 Personen pro Tag und Richtung frequentiert wird. Die nächste zumutbare Entfernung, das OHE-Gleis zur Erreichung des Kurparks zu queren, liegt nur 200 m entfernt.  Insofern wird man die Brücke nach einer Sperrung auch einmal 2 – 3 Jahre unangefasst liegen lassen können.

Fakt ist, dass die Brücke aufgrund ihres Zustande nicht mehr ausreichend trägt und dass für den Haushalt 2006 keine Mittel für eine Sanierung bzw. Erneuerung vorgesehen seien.

 

Beigeordneter Dörbaum geht davon aus, dass die Brücke für die Komplettierung des Wegenetzes erforderlich sei.

 

Fachbereichsleiter Wittmoser erklärt, dass die Wegeverbindung durch die Universität in ihrer Nutzung, wenn auch überwiegend unzulässigerweise durch Fahrradfahrer, eine Belegung erfahren habe. Die Wegeverbindung erfordert, insbesondere bei Tauwetter, einen sehr hohen Pflegeaufwand.

 

Im Anschluss an die Ortsbesichtigung wird die Beratung im Magistratszimmer des Rathauses fortgesetzt.

 

Bereichsleiter Zurheide geht noch einmal ein auf das bereits vorgestellte Gutachten. Die Verwaltung hat sich mit den im Gutachten vorgeschlagenen Maßnahmen zur Wiederherstellung gartenhistorischer Bezüge und den vorgeschlagenen Prioritäten auseinander gesetzt und einen Maßnahmenkatalog (Anlage I) erstellt, in dem die Prioritäten für die Umsetzung der jeweiligen Maßnahmen neu festgelegt wurden.

Anhand des Maßnahmenkataloges werden die einzelnen Maßnahmen in der zeitlichen Abfolge ihrer vorgesehenen Umsetzung ausführlich dargestellt. Hinterlegt werden die Ausführungen durch eine Power-Point-Präsentation, in der die Maßnahmen auch bildlich aufgezeigt werden.

 

Fachbereichsleiter Wittmoser würde es begrüßen, wenn die Ausschussmitglieder durch ein Votum signalisieren würden, dass sie den aufgezeigten Weg mitgehen und sich dafür aussprechen, dass in der Weise weitergearbeitet werden soll, wie es mit dem Maßnahmenkatalog und der dargestellten zeitlichen Abfolge aufgezeigt wurde. Anhand des Maßnahmenkataloges wäre die Verwaltung in die Lage versetzt, die zu ergreifenden Maßnahmen der nächsten Jahre konkreter anzugehen.

Der Grünflächen- und Forstausschuss schließt sich dem Vorschlag von Fachbereichsleiter Wittmoser an. Der vorgestellte Maßnahmenkatalog (Anlage I) mit den darin enthaltenen Prioritäten soll Arbeitsgrundlage für die Verwaltung für die nächsten Jahre sein.

 

Der Grünflächen- und Forstausschuss fasst hierzu einen einstimmigen Beschluss.

 

 

Aufstellung von Informationstafeln

 

Ratsfrau Ebeling begrüßt Herrn Schulz – Vorsitzender des Bürgervereins Lüneburg e.V. – und Herrn Dorzynski – Fa. Höbermann, Licht- und Außenwerbung –

 

Herr Schulz – Bürgerverein Lüneburg e.V. – berichtet darüber, dass der Bürgerverein den Wunsch der Stadt und der Bürger/innen, die Eingangsbereiche des Kurparks zum Zwecke der besseren Orientierung mit Hinweistafeln auszustatten, gefolgt sei. Der Bürgerverein hat sich der Sache angenommen und ist bereit, die erforderlichen Kosten für die Gestaltung, für das Material und für die Aufstellung zu übernehmen. Der Bürgerverein hat die Fa. Höbermann – Licht- und Außenwerbung – in die Planung eingebunden. Die Kosten für die Stelen werden durch Spenden der Mitglieder des Bürgervereins und der Fa. Höbermann aufgebracht.

 

Herr Dorzynski – Fa. Höbermann Licht- und Außenwerbung – stellt den Entwurf einer Informationsstele (Anlage II) vor. Die Stelen werden eine Höhe von ca. 1,80 m haben und in einem Stahlrohrrahmen eingefasst sein. Die dargestellten Motive (Lagepläne des Kurparks) werden beidseitig in jeweils 2-Scheiben-Sicherheitsglas hinterlegt. Es handelt sich in der Ausführungsplanung als auch im Motiv um Entwürfe, die noch veränderbar seien. Wünschenswert wäre es jedoch, wenn durch ein positives Votum des Ausschusses die Sache zu einem Ende geführt werden könnte. Eine Umsetzung der Maßnahme wäre dann für das Frühjahr 2006 möglich.

 

Stadtbaurätin Gundermann dankt dem Bürgerverein für sein Engagement. Infotafeln an den Eingangsbereichen sind ganz wichtig. Sie passen auch hervorragend in das Gesamtkonzept und stellen eine gute Arbeitsgrundlage dar.

 

Beigeordneter Dörbaum schließt sich dem Dank an. Die Stelen sehen sehr ansprechend aus und passen gut in das Stadtbild. In der Darstellung vermisst wird der Hinweis auf den Brunnen, bzw. das geplante Wasserspiel. Anhand der Planung ist für ihn auch der Bürgersinn erkennbar.

 

Herr Schulz – Bürgerverein Lüneburg e.V. –  geht davon aus, dass die Stelen im Frühjahr 2006 aufgestellt werden können. Er schlägt vor, dass die Mitglieder des Grünflächen- und Forstausschusses zur Einweihung eingeladen werden.

 

Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor.

 

Ratsfrau Ebeling dankt dem Bürgerverein für sein Engagement. Von den Ausschussmitgliedern wird die Aufstellung der dargestellten Stelen mit ihren Informationstafeln positiv gesehen. Die Einladung zur Einweihung der Stelen wird von den Ausschussmitglieder gerne angenommen.

 

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Grünflächen- und Forstausschuss begrüßt das Engagement des Bürgervereins und stimmt der Aufstellung der vorgestellten Stelen mit dem dargestellten Übersichtplan des Kurparks einvernehmlich zu.

Test1

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Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Top 4 Kurpark Anlage I Seite 1 (185 KB)      
Anlage 2 2 Top 4 Kurpark Anlage I Seite 2 (153 KB)      
Anlage 3 3 Top 4 Kurpark Anlage I Seite 3 (171 KB)      
Anlage 4 4 Top 4 Kurpark Anlage I Seite 4 (176 KB)      
Anlage 5 5 Top 4 Kurpark Anlage II (156 KB)