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Auszug - Mobilfunk - Vorstellung von Bauanträgen - Sachstand Mobilfunk allgemein -   

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz
TOP: Ö 4
Gremium: Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 08.11.2005    
Zeit: 17:00 - 18:55 Anlass: Sitzung
Raum: Sodmeisterkörkammer
Ort: Rathaus
VO/1699/05 Mobilfunk
- Vorstellung von Bauanträgen -
- Sachstand Mobilfunk in Lüneburg allgemein -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Bereich 31 - Umwelt Bearbeiter/-in: Rietschel, Ulrike
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Ratsfrau Lotze übergibt das Wort an Herrn Johannes vom Mobilfunkbetreiber O².

 

Herr Johannes stellt zwei neue Standorte für UMTS-Masten vor, die O² realisieren möchte:

Im Pirolweg 1 A ist ein ca. 30 m hoher Mast mit 3 Antennen geplant, in der Bessemer Str. 3 A soll ein Mast von 40 m Höhe – ebenfalls mit 3 Antennen bestückt – errichtet werden. Dieser Standort soll so weit wie möglich von der Wohnbebauung entfernt entstehen. Durch diese beiden relativ hohen Masten können 3 Standorte – darunter auch der Standort in Ochtmissen – ersetzt werden.

 

Herr Johannes erläutert die Technik der kleinzelligen Funknetze, die abhängig von der Zahl der Mobilfunknutzer ausgebaut werden muss. Zur Zeit ist die Technik GMS = Globaler Standard für Mobilfunk, die es seit 1982 gibt, die am häufigsten genutzte Technik. Daneben gibt es noch das GPRS = General Paket Radio Systeme und das UMTS = Universeller Mobilfunkkommunikations-Standard, der eine geringere Reichweite hat und daher ein engeres Netz erfordert.

 

Anschließend umreißt Herr Johannes die einzelnen Verfahrensschritte zum Aufbau von Sendemasten und das Standortbescheinigungsverfahren.

 

Er erklärt die Berechnung von den geltenden Grenzwerten und stellt fest, dass nach übereinstimmenden Erkenntnissen internationaler Expertenkommissionen keine Gesundheitsgefährdung für Menschen durch Basisstationen ausgeht. Die einzelnen Standorte können in der kommunalen Standortdatenbank der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de/emf-Monitoring/emf-datenbank abgerufen werden.

 

Auf die Frage von Frau Schubert nach der Entfernung zur Wohnbebauung in der Bessemer Straße antwortet Herr Johannes, dass etwa 280 Meter eingehalten werden.

 

Frau Schröder-Ehlers ergänzt, dass es zur Zeit 28 Standorte mit insgesamt 61 Antennen, davon 22 UMTS-Anlagen, in Lüneburg gibt. Sie erläutert anhand eines Stadtplanes, wo sich weitere Suchkreise für die Errichtung neuer Standorte befinden. Sie weist darauf hin, dass grundsätzlich Mobilfunkanlagen baugenehmigungsfrei sind, aber in der Planungsphase eine Abstimmung mit den unteren Immissionsschutzbehörden erfolgt, die in den meisten Fällen zu einem akzeptablen Ergebnis führt.

 

Frau Schubert regt an, eine Liste der Lüneburger Standorte dem Protokoll beizufügen. Frau Schröder-Ehlers weist auf die bereits genannte Datenbank der Bundesnetzagentur hin, aus der die einzelnen Standorte ersichtlich seien.

 

Frau Schubert spricht sich dafür aus, die Standorte in einem Abstand von mindestens 250 m von der Wohnbebauung und damit so menschenverträglich wie möglich zu errichten.

 

Auf die Frage von Ratsfrau Verlinden, in welchem Ausmaß das Netz künftig noch ausgebaut werden müsse, antwortet Herr Johannes, dass mit einem weiteren Ausbau von 100 % zu rechnen sei, da das Netz auch für Datendienste in immer stärkerem Maße genutzt werde.

 

Ratsfrau Lotze bedankt sich für die Informationen.

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz nimmt die Informationen zur Kenntnis.