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Beratungsinhalt: Ratsfrau
Lotze übergibt das Wort an Herrn Johannes vom Mobilfunkbetreiber O². Herr
Johannes stellt zwei neue Standorte für UMTS-Masten vor, die O² realisieren
möchte: Im
Pirolweg 1 A ist ein ca. 30 m hoher Mast mit 3 Antennen geplant, in der
Bessemer Str. 3 A soll ein Mast von 40 m Höhe – ebenfalls mit 3 Antennen
bestückt – errichtet werden. Dieser Standort soll so weit wie möglich von
der Wohnbebauung entfernt entstehen. Durch diese beiden relativ hohen Masten
können 3 Standorte – darunter auch der Standort in Ochtmissen –
ersetzt werden. Herr
Johannes erläutert die Technik der kleinzelligen Funknetze, die abhängig von
der Zahl der Mobilfunknutzer ausgebaut werden muss. Zur Zeit ist die Technik GMS
= Globaler Standard für Mobilfunk, die es seit 1982
gibt, die am häufigsten genutzte Technik. Daneben gibt es noch das GPRS =
General Paket Radio Systeme und das UMTS =
Universeller Mobilfunkkommunikations-Standard, der eine geringere Reichweite
hat und daher ein engeres Netz erfordert. Anschließend
umreißt Herr Johannes die einzelnen Verfahrensschritte zum Aufbau von
Sendemasten und das Standortbescheinigungsverfahren. Er
erklärt die Berechnung von den geltenden Grenzwerten und stellt fest, dass nach
übereinstimmenden Erkenntnissen internationaler Expertenkommissionen keine
Gesundheitsgefährdung für Menschen durch Basisstationen ausgeht. Die einzelnen
Standorte können in der kommunalen Standortdatenbank der Bundesnetzagentur
unter www.bundesnetzagentur.de/emf-Monitoring/emf-datenbank
abgerufen werden. Auf
die Frage von Frau Schubert nach der Entfernung zur Wohnbebauung in der
Bessemer Straße antwortet Herr Johannes, dass etwa 280 Meter eingehalten
werden. Frau
Schröder-Ehlers ergänzt, dass es zur Zeit 28 Standorte mit insgesamt 61
Antennen, davon 22 UMTS-Anlagen, in Lüneburg gibt. Sie erläutert anhand eines
Stadtplanes, wo sich weitere Suchkreise für die Errichtung neuer Standorte
befinden. Sie weist darauf hin, dass grundsätzlich Mobilfunkanlagen
baugenehmigungsfrei sind, aber in der Planungsphase eine Abstimmung mit den
unteren Immissionsschutzbehörden erfolgt, die in den meisten Fällen zu einem
akzeptablen Ergebnis führt. Frau
Schubert regt an, eine Liste der Lüneburger Standorte dem Protokoll beizufügen.
Frau Schröder-Ehlers weist auf die bereits genannte Datenbank der
Bundesnetzagentur hin, aus der die einzelnen Standorte ersichtlich seien. Frau
Schubert spricht sich dafür aus, die Standorte in einem Abstand von mindestens
250 m von der Wohnbebauung und damit so menschenverträglich wie möglich zu
errichten. Auf
die Frage von Ratsfrau Verlinden, in welchem Ausmaß das Netz künftig noch ausgebaut
werden müsse, antwortet Herr Johannes, dass mit einem weiteren Ausbau von 100 %
zu rechnen sei, da das Netz auch für Datendienste in immer stärkerem Maße
genutzt werde. Ratsfrau
Lotze bedankt sich für die Informationen. Beschluss: Der
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz nimmt die Informationen zur
Kenntnis. |
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