Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Stadtdirektor
Koch fasst ergänzend zur Vorlage zusammen, dass die Sanierungskosten für das
Schulzentrum Kaltenmoor ca. 1/3 der theoretischen Neubaukosten betragen. Das
macht es notwendig, dass der Bestand nachgenutzt werden muss. Als Fazit der
hier vorgelegten Situation lässt sich sagen, dass für die Anne-Frank-Schule der
Ganztagsschulausbau bereits genehmigt sei. Wenn hier Veränderungen vorgenommen
werden, müssten Mittel an den Bund zurückgegeben werden. Daher soll es beim
ursprünglich geplanten Ausbau der Anne-Frank-Schule bleiben. Im
Gebäude des Schulzentrums bleiben Hauptschule und Realschule Kaltenmoor. Zudem
bleiben nach der Sanierung Räume frei. Diese sollen durch das Johanneum als
Außenstelle nachgenutzt werden. In diesem Zusammenhang erfolgt ein kurzer
Querverweis zum TOP 6 hinsichtlich des Ganztagsschulantrages des Johanneums. Erste
Überlegungen hierzu habe es schon 2002 gegeben. Damals wurde für Kaltenmoor ein
Ganztagszentrum geplant. So wurde auch der entsprechende Antrag auf Genehmigung
eines Ganztagszentrums, beginnend mit der Anne-Frank-Schule zum 01.08.2003,
gestellt und bewilligt. Sollte eine Ganztagsgenehmigung für das Johanneum
genehmigt werden, besteht auch die theoretische Möglichkeit, Fördermittel aus
dem Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung (IZBB) zu erhalten. Zusammengefasst
lässt sich sagen, dass für den Fall, dass kein Ganztagsschulausbau des
Johanneums erfolge, unter Auflösung der Außenstelle in Lüne eine große
Außenstelle im Schulzentrum gebildet werde. Für den Fall eines
Ganztagsschulausbaus des Johanneums würde solange eine kleine Außenstelle
gebildet werden, bis der 13. Jahrgang des Gymnasiums entfalle. Hingewiesen
wird auch auf den Unsicherheitsfaktor hinsichtlich der Beschulung der Kinder
aus dem östlichen Landkreis, da immer noch nicht feststehe, ob in Bleckede ein
Gymnasium errichtet werde. Danach
wird die Aussprache zu dem Tagesordnungspunkt eröffnet. Beigeordneter
Dr. Scharf unterstreicht, dass er sicher sei, dass der Landkreis in Bleckede
etwas errichten wird. Er unterstützt das vorgeschlagene Vorgehen. Durch den
Wegfall der relativ großen Orientierungsstufe Kaltenmoor würden im Schulzentrum
Räume zur Verfügung stehen. Die nachnutzende Hauptschule und Realschule
diskutieren zwar das Thema Ganztagsschule, ein Antrag sei bisher jedoch nicht
vorliegend, hier müsste die Entwicklung abgewartet werden. Solange sollten die
Räume sinnvoll nachgenutzt werden. Hinsichtlich
der Anne-Frank-Schule sollte keine Veränderung des Konzeptes erfolgen. Ratsherr
Maeck beleuchtet die unterschiedlichen Alternativen der Vorlage. Beste Lösung
sei zweifelsfrei der Ganztagsschulausbau des Johanneums mit Bundesmitteln.
D.h., der Wunsch, dass das Johanneum am jetzigen Standort erweitert werde.
Sollte dies jedoch nicht möglich sein, so müsse die Lösung des Johanneums mit
einer Außenstelle im Schulzentrum Kaltenmoor aufgegriffen werden. Ggf. sei ja
eine Genehmigung von Mitteln auch in gekürztem Rahmen, d.h. nur für den Mensa-
und Freizeitbereich, möglich. Bürgermeisterin
Schellmann unterstützt die vorgeschlagene Vorgehensweise, d.h. den Ausbau der
Anne-Frank-Schule wie vorgeschlagen zu betreiben und einen Antrag für das
Johanneum auf Genehmigung der Ganztagsschule zu stellen. Im
Anschluss hat die Schulleiterin des Johanneums, Frau Dr. Krämer, Gelegenheit
zur Stellungnahme. Sie weist darauf hin, dass hinsichtlich der Zahlen in der
Vorlage kleinere Fehler aufgefallen sind. Die mit 10 bezifferten allgemeinen
Unterrichtsräume sind tatsächlich 12, da derzeit andere Räume als AUR
mitgenutzt werden, wie z.B. ein Werkraum. Es
wird darauf hingewiesen, dass in dieser Sitzung nur der grundsätzliche
Beschluss gefasst werde, und nicht über einzelne Räume des Bauprogramms
abzustimmen sei. Frau
Dr. Krämer äußert ihre Bekümmerung, das auf längere Sicht eine Außenstelle für
das Johanneum eingerichtet werden muss. Sie bittet, dass für die Außenstelle
eine Frist festgelegt wird. Eine Ganztagsschule mit einer Außenstelle
entspreche nicht dem einheitlichen Konzept der Schule. Ggf. könne auch über
eine Vierzügigkeit der Schule und damit Beschulung auf dem Gelände nachgedacht
werden. Oberbürgermeister
Mädge unterstreicht nochmals, dass zunächst abgewartet werden müsste, wie viele
Mittel hier genehmigt werden. Aus städtischen Mitteln können in jedem Fall
nicht mehr als 1 Mio. Euro bereitgestellt werden. Hinsichtlich des Vorschlages
der Vierzügigkeit unterstreicht er, dass es auch Verpflichtungen innerhalb der
Region gebe, d.h. eine gewisse Solidarität, auch Landkreis-Schüler zu beschulen
und diese nicht „auszusortieren“. Auch er bedauert, dass dies eine ungewisse
Situation für das Johanneum ergebe. Vor 2008 sei hier sicherlich keine
einheitliche Lösung zu schaffen. Eine günstigere Mensa-Lösung soll in jedem
Fall gesucht werden, diese ggf. im Vorgriff auf mögliche Mittel ausgeführt
werden. Die
Schulleiterin der Anne-Frank-Schule, Frau Tiesing-Neben, stimmt der Vorlage zu.
Sie unterstreicht, dass es sich hier um einen pädagogisch unumgänglichen Ausbau
zur Ganztagsschule handele und freut sich, das dieser nicht verändert wurde.
Hinsichtlich der Reihenfolge der Bauabschnitte würde sie für die
Anne-Frank-Schule gerne noch eine Veränderung vornehmen und die für den letzten
Abschnitt geplanten zusätzlichen Klassenräume an den Beginn stellen. Der
Oberbürgermeister unterstreicht, dass eine Änderung der Reihenfolge der
Bauabschnitte nicht vorgenommen werde. Die Abstimmung mit der Schule ist unter
Beteiligung aller so erfolgt und soll jetzt nicht mehr geändert werden. Ratsherr
Hornig lobt das Konzept des Johanneums, dass auch Alternativen biete, ggf. nur
eine kleinere Lösung für den Ganztagsbetrieb zu schaffen. Ratsherr
Firus lobt die große Bereitschaft, auch in Zusammenarbeit mit Vereinen das
Ganztagskonzept umzusetzen, obwohl sich die Bedingungen geändert haben (keine
zusätzlichen Stunden) und so ein Ganztagszentrum in Kaltenmoor entstehen zu
lassen. Es
wird vorgeschlagen, über die Tagesordnungspunkte 5 und 6 gemeinsam abzustimmen,
da in dieser Aussprache auch bereits der Aspekt des Ganztagsantrages des
Johanneums zur Aussprache gekommen sei. Stadtdirektor
Koch weist abschließend darauf hin, dass auch bei den anderen
Ganztagsschulanträgen aufgrund besonderer Zwänge schon vor Genehmigung mit dem
Bau begonnen werden musste. Dies ist dadurch möglich, dass mit der
Antragstellung der sofortige Maßnahmebeginn genehmigt werden kann. D.h., dass
die geplanten Eigenmittel für das Gesamtvorhaben zunächst eingesetzt werden
könnten. Wenn dann das Gesamtvorhaben nicht genehmigt würde, wären mit den
Eigenmitteln zumindest einige Punkte umgesetzt worden. Der
Schulausschussvorsitzende lässt daraufhin über den TOP 5 abstimmen. Dieser wird
einstimmig bei einer Enthaltung gefasst. Beschluss:
Zur genaueren Ausgestaltung dieser Außenstelle ist zu gegebener Zeit im Schulausschuss zu berichten. Abstimmungsergebnis: Ja-Stimmen: 8 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 1 |
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