Bürgerinformationssystem
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Der
Antrag wird gemeinsam mit der Anfrage „Grenzwert für Feinstaub“ (TOP 6.5)
beraten. Beratungsinhalt: Fachbereichsleiterin
SCHRÖDER-EHLERS
beantwortet zunächst die Anfrage und geht kurz auf den Antrag ein. Die Antwort
liegt der Niederschrift als Anlage bei. Ratsfrau
VERLINDEN dankt für
die umfangreichen Informationen und freut sich, dass die Verwaltung den Antrag
der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen inhaltlich unterstützt. Die Menschen hätten
ein Recht auf saubere Luft. Nach Information des Bundesministeriums würden
besonders Kinder durch den Feinstaub belastet. Um feststellen zu können, wie
hoch die Luftbelastungen dort seien, wo sich die meisten Menschen aufhielten,
seien eigentlich auch dort Messstationen vonnöten. Das Verkehrsaufkommen in den
Städten steige allgemein weiterhin an, deshalb sollte der Rat mit diesem Antrag
zumindest ein deutliches Signal nach Hannover senden, dass etwas getan werden
müsse. Lüneburg habe einmal den Titel „Heilbad“ geführt und es wäre schön, wenn
man zukünftig wieder dahin käme, mit der guten Luftqualität in Lüneburg werben
zu können. Ratsfrau
LOTZE appelliert an
die Landtagsabgeordneten, im Umweltministerium in Hannover darauf hinzuwirken,
dass in Lüneburg eine weitere Messstation installiert wird, die an einem besonders
belasteten Punkt aufgestellt werden sollte. Es gehe hier um die Gesundheit der
Bürgerinnen und Bürger, die eine solche Investition in einer Stadt der
Größenordnung Lüneburgs rechtfertige. Das Thema sollte detailliert im Ausschuss
für Umwelt und Verbraucherschutz beraten werden. Beigeordneter
DR. SCHARF ist auch
der Meinung, dass eine zweite Messstation in der Innenstadt sinnvoll und
berechtigt wäre. Das Bewusstsein der Menschen für diese Belastungen sei
inzwischen geschärft und es sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich
über die tatsächlichen Werte informieren zu können. Vor dem Hintergrund der
Diskussion um mögliche Autobahntrassen durch innerstädtische Gebiete erscheine
ihm die Debatte allerdings wie Schattenboxen, denn das würde eine enorme Erhöhung
der Feinstaubbelastung für Lüneburg bedeuten. Er betone daher nochmals
ausdrücklich, dass er sich eine innerstädtische Führung der Autobahntrasse
nicht vorstellen könne. Ratsherr
REINECKE macht
deutlich, auch seiner Fraktion liege die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger
am Herzen. Er habe die CDU-Fraktion allerdings bisher als Befürworter der A 39
gesehen, insofern erstaune ihn der Wortbeitrag seines Vorredners schon sehr.
Man wolle die Autobahn scheinbar nur dann, wenn man selbst nicht von ihren
Belastungen betroffen sei. Die sollten dann offensichtlich anderen zugemutet
werden. Es gebe in der Bundesrepublik sicherlich noch stärker mit Feinstaub
belastete Orte, die eine Messstation nötiger bräuchten. Es stelle sich auch die
Frage, was geschehen solle, wenn die Belastungen den Grenzwert überschreiten würden.
Wichtiger sei, die Bürger weiter für das Thema zu sensibilisieren, damit sie
selbst einen Beitrag zum Rückgang der Feinstaubbelastung leisten könnten. Hier
seien insbesondere auch die Raucher angesprochen und die Verbraucher
überregionaler Produkte. Es sei daher nicht unbedingt sinnvoll, die Einrichtung
einer weiteren Luftmessstation zu verlangen, für die das Land die finanziellen
Mittel zur Zeit nicht erübrigen könne. Beigeordneter
ALTHUSMANN weist
darauf hin, dass sogar in einigen Luftkurorten an der Nordsee die Grenzwerte
besonders häufig überschritten würden. Man habe zudem beobachtet, dass Autos in
Tempo 30 Zonen offenbar mehr Feinstaub erzeugten, als bei höheren Geschwindigkeiten,
da die Feinstaubfilter bei höheren Betriebstemperaturen scheinbar besser
arbeiteten. Oberbürgermeister
MÄDGE antwortet, es
sei nicht sinnvoll, die Problematik zu sehr aufzubauschen. Man müsse sich
einmal vor Augen führen, dass der Rauch einer Zigarette die gleiche Menge an
Feinstaub erzeuge, wie ein Dieselmotor in 100 Minuten. Man könne nicht alles
verbieten, was Feinstaub erzeuge, dieser entstehe zum Teil auch von selbst in
der Natur, wie sich in den Luftkurorten an der See zeige. Es gebe dafür zur
Zeit keine umfassende Lösung, man müsse langfristig nach praktikablen Lösungen
suchen. Über eine innerstädtische Autobahntrasse brauche man hier gar nicht
diskutieren, es gebe auch so bereits enorm verkehrsbelastete Bereiche in der
Stadt. Die Verkehrsberuhigung der Innenstadt habe sich in jedem Fall als
richtige Entscheidung erwiesen, denn die Vermeidung von Verkehr reduziere die
Feinstaubbelastung. Beschluss: Der
Rat der Stadt Lüneburg fasst einstimmig folgenden Beschluss: Der
Antrag wird in den Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz überwiesen, da
seine Verwirklichung eine fachliche und sachliche Überprüfung und ggf. die
Bereitstellung von Mitteln erfordert. (31) ALLRIS Dokumente Dieses Dokument wurde von
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