Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Stadtdirektor
KOCH teilt mit, die
Stadt habe großes Interesse an der Erhaltung des Wasserturms als von den
Bürgern nutzbares Denkmal und Touristenattraktion. Nach Einführung von „Hartz
IV“ seien die Möglichkeiten der Einflussnahme der Stadt Lüneburg bei der
Beschäftigung der dort früher nach § 19 BSHG tätigen Arbeitskräfte entfallen.
In mehreren Gesprächen mit der jetzt zuständigen Agentur für Arbeit, dem
Betreiberverein des Wasserturms und der Stadt Lüneburg sei folgendes Konzept
verabredet worden: Der über das Programm „AfL“ beschäftigte Hausmeister wird
bis zum 28.02.05 gesichert. Dem Trägerverein sollen ab dem 01.01.05 11 Kräfte
aus dem „1-€-Job“-Kontingent zur Verfügung gestellt werden. Der
Ermessensspielraum der Agentur für Arbeit sei eher als gering einzustufen.
Derzeit könne mit der Zahl der Arbeitskräfte das bestehende Angebot des
Wasserturms aufrecht erhalten werden. Der Betreiberverein sei aber von der
Agentur für Arbeit aufgefordert worden, ein Konzept zur Reduzierung der Personalkosten
um ein Drittel vorzulegen. Dazu müssten in größerem Umfang ehrenamtliche Helfer
eingebunden werden, ansonsten wäre eine Reduzierung der Öffnungszeiten
unumgänglich. Es gebe darüber hinaus zwar ein vielfältiges Instrumentarium der
Agentur für Arbeit zur Begründung fester Beschäftigungen, er sei aber der
Meinung, dass es dem Betreiberverein dafür derzeit noch an der nötigen
Finanzstruktur und entsprechenden Einnahme- und Verdienstmöglichkeiten fehle.
Das Bestehen des Wasserturms sei aber weiterhin gesichert und die Stadt werde
darauf achten, dass auch andere Einrichtungen, deren Arbeit auf der
Beschäftigung gemeinnützig tätiger Hilfeempfänger basiere, mit Augenmaß und
ohne Schäden für die Wirtschaftsstruktur weiter tätig sein könnten. Ratsfrau
DR. SPALLEK hält
eine Entwarnung für den Wasserturm noch nicht für angebracht. Die 1-€-Kräfte
seien nur jeweils für ein halbes Jahr dort und müssten jedes Mal erst in die umfangreichen
Tätigkeiten eingearbeitet werden. Die bisherigen Angebote des Wasserturms mit
dem erheblich reduzierten Zeitkontingent der Mitarbeiter und den befristeten
Stellen im selben Maße aufrecht zu erhalten sei problematisch und ein
reduziertes Angebot führe zwangsläufig auch zu niedrigeren Einnahmen. Wichtig
wäre, dass die einmal eingearbeiteten Arbeitskräfte länger bleiben und
vielleicht auch mehr Stunden arbeiten könnten, oder zumindest nach einer
bestimmten Auszeit erneut eingestellt werden könnten, damit die aufwändigen
Einarbeitungszeiten verkürzt werden könnten. Stadtdirektor
KOCH stellt die mit
den 1-€-Jobs verbundene Problematik und die Kritikpunkte sowohl von
Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerseite dar. Er versichere, dass die Stadt
darauf achten werde, dass die mühevoll aufgebauten, kulturellen und sonstigen
Einrichtungen durch die jetzt eingeführten Regelungen keinen Schaden nehmen. Beschluss: Der
Rat der Stadt Lüneburg nimmt die Antwort der Verwaltung zur Kenntnis. (V,
4, 5) |
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