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Beratungsinhalt:
Stadtbaurätin Gundermann führt in das Thema ein und berichtet, dass bereits über die Sanierung der Firma ECKPFEILER gesprochen wurde. Der Prozess laufe gut und der Vertrag solle angepasst werden.
Herr Trinkgeld, Projektleiter der ECKPFEILER Immobilien Gruppe GmbH, stellt die bisherigen Sanierungen vor. Er begleite das Projekt in Lüneburg seit dem Erwerb aus der Zwangsversteigerung. Der ursprüngliche Zustand der Gebäude im Jahr 2019 sei sehr schlecht gewesen, mit einem Drittel Leerstand und einem Drittel Mietausfällen. Über zwei Jahre hinweg seien die Mieteinnahmen ausschließlich für Sicherheitsmaßnahmen verwendet worden. Inzwischen sei viel erreicht worden, jedoch müsse weiterhin viel Entwicklung erfolgen. Ein Sicherheitsdienst und ein Büro seien vor Ort noch im Einsatz. Mit dem ursprünglichen Vertrag sollten 121 von 265 Wohnungen vollständig saniert werden. In den restlichen Wohnungen sollte im Zuge der energetischen Sanierung der Steigstränge für Trink- und Abwasser eine Badsanierung vorgenommen werden. Von den 80 mietpreisgebundenen Wohnungen sollten 50 vollsaniert werden. Bis Ende 2024 sollten mindestens 2,4 Millionen Euro an Städtebauförderungsmitteln in die Sanierung investiert werden.. Die schwierige Bausubstanz mit Kältebrücken bei den Laubengängen erfordere umfangreiche Maßnahmen, darunter eine Sanierung nach KfW-55-Standard, Fassadengestaltung mit Klinkerstruktur sowie Dach- und Kellersanierungen. Ein Mieterstrommodell sei ebenfalls eingeführt worden, jedoch habe sich die Avacon gegen eine Fortsetzung entschieden. Er stellt Beispiele für Sanierungen vor und hebt die Herausforderungen des Umzugsmanagements hervor. Das Ziel sei, so viele Wohnungen wie möglich vollständig zu sanieren, mit besonderem Fokus auf die Durchmischung der Bewohnerstruktur. Insgesamt seien mehr Wohneinheiten komplett saniert worden, als vertraglich verpflichtet. Bis Mitte 2026 sollen 231 Wohnungen saniert sein, ohne dass die Mieten erhöht werden. Insgesamt habe man mehr Mittel investiert, als ursprünglich vertraglich vorgesehen. Für die weitere Sanierung regt er an, die Förderung durch die Stadt anzupassen.
Der Ausschussvorsitzende, Ratsherr Schultz, lobt die Sanierung als praktisches Beispiel für funktionierende Sanierungsmaßnahmen.
Herr Trinkgeld erklärt, dass die Gebäudehülle komplett abgedichtet und Fenster ausgetauscht seien. Primär sei keine Einblasdämmung verwendet worden, sondern ein klassisches Wärmedämmverbundsystem mit Riemchenoptik. Keller und Dächer seien saniert, die Eingangsbereiche sowie Laubengänge erneuert und Dämmmaßnahmen gegen Kältebrücken umgesetzt worden.
Ratsherr Feldhaus bedankt sich für die Darstellung und fragt, welche Mieten für nicht frei finanzierte Wohnungen erzielt würden und ob ein Verkauf nach der Sanierung geplant sei.
Herr Trinkgeld antwortet, dass es sich um eine Staffelmiete handelt, die aus wirtschaftlichen Gründen jährlich steige. Über eine Entscheidung bezüglich eines Verkaufs könne er nichts sagen, da dies von den Gesellschaftern abhänge.
Ratsfrau John äußert ihre Dankbarkeit und fragt, ob die sanierten Wohnungen zügig vermietet werden könnten.
Herr Trinkgeld erläutert, dass dies von den unterschiedlichen Wohnungstypen abhänge. Große Wohnungen seien sehr gefragt. Die Nachfrage sei jedoch nicht auf die gesamte Stadt übertragbar, weil dies stark vom Stadtteil abhänge.
Ratsfrau Lotze begrüßt das Vorhaben und hebt hervor, dass es ein Vorteil für den gesamten Stadtteil sei, ältere Wohnräume aufzuwerten. Sie hofft, dass das Projekt Nachahmer finde und bittet um Erklärung der Zusatzvereinbarung.
Frau Hoffmann, Teamleitung Stadtsanierung, erklärt, dass die im Vertrag festgelegten 2,530 Mio. € Zuschuss aus 130.000 € Ausgleichsbetrag und 2,4 Mio. € Städtebauförderungsmittel bestünden. Der Ausgleichsbetrag sei ein Beitrag zur Sanierung, den alle im Sanierungsgebiet ansässigen Eigentümer am Ende der Sanierung verpflichtet seien zu zahlen. Diesen Ausgleichsbetrag werde Firma Eckpfeiler in Form einer Wohnumfeldmaßnahme reinvestieren. Der Zuschuss an Städtebauförderungsmitteln zu der Sanierung bliebe bei den im Ursprungsvertrag vereinbarten 2,4 Mio. €. Neu im Zusatz zum Modernisierungsvertrag stehe, dass am Ende der Sanierung geprüft werde, wie hoch die förderfähigen Kosten der Sanierung für Firma Eckpfeiler tatsächlich waren und ob noch Städtebauförderungsmittel vorhanden seien. Sollte nach dieser Prüfung entschieden werden, dass der Zuschuss erhöht werden könne, wird dem Rat dieser Vorschlag zur Entscheidung vorgelegt.
Auf Nachfrage von Ratsfrau Lotze führt Frau Gundermann aus, dass zunächst andere Maßnahmen umgesetzt werden müssten. Erst 2027, nach Abschluss der Sanierung, könne geprüft werden, wie viel Geld noch übrig sei.
Herr Trinkgeld ergänzt, dass die Regelung ein Kompromiss darstelle, der dem Rat vorgestellt werden müsse.
Auf Nachfrage von Ratsherrn Lühmann erklärt Herr Trinkgeld, dass 15.000 m² Wohnfläche saniert würden.
Auf Nachfrage von Ratsherrn Lühmann erklärt Herr Trinkgeld, dass die Mietpreisbindung fünf Jahre betrage und Details im Vertrag nachzulesen wären.
Beschluss:
Der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung empfiehlt dem Verwaltungsausschuss einstimmig, folgenden Beschluss zu fassen:
Dem Abschluss der Zusatzvereinbarung zum Modernisierungsvertrag mit der Vestabilio Lüneburg Immobilienverwaltungs GmbH wird zugestimmt.
Abstimmungsergebnis:
Ja-Stimmen: 9 Nein-Stimmen: 0 Enthaltungen: 0
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