Bürgerinformationssystem
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Beratungsinhalt: Beigeordneter
ALTHUSMANN meint, die Lage des Haushalts lasse einen Kauf des Gebäudes
derzeit nicht zu, zumal damit auch noch ein erheblicher Sanierungsaufwand
verbunden wäre. Er habe zudem konkrete Hinweise, dass das Gebäude über seinem
Wert verkauft werden solle. Stadtkämmerer
SAUER erklärt, die notwendigen Umbaumaßnahmen würden im angegebenen maximalen
Kaufpreis bereits enthalten sein und nicht zusätzlich aufgewendet werden
müssen. Beigeordneter
LÖB schlägt vor, den TOP zurückzustellen, bis die Frage der Finanzierung der
anstehenden PCB-Sanierung der Schulen haushaltsrechtlich gelöst worden sei. Oberbürgermeister
MÄDGE weist auf die beengten räumlichen Verhältnisse der Mitarbeiter im
Sozialamt hin, die dringend einer Verbesserung bedürfe. Die Räume seien nach
der geltenden Arbeitsstättenverordnung nicht mehr als Arbeitsstätten zulässig.
Wenn das Gebäude der Sparkasse nicht erworben werden könne, müssten eventuell
Container angemietet werden. Bürgermeister
INSELMANN bittet die Verwaltung, nochmals zu erläutern, wie sichergestellt werde,
dass für das Gebäude nicht ein zu hoher Preis bezahlt werde und welche Sanierungsfolgekosten
getragen werden müssten. Oberbürgermeister
MÄDGE teilt mit, es liege ein von der Sparkasse in Auftrag gegebenes
Wertgutachten für das Gebäude vor, das die Stadt Lüneburg akzeptiere. Zur
Herrichtung des Gebäudes für die Stadt müssten u.a. die Räume gestrichen, ein
Fahrstuhl eingebaut und EDV-Leitungen verlegt werden. Eine solche Chance, ein
passendes Gebäude in der Innenstadt zu erwerben, dürfe man nicht verstreichen
lassen. Es sei nicht richtig, die Mitarbeiter gegen die PCB-Sanierung von
Schulen auszuspielen. Die Ratsmitglieder könnten das Wertgutachten jederzeit
einsehen. Im Verwaltungsausschuss werde er zudem die Kosten für die notwendigen
Umbauten vorlegen. Beigeordneter
ALTHUSMANN weist darauf hin, dass die CDU-Fraktion bereits in den
Haushaltsberatungen vorgeschlagen habe, auf den Kauf des Gebäudes zu
verzichten. Er bittet um Verständnis, dass seine Fraktion sich deshalb bei der
Abstimmung des TOP enthalten werde. Beigeordneter
FIRUS erinnert an die Vereinbarung, die auf Grund der Verschiebung der letzten
Ratssitzung getroffen wurde, dass bei der Abstimmung zu diesem Punkt das
Pairing gelten solle, also bei der Abstimmung nicht die anwesenden Mitglieder,
sondern die Fraktionsstärke ausschlaggebend sei. Beigeordneter
ALTHUSMANN bittet um eine kurze Sitzungsunterbrechung. Die Sitzung
wird für eine fraktionsinterne Beratung der CDU-Fraktion unterbrochen. Nach
Wiederaufnahme der Sitzung beantragt Beigeordneter ALTHUSMANN, dass der
für den Kauf vorgesehene Betrag für die notwendige PCB-Sanierung der Schulen
zurückgestellt und für das Gebäude über eine Mietlösung verhandelt werde. Oberbürgermeister
MÄDGE erwidert, Miete müsse im Verwaltungshaushalt veranschlagt werden, dieser
sei ebenfalls hoch belastet. Das Gebäude würde ohne Kreditaufnahme erworben
werden und hätte sich bereits nach wenigen Jahren amortisiert. Miete rechne
sich auch wirtschaftlich nicht, da man nach einigen Jahren Mietzahlung die
Kaufpreissumme ausgegeben hätte aber weiter zahlen müsste. Für die
PCB-Sanierung der Schulen werde ebenfalls ein Vorschlag aus dem Bestand
vorgelegt. Ratsherr
MEIHSIES plädiert dafür, den TOP zurückzustellen und im Verwaltungsausschuss
nochmals zu beraten. Oberbürgermeister
MÄDGE ist gegen eine Verschiebung des Themas. Der Verwaltungsrat der Sparkasse
werde nicht zulassen, dass das Gebäude lange leer steht. Außerdem müsse die
Lage der Mitarbeiter im Sozialamt dringend verbessert werden. Diese Umstände
duldeten keinen langen Aufschub mehr. Beigeordneter
FIRUS schlägt vor, man könne den Beschluss unter der Voraussetzung fassen,
dass der von der Verwaltung angesetzte Betrag dem im Wertgutachten angegebenen
Betrag entspreche. Im Verwaltungsausschuss solle darüber nochmals berichtet
werden, bevor der Kaufvertrag unterschrieben werde. Ratsherr
MEIHSIES zieht seinen Antrag auf Rückstellung des TOP zurück. Beschluss: Der Rat der Stadt Lüneburg stimmt dem Änderungsantrag des Beigeordneten Althusmann, über eine Mietlösung für das Gebäude der Sparkasse zu verhandeln, mehrheitlich mit 19 Stimmen von CDU-Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bei 18 Gegenstimmen der Gruppe SPD / F.D.P. zu. Die Beschlussvorlage der Verwaltung ist damit im gleichen Stimmenverhältnis mehrheitlich abgelehnt. Beigeordneter FIRUS erinnert nochmals an das vereinbarte Pairing-Verfahren, an das die CDU-Fraktion sich offensichtlich bei der Abstimmung nicht gebunden gefühlt habe. Beigeordneter ALTHUSMANN bestätigt, dass es eine solche Vereinbarung gegeben habe und entschuldigt sich für das fehlerhafte Abstimmungsverhalten seiner Fraktion. Er schlägt vor, die entsprechende Stimmenzahl vom Abstimmungsergebnis herunterzurechnen, so dass das Ergebnis der getroffenen Absprache entspreche. Oberbürgermeister MÄDGE weigert sich, einem solchen Verfahren zuzustimmen. Der Beschluss sei jetzt so gefasst worden und er werde entsprechend über eine Mietlösung für das Gebäude verhandeln und dem Verwaltungsausschuss das Ergebnis vorlegen. (II, 12) |
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