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Beratungsinhalt: Stadtdirektor
KOCH teilt mit, die
schriftliche Beantwortung vom März dieses Jahres sei inzwischen, was die
Herderschule angehe, weitgehend überholt. Mit den Bauarbeiten zur Erweiterung
der Herderschule sei inzwischen begonnen worden. Das Projekt werde gemeinsam
von Stadt und Landkreis Lüneburg und der Samtgemeinde Bardowick finanziert.
Nach der Fertigstellung werde die Schule fünfzügig weitergeführt. Die Umsetzung
der vom Land beschlossenen Schulreform sei der erste Schritt gewesen, eine
langfristige Schulentwicklungsplanung solle erst zum Jahr 2007 vorgelegt
werden. Für das kommende Schuljahr müsse man zunächst das Elternverhalten
abwarten, ob sie die Schulempfehlungen für ihre Kinder akzeptierten. Eventuell
werde das für Bleckede geplante neue Gymnasium auch die städtischen Gymnasien
etwas entlasten. Als Zwischenlösung zur Umsetzung der Schulreform für das
kommende Schuljahr werde der Landkreis wohl eine vorübergehende Erweiterung des
Gymnasiums Scharnebeck vornehmen müssen. Das Johanneum werde jedenfalls nicht
mehr als fünf Klassen aufnehmen. Im Übrigen verweise er auf die schriftliche
Antwort. Für den 30.06.04 sei eine Sitzung des Schulgrundsatzausschusses vorgesehen,
dort werde u.a. beraten, wie Stadt und Landkreis die weitere Schulentwicklung
gemeinsam miteinander vorantreiben können. Ratsherr
NOWAK weist darauf
hin, dass vielen Eltern offensichtlich die neuen Strukturen und Schulformen
noch gar nicht bekannt seien, ebenso die Übernahme der Kosten für
Schülerfahrkarten zu bestimmten Schulen durch den Landkreis. Er bitte die Stadt
nochmals, die Eltern über die neue Schulentwicklung zu informieren und ihnen
mitzuteilen, welche Schülerfahrkarten übernommen würden. Er sei gespannt, wie
sich die neue Entwicklung in der Praxis darstellen werde. Stadtdirektor
KOCH erwidert, eine
verlässliche Planung sei insofern derzeit unmöglich, weil das Elternverhalten,
auf welche Schule sie ihre Kinder schicken, noch nicht feststehe. Es könne erst
entsprechend reagiert werden, wenn die eindeutigen Zahlen vorlägen. Der
Informationsauftrag liege insbesondere bei den Grundschulen und noch
bestehenden Orientierungsstufen, die Eltern frühzeitig über die Möglichkeiten
ihres Kindes umfassend zu beraten. Die Eltern seien auch in den letzten Jahren
schon mit vielfältigen Informationsbroschüren über die Schulformen informiert
worden. Es liege aber auch in ihrer Eigenverantwortung, sich informiert zu
halten und dazu habe es eine Fülle von Möglichkeiten und Angeboten gegeben. Beigeordneter
DR. SCHARF macht
deutlich, in Lüneburg hätten in der letzten Zeit gleichzeitig drei große
Problemkreise gelöst werden müssen, was nur durch die hervorragende
Vorbereitungsarbeit der Verwaltung möglich gewesen sei. Dies seien die
PCB-Sanierung, die Umsetzung der Schulreform und die Einführung von
Ganztagsschulen gewesen. Anschließend geht er ausführlich auf die einzelnen
Punkte der Anfrage ein. Die gemeinsame Finanzierung des Erweiterungsbaus der
Herderschule sei ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit von Stadt, Landkreis
Lüneburg und Samtgemeinde Bardowick. Es sollte auch zukünftig keine
Unterscheidung zwischen Schülern aus der Stadt und aus dem Landkreis gemacht
werden, sondern es handele sich um eine Aufgabe, die gemeinsam gelöst werden
müsse. Die Festlegung der Zügigkeiten der Schulen sei dabei auch als
Steuerungsinstrument zu betrachten. Ein Dank gelte auch den Gymnasien, die alle
hingenommen hätten, für eine Übergangszeit Außenstellen betreiben zu müssen.
Spannend sei in der Tat, ob es gelingen werde, das Gymnasium Bleckede
erfolgreich zu etablieren. Schulpolitik könne auch zukünftig nur in der
Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Aussicht auf Erfolg haben. Ratsherr
FIRUS merkt an,
Lüneburg verstehe sich als Region. Stadt und Landkreis hätten auch in der
Vergangenheit schon immer gemeinsame Schulpolitik betrieben. Seit Jahren gingen
doppelt so viele Schüler aus dem Landkreis in städtische Schulen, wie
städtische Schüler in Schulen des Landkreises. Deshalb sei es nur recht und
billig, dass der Landkreis sich an der Finanzierung der Schulkosten beteilige.
Mit der Fahrtkostenregelung für Schüler aus dem Gebiet Lüneburg-Ost gebe es
aber leider schon länger das Problem, dass der Landkreis sich trotz dezidierten
Beschlusses des Schulgrundsatzausschusses und des Kreistages weigere, diese
Fahrtkosten zu übernehmen. Er bittet Stadtdirektor Koch darum, dieses Thema als
Tagesordnungspunkt für die nächste Sitzung des Schulgrundsatzausschusses
aufzunehmen. Bürgermeisterin
SCHELLMANN
schildert ähnliche Probleme mit der Fahrtkostenerstattung aus Häcklingen, die
dort schon länger bestünden. Beschluss: Der
Rat der Stadt Lüneburg nimmt die Antwort zur Kenntnis. (V,
41) |
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