Bürgerinformationssystem

Auszug - Begründung Städtepartnerschaft zwischen den Städten Ischewsk und Lüneburg  

 
 
Öffentliche Sitzung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Kultur und Partnerschaften Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Mi, 12.05.2004    
Zeit: 15:30 - 19:20 Anlass: Sitzung
Raum: Vamos! Kulturhalle
Ort: Universitätsgelände, 21335 Lüneburg
VO/0603/03 Begründung Städtepartnerschaft zwischen den Städten Ischewsk und Lüneburg
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Eiselt, Gerhard
Federführend:01 - Büro der Oberbürgermeisterin Bearbeiter/-in: Eiselt, Gerhard
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Nach einer kurzen Diskussion über den wiederholten Wunsch ost-europäischer Städte eine Städtepartnerschaft mit Lüneburg einzugehen, bekommt Herr Senne die Gelegenheit, die russische Stadt Ischewsk vorzustellen.

 

In seinem sehr anschaulichen Vortrag weist er darauf hin, dass man sich von der hohen Einwohnerzahl der Stadt (650.000) nicht beirren lassen sollte, da die Fläche der Stadt nicht viel größer als Lüneburg ist.

Es besteht schon seit langem eine Partnerschaft des Gymnasiums Johanneum mit einer dortigen Schule. Auch die Universitäten führen einen regen Austausch. Und sogar der Lüneburger Fachhochschulzweig Automatisierungstechnik steht im Dialog mit der dortigen Industrie, der es jedoch wirtschaftlich sehr schlecht geht.

 

Beigeordneter Dr. Scharf erinnert daran, dass neben bestehenden, gut funktionierenden Partnerschaften aber auch schon Partnerschaften eingeschlafen sind (Ivrea). Wenn man eine solche Verbindung eingeht, muss man sie auch pflegen, was aber bei den vorgesehenen Haushaltsansätzen in diesem Bereich für eine weitere Städtepartnerschaft nicht möglich wäre.

Er spricht sich vielmehr dafür aus noch abzuwarten, wie sich die bereits bestehenden Kontakte festigen und ausbauen lassen und dann zu einem späteren Zeitpunkt über eine formelle Partnerschaft nachzudenken.

 

Ratsfrau Meins erinnert an die Bemühungen der polnischen Stadt Olesnica um eine Städtepartnerschaft mit Lüneburg, die auch nicht zustande gekommen ist, obwohl hier viele Gemeinsamkeiten vorhanden waren. Neben der schlechten Finanzlage spricht für sie aber auch die weite Entfernung gegen eine Partnerschaft.

 

Für Bürgermeisterin Schellmann muss ein gesundes Fundament stehen, um eine Partnerschaft sinnvoll gestalten zu können. Sie befürchtet, dass es zwar ein großes Interesse der dortigen Bevölkerung gibt, nach Lüneburg zu kommen, doch dass das Interesse der Lüneburger an einem Gegenbesuch ungleich geringer sein dürfte.

Auch die schlechten Finanzen sprechen gegen eine neue Städtepartnerschaft.

 

Ratherr Maeck sieht in den von Herrn Senne angeführten Beispielen bereits die Ideen einer Städtepartnerschaft als erfüllt. Dieser Austausch wird ja auch von allen befürwortet und unterstützt. Lediglich der formelle Akt einer offiziellen Städtepartnerschaft kann nicht befürwortet werden, da die finanziellen Mittel für beispielsweise Reisen der Verwaltung nicht vorhanden sind und bittet Herrn Senne hierfür um Verständnis.

 

Herr Senne respektiert diese Entscheidung natürlich und betont auch, dass der Wunsch dieser Partnerschaft nicht von dem Freundeskreis, sondern von der Stadt Ischewsk kam.

Beschluss:

Beschluss:

 

Trotz eines großen Interesses an einer Städtepartnerschaft mit Ischewsk besteht z.Z. aus personellen und finanziellen Gründen keine Möglichkeit eine solche einzugehen.