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Auszug - Corona-Hilfen der Hansestadt Lüneburg  

 
 
Sitzung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses
TOP: Ö 6.2
Gremium: Kultur- und Partnerschaftsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 01.07.2020    
Zeit: 16:00 - 18:50 Anlass: Sitzung
Raum: Auditorium, Zentralgebäude der Leuphana
Ort: Universitätsallee 1, 21335 Lüneburg
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Beratungsinhalt:

 

Herr Becker-Wurzwallner berichtet über die allgemeine Situation der freien Theater in Lüneburg seit Beginn der Corona-Krise und dem damit verbundenen Verbot zur Durchführung von Veranstaltungen.

Er teilt mit, dass die Einnahmen der freien Theater seit Beginn der Corona-Krise nicht wie in anderen kulturellen Bereichen eingebrochen, sondern komplett weggebrochen sei. Das bedeutet, dass die freien Theater seitdem keinerlei Einnahmen haben. Die freiberuflichen Künstlerinnen und Künstler fallen bisher aus sämtlichen Förderprogrammen des Bundes und des Landes raus, da sie keine institutionelle Förderung und auch keine Betriebskosten wie beispielsweise Personalkosten und Mieten geltend machen können.

Er hofft, dass durch die neue Verordnung des Landes und der neuen Verfügung des Landkreises nun langsam, wenn auch mit begrenzter Besucherzahl und den vorgegebenen Hygienemaßnahmen, Theateraufführungen wiederglich seien. Die freien Theater in Lüneburg sind am Rande ihrer finanziellen Möglichkeiten, die sich im Gegensatz zu beispielsweise Vereinen auch immer auf den privaten Bereich beziehen. Die freien Theater bitten um die Hilfe der Hansestadt Lüneburg, da es ohne diese nicht möglich sein wird, die freien Theater weiter aufrecht zu erhalten und Insolvenzen evtl. nicht mehr abzuwenden sind.

 

Ausschussvorsitzende Frau Schellmann berichtet, dass die Notlage der freien Theater den Ausschussmitglieder bekannt sei und sich diese aus ihrer Sicht bereits im März abgezeichnet habe.

 

Oberbürgermeister Herr Mädge sagt zu, dass er, soweit es ihm möglich sein wird, in den entsprechenden Gremien, in denen er auf Bundes- und Landesebene Mitglied ist, dahin  wirken wird, dass auch die freischaffenden Künstlerinnen und Künstler Fördergelder erhalten. Er berichtet, dass das Kulturreferat alle kulturellen Institutionen und freischaffende Künstlerinnen und Künstler Mitte Juli zu einem Krisengespräch eingeladen habe um den Bedarf zu ermitteln und konkrete Maßnahmen zu besprechen. Er berichtet über das Projekt „Theatersommer“ im Kurpark, bei dem alle Kulturschaffenden aufgerufen sind, sich zu beteiligen. Hierfür hat die Hansestadt Lüneburg eine Budget vin 10.000 Euro als Projektförderung bereit gestellt. 


Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss nimmt den Bericht von Herrn Becker- Wurzwallner zur finanziellen Situation der freien Theater in Lüneburg zur Kenntnis.