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Protokollinformationen sind noch vorläufig! - Baumaßnahme Bardowicker Straße  

 
 
Sitzung des Verkehrsausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Verkehrsausschuss Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Do, 19.09.2019    
Zeit: 16:00 - 19:00 Anlass: Sitzung
Raum: Huldigungssaal
Ort: Rathaus
VO/8513/19-1 Baumaßnahme Bardowicker Straße
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Hesebeck, UtaBezüglich:
VO/8513/19
Federführend:Fachbereich 7 - Straßen- & Grünplanung, Ingenieurbau Beteiligt:DEZERNAT III
Bearbeiter/-in: Moser, Alexandra  03 V ÖPNV und Verkehr
   Fachbereich 3b - Ordnung, Umwelt, Nachhaltigkeit und Mobilität
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

 

Beratungsinhalt:

 

FBL´in 7, Frau Hesebeck, trägt mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation (siehe Anlage) zur Vorlage vor. Sie weist auf Nachfrage darauf hin, dass die Nummerierung der von ihr vorgestellten Varianten irrtümlicherweise nicht der allein maßgeblichen Nummerierung im Vorlagentext entspricht.

 

Anhand einer zwischenzeitlichen Begehung der Örtlichkeit machen sich der Verkehrsausschuss sowie die Gäste ein Bild von der Situation vor Ort.

 

Stadtrat Moßmann trägt vor, dass verkehrliche und nicht Aspekte der Stadtbildpflege in den Vordergrund zu rücken seien. In der Bardowicker Straße seien der ÖPNV im Begegnungsverkehr (hierbei spielt die Erreichbarkeit und Attraktivität der Innenstadt eine entscheidende Rolle), temporärer Schwerlastverkehr durch Märkte und Veranstaltungen, Individualverkehr, ein stetig zunehmender Radverkehr und ein hohes Maß an Fußngerverkehren zu beobachten und zu berücksichtigen. Aufgrund der unterschiedlichen Verkehre und der daraus resultierenden Sicherheitsaspekte sei aus Sicht der Verwaltung eine bauliche Trennung von Fußngern und den sonstigen Verkehren mittels eines Hochbords mit 10cm Ansicht zu präferieren.

 

Stadtrat Moßmann erläutert anhand von Negativbeispielen (z.B. An den Brodbänken, Neue Sülze, Waagestraße und An der nze) die Konfliktsituationen mit auf die Fußverkehrsfläche ausweichenden Radfahrern. Es mangele an der erforderlichen Rücksichtnahme für Fnger, was am Ende dazu führe, dass Fußnger gefährdet und letztlich aus diesen Bereichen verdrängt werdenrden. Häufig zu beobachten sei, dass Radfahrer wegen der glatteren Oberfläche auf das Hochbord ausweichenrden und es zu Gefährdungen von Fußngern komme. Um derartige Nutzungskonflikte zu vermeiden, bedürfe es ausreichend breiter Fußverkehrsflächen mit einer baulichen Trennung zur Fahrbahn. Auch die vergangene Diskussion um den Zebrastreifen in der Bardowicker Straße zeige deutlich das Bedürfnis nach Schutz und Separierung vom übrigen Verkehr durch den Fußngerverkehr.

Letztlich spreche sich die Verwaltung für die Umsetzung der Baumaßnahme mit einem Hochbord mit 10cm-Ansicht, einer möglichst radfahrgerechten Oberfläche auf der Fahrbahn sowie dem Absenken des Hochbords für barrierefreie Übergänge und der Versagung von möglicher Außengastronomie aus. Ein zeitlicher Ausblick zeigt folgende Schritte auf: Die Anliegerbeteiligung solle im Oktober 2019 erfolgen, die Umsetzung seir den Sommer 2020 geplant und sollte der veranschlagte Kostenrahmen nicht eingehalten werden können, so würde zunächst nur die Fußngerfläche instandgesetzt werden.

 

Ratsherr Dr. Scharf spricht sich für das klare Konzept aus, regt jedoch an, den Radverkehr aufgrund der engen Fahrbahnbreite auf dem Fußweg mit getrenntem Radweg zu führen.

 

Ratsherr Meyer spricht sich deutlich für das Konzept und den Erhalt der Bushaltestellen aus. Er merkt an, dass im Rahmen der Baumaßnahme auch über Sitzmöglichkeiten und ggf. Kübelanpflanzungen nachgedacht werden sollte. 

 

Beigeordneterb spricht sich gegen ein Hochbord aus. Er bevorzuge den höhengleichen Ausbau bei gleichzeitiger Verengung der Fahrbahn.

 

Herr von Roeder spricht sich ebenso für einen höhengleichen Ausbau bei gleichzeitig gesägten Steinen auf der Fahrbahn zur Verbesserung der Befahrbarkeit durch Radfahrer aus.

 

Herr Schnabel befürwortet im Namen des Handels ebenfalls den höhengleichen Ausbau.

 

Ratsherr Soldan spricht sich für gesägte Steine und Kübelanpflanzungen aus und bittet, Überlegungen hinsichtlich eines Shared-Space-Bereichs anzustellen.

 

Stadtrat Moßmann ergänzt dazu, dass Kübelanpflanzungen den Gehweg schmaler machen würden und im Haushalt keine Mittel für gesägte Steine eingestellt seien.

 

Ratsherr Podstawa spricht sich ebenso für einen höhengleichen Ausbau aus, wie auch Herr Kohlstedt und Herr Aschenbrenner.

 

Ratsfrau Schmidt gibt zu bedenken, dass die Oberfläche für Radfahrer nicht ideal sei und es somit zu Ausweichverkehren auf den Gehweg kommen werde.

 

Herr Fricke, Polizeiinspektion Lüneburg, stellt fest, dass unter Berücksichtigung der verschiedenen Verkehre eine Fahrbahnverengung um fast drei Meter einen erhöhten Schutz der Fußnger erforderlich mache. Er spricht sich für ein Hochbord aus.

 

Frau Schulte stellt die Überlegung an, ob nicht beidseitig in ca. einem Meter Breite ein Streifen aus geschnittenen Steinen für den Radverkehr eingebaut werden könne.

 

Herr von Röder stellt den Vergleich zur Roten Straße her und spricht sich gegen ein Hochbord aus.

 

Herr Paul befürwortet den höhengleichen Ausbau, könnte sich eventuell aber auch mit einem Hochbord mit 4cm Ansicht anfreunden.

 

Ausschussvorsitzender Schultz spricht sich aus stadtbildpflegerischer Sicht für das Kopfsteinpflaster aus. Er regt an, die Steine möglichst eng zu verlegen und die Straßenwölbung zu verringern. Auch er befürwortet den höhengleichen Ausbau.

 

Ratsherr Dr. Scharf spricht sich letztlich ebenfalls für den höhengleichen Ausbau aus, er bittet aber um eine optische Trennung des Radverkehrs mit gesägtem Pflaster.

 

Stadtrat Moßmann gibt zu bedenken, dass in diesem Bereich bei einem höhengleichen Ausbau durch verschiedene Verkehrsteilnehmer auf dem Gehweg geparkt werden würde, welches aufgrund der zu erwartenden Beschwerdelage nur durch regelmäßige und engmaschige Kontrollen durch den Verkehrsaußendienst zwar einzudämmen, aber dennoch nicht zu lösen sei. Im Übrigen kündigt er an, dass noch eine Beschlussfassung des Verwaltungsausschusses vorgesehen sei.

 

Auf Nachfrage des Ratsherrn Soldan wird der Beschlussvorschlag dahingehend geändert, als dass nicht die Gestaltungsvariante 1 (Gehwegführung mit Hochbordstein von 10 cm) zur Abstimmung gestellt wird, sondern die Gestaltungsvariante 3 (Höhengleicher Ausbau von Gehweg und Straße).

 


Beschluss:

 

Der Ausschuss nimmt die vorgestellten Varianten der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt einstimmig die Verwaltung mit der Umsetzung der Variante 3 (höhengleicher Ausbau von Gehweg und Straße) nach Durchführung einer Anliegerversammlung.

 

 

 


Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen: 9 

Nein-Stimmen:0 

Enthaltungen: 0 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 2019_09_19_Bardow. Str._VerkA_ TOP 6 (4441 KB)