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Auszug - Gymnasiale Entwicklung in der Region Lüneburg; Entlastungen für das Gymnasium Oedeme sowie den Schulstandort Scharnebeck  

 
 
Sitzung des Schulausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 16.02.2015    
Zeit: 16:00 - 19:25 Anlass: Sitzung
Raum: Integrierte Gesamtschule Lüneburg
Ort: Graf-Schenk-von-Stauffenberg-Str. 1, 21337 Lüneburg
VO/6033/15-1 Gymnasiale Entwicklung in der Region Lüneburg; Entlastungen für das Gymnasium Oedeme sowie den Schulstandort Scharnebeck
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:Bereich 53 - Frühkindliche Bildung und Betreuung Bearbeiter/-in: Scheunemann, Joachim
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Oberbürgermeister Mädge stellt die Sitzungsvorlage vor und betont dabei, dass seit ca. 10 Jahren das Gymnasium Oedeme immer mehr Anmeldungen erhalte, als es aufnehmen kann. Den Unmut der Eltern haben dann in der Regel die Verwaltungen von Landkreis und Hansestadt abbekommen. Um hier eine Verbesserung für alle Beteiligten zu erreichen, wurde seitens der Verwaltungen vorliegender Vorschlag entwickelt, der ohne die Einrichtung von Schulbezirken auskommen soll, um den Eltern weiterhin eine möglichst freie Schulwahl zu ermöglichen.

Für die Zukunft schließt OB Mädge die sog. Verteilungsgespräche zwischen den weiterführenden Schulen und den Schulträgern aus. Er verweist aufgrund der derzeitigen und auch weiterhin bestehenden Gesetzeslage des Nds. Schulgesetzes auf die Rechtslage, nach der zukünftig auch am Gymnasium Oedeme das Losverfahren greift, nachdem die Schülerinnen und Schüler (SuS) aus dem Landkreis und Geschwisterkinder bevorrechtigt sind und falls die Kapazität dann überschritten wird, die städt. SuS bei einer Anmeldung damit rechnen müssen, auf ihren Zweitwunsch verwiesen zu werden, wie es leider zur Zeit an der IGS jedes Jahr der Fall ist.

 

OB Mädge weist ausdrücklich daraufhin, dass es sich hier um eine freiwillige Rahmenempfehlung der Verwaltungen handelt, die Eltern sich aber darüber klar sein sollten, dass sie ein Risiko eingehen und die Vorfreude der SuS einen kräftigen Dämpfer erhält, wenn im Losverfahren die Wünsche unberücksichtigt bleiben.

 

In der anschließenden Diskussion an der sich die Schulausschussmitglieder Dr. Scharf, Tretow-Zimmermann, Nowak, Seeger, Löb, von Stern, Lotze, Ortsbürgermeisterin John und Ortsvorsteher Dörbaum beteiligen wird deutlich, dass sowohl eine umfassende Kommunikation zwischen Schulträgern, Eltern, Stadtelternrat, Schulelternräten, Schulleitungen der Grundschulen und Gymnasien wünschenswert ist, andererseits die Gymnasien deutlicher ihre Angebotsprofile bekannt machen sollten, um den derzeitigen Grundschuleltern eine gute Schulwahl nach der 4. Klasse zu ermöglichen.

 

Im Anschluss unterbricht die Vorsitzende die Sitzung. Elternvertreter und Zuhörer haben die Möglichkeit eine Stellungnahme abzugeben.  

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Schulausschuss nimmt die Vorlage zustimmend  mit 6 Ja-, 1 Nein-Stimme und 2 Enthaltungen zur Kenntnis und empfiehlt dem Verwaltungsausschuss einen Beschluss entsprechend dem folgenden Beschluss des Schulgrundsatzausschusses und dem Beschluss des Schulausschusses des Landkreises Lbg. zu fassen:

 

                                                        Gymnasium Oedeme

 

Die Verwaltung der Hansestadt Lüneburg stellt in den Grundschulbezirken Hasenburger Berg, Häcklingen und Rotes Feld die Einzugsbereiche zur Hinleitung zur Wilhelm-Raabe-Schule vor. Der Landkreis Lüneburg verfährt für den Grundschulbezirk Deutsch Evern ebenso. Ziel ist es, das Anwahlverhalten der betroffenen Eltern zugunsten der Wilhelm-Raabe-Schule bzw. des Johanneums zu ändern. Sollten zum Schuljahr 2015/16 und darüber hinaus die Anmeldezahlen für das Gymnasium Oedeme im Bereich der 7-Zügigkeit und höher liegen, sind im Rahmen des Aufnahmeverfahrens Anmeldungen an die Wilhelm-Raabe-Schule bzw. das Johanneum in folgender Reihenfolge weiter zu leiten bis eine 6-Zügigkeit realisiert ist:

                                                        GS-Bezirk Häcklingen

                                                        Vorschlagsgebiet II – Hansestadt Lüneburg

                                                        Vorschlagsgebiet I  – Hansestadt Lüneburg

                                                        Grundschulbezirk Deutsch Evern ab Schuljahr 2019/20

Die Geschwister-Regelung bleibt hiervon unberührt

 

Als Träger der Schülerbeförderung richtet der Landkreis Lüneburg spätestens zum Schuljahr 2019/20 eine direkte Busverbindung aus Deutsch Evern zum Johanneum und zur Wilhelm-Raabe-Schule ein.

 

Um das Johanneum für diese Gebiete als Ausweichstandort zu sichern weist der Landkreis Lüneburg im Grundschulbezirk Dahlenburg darauf hin, dass Dahlenburg zum Einzugsbereich des Gymnasiums Bleckede gehört und insoweit eine Aufnahme am Johanneum nur nachrangig – im Rahmen der Kapazität - möglich ist.

Durch Kreistagsbeschluss wird die Kapazität des Gymnasiums Oedeme auf 6 Züge, soweit auch bei Anwendung der vorgenannten Praxis die Anmeldezahlen es notwendig machen, auf 7 Züge begrenzt.

 

Schulzentrum Scharnebeck

 

Die Beschlüsse des Schulgrundsatzausschusses aus 2004 (Vorlagen Nr. 2004 / 125) zur Öffnung des Schulzentrums Scharnebeck – Sek-I und II – für Schülerinnen und Schüler aus dem Grundschulbezirk Lüne werden aufgehoben.

 

Durch Kreistagsbeschluss wird die Kapazität des Schulzentrums Scharnebeck (Oberschule und Gymnasium) auf 8 Züge, soweit es trotz der o.a. Maßnahme die Anmeldezahlen notwendig machen, auf 9 Züge begrenzt.

 

 

Die Kreisverwaltung prüft zudem, ob die Einrichtung einer weiteren Integrierten Gesamtschule am Standort Adendorf oder Bardowick möglich ist.

 

 

 

 

 

 

 

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

 

   Ja-Stimmen:              6

Nein-Stimmen:  1             

  Enthaltungen:  2