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Auszug - Jahresbericht des Literaturbüros Lüneburg  

 
 
Sitzung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Kultur- und Partnerschaftsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 15.07.2014    
Zeit: 16:00 - 17:45 Anlass: Sitzung
Raum: Glockenhaus (Erdgeschoss)
Ort: Glockenstraße, 21335 Lüneburg
VO/5771/14 Jahresbericht des Literaturbüros Lüneburg
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:Bereich 41 - Kultur Bearbeiter/-in: Plett, Anke
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Frau FISCHER, die Geschäftsführerin des Literaturbüros Lüneburg e.V., stellt zunächst Struktur und Aufgaben des Literaturbüros vor, das im vergangenen Jahr sein 20jähriges Jubiläum feiern konnte. Es sei im Jahr 1993 als eingetragener, gemeinnütziger Verein mit dem Vereinszweck Literaturförderung und -vermittlung gegründet worden. Gründungsmitglieder seien: Hansestadt Lüneburg, Landkreis Lüneburg, Leuphana Universität, Literarische Gesellschaft Lüneburg, Theater Lüneburg, Museumsverein für das Fürstentum Lüneburg, rderverein Industriedenkmal Saline Lüneburg e.V. und Industrie und Handelskammer. Der Vorstand setze sich aus Vertretern der Hansestadt Lüneburg, dem Landkreis Lüneburg und der Leuphana Universität zusammen, das Personal bestehe aus ihr als Geschäftsführerin (mit 32 Std./Wo.) und einer Verwaltungsmitarbeiterin (mit 19,5 Std./Wo.). Das Jahresbudget betrage 185.000 Euro und setze sich zusammen aus Mitteln des Landes Niedersachsen (MWK) (68.000 Euro), der Hansestadt Lüneburg (41.000 Euro), des Landkreises Lüneburg (1.500 Euro), der Leuphana Universität (1.550 Euro), Eintrittserlösen (8.000 bis 13.000 Euro) und Drittmitteln (64.000 Euro), die von unterschiedlichen Stiftungen und Zuschussgebern eingeworben werden.

Schwerpunkt der Arbeit sei das Veranstaltungsprogramm mit 30 – 36 Abendveranstaltungen im Jahr. Es umfasse Reihen zur deutschsprachigen und zur internationalen Literatur, Prosa, Lyrik, Sachbuch, Lesungen der Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie des Ehrengasts im Heinrich-Heine-Haus, eine Heinrich-Heine-Gastdozentur und viele Kooperationsveranstaltungen. Unter dem Titel „Junges Literaturbüro“ würden von der Kita bis zum Gymnasium mit Schwerpunkt auf Haupt- und Realschulen sowie Grundschulen in sozialen Brennpunkten Lesungen, kreative Workshops und Projektarbeit in den Schulen und im Heine-Haus angeboten.

Neben der Literaturvermittlung stelle die Autorenförderung einen wichtigen Bereich dar. Das Heinrich-Heine-Stipendium werde an deutschsprachige Autorinnen und Autoren vergeben und alle zwei Jahre ausgeschrieben. Der Literarische Beirat des Literaturbüros Lüneburg wähle aus den Bewerbern 6 Autorinnen oder Autoren aus, die jeweils ein dreimonatiges Stipendium mit kostenfreier Wohnung im Anbau des Heine-Hauses und einem monatlichen Stipendiumsgeld des MWK in Höhe von 1.400 € erhalten. 

Kooperationen / Vernetzungen des Literaturbüros bestehen mit der Literarischen Gesellschaft (Projekte: Grenzenlos, LiteraTour Nord, Ehrengast) und mit der Leuphana Universität (Projekte: Heinrich-Heine-Gastdozentur, LiteraTour Nord, Lüneburg liest!). Weitere Kooperationspartner seien Buchhandlungen, Kulturforum, Nordost-Institut, Amnesty Int., St. Johannis, VHS und Musikschule.

Zur Vernetzung mit dem Landkreis treffe sich zweimal jährlich der Arbeitskreis „Literatur in der Region Lüneburg“. Das Literaturbüro übernehme dafür die Einladung zu den Treffen, Terminkoordination, Austausch, Koordinierung der Zusammenarbeit und die Erstellung und Verteilung der Halbjahresprogramme in Stadt und Landkreis (7.500 Stück).

Landesweite Vernetzung bestehe in der AG der Literaturhäuser in Niedersachsen (Braunschweig, Göttingen, Lüneburg, Hannover, Oldenburg, Osnabrück), die eine gemeinsame Homepage (www.literaturhaeuser-niedersachsen.de) und einen Stand der niedersächsischen Literaturhäuser auf der Leipziger Buchmesse betreibe.

Abschließend lasse sich sagen, dass die Aktivitäten des Literaturbüros weit über die Grenzen Lüneburgs in den Umkreis ausstrahlten, es kämen zum Teil auch Besucher aus Hamburg und Hannover. Auch im Literaturbetrieb genieße es einen guten Ruf. Lüneburg sei ein besonderer Ort für Literatur. Die Stipendiaten und Autoren seien immer von der schönen Stadt, ihrer Atmosphäre und dem aufmerksamen, interessierten Publikum, sowie dem, gemessen an der Größe Lüneburgs, sehr anspruchsvollen Programm begeistert. Das Literaturbüro wolle auch weiterhin dafür sorgen, dass die Literaturförderung und -vermittlung einen Schwerpunkt im kulturellen Leben der Stadt habe und sie danke dem Land Niedersachsen und der Hansestadt Lüneburg für die Unterstützung.

 

Ratsfrau SCHELLMANN fragt, ob für die Leseförderung eine Kooperation mit der Jugendbücherei bestehe.

 

Frau FISCHER antwortet, diese sei über das Netzwerk Leseförderung gegeben, dort bringe das Literaturbüro eigene Veranstaltungen mit ein und es werde dort darauf geachtet, dass die einzelnen Angebote sich ergänzen.

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss nimmt Kenntnis.