Bürgerinformationssystem
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Beratungsinhalt:
Stadtbaurätin Gundermann führt einleitend aus, dass neben der viel diskutierten Baumfällliste es auch eine große Anzahl von Neupflanzungen im Stadtgebiet gebe, über die heute einmal vorgetragen werden soll.
Bereichsleiter Zurheide merkt an, dass im Stadtgebiet jährlich aus den unterschiedlichsten Gründen ca. 100 Bäume entfernt werden müssen. Über die Gründe wird in jedem Herbst/Winter im Ausschuss anhand einer Baumfällliste ausführlich vorgetragen. Anhand eine Power-Point-Präsentation (Anlage I) wird aufgezeigt, dass insgesamt 147 Bäume im Berichtszeitraum im Stadtgebiet nachgepflanzt wurden. Zusätzlich wurden in den Baugebieten und bei laufenden Bauprojekten zusätzlich eine Vielzahl von Bäumen gepflanzt. Anhand von Fotografien werden mehrere durchgeführte Anpflanzungen von Bäumen aufgezeigt. Hingewiesen wird darauf, dass es immer schwieriger wird, innerhalb des Stadtgebietes geeignete zusätzliche Standorte für Neuanpflanzungen von Bäumen zu finden. Ein Hauptaugenmerk wird deshalb insbesondere auf die Neubaugebiete gelegt.
Ratsherr Meißner begrüßt es außerordentlich, dass neben der jährlichen Erstellung einer Baumfällliste auch einmal einen Überblick darüber gegeben wird, dass entsprechende Neuanpflanzungen von Bäumen ebenso durchgeführt werden. Er hofft, dass die heutigen Ausführungen dazu beitragen, dass bei zukünftigen Diskussionen über Baumfälllisten in Kenntnis darüber, dass auch Neuanpflanzungen in entsprechendem Umfang durchgeführt werden, die Diskussionen über die Baumfällliste weniger emotional als vielmehr sachlich durchgeführt werden.
Herr Dammann – BUND – merkt an, dass die vom BUND kritisch gesehene Baumfällliste durchaus hilfreich sein kann für eine angestrebte positive Zusammenarbeit mit der Stadt. Bereits mehr als einmal hat es sich gezeigt, dass konstruktive Hinweise dafür gesorgt haben, dass der eine oder andere Baum nicht wie angedacht, kurzfristig entfernt werden musste. Ein besonderes Augenmerk wird von seiner Seite aus auf die Entsiegelung der Baumscheiben gelegt. Er stimmt zu, dass es innerhalb des Stadtgebietes relativ wenige Möglichkeiten gibt, zusätzliche Bäume standortgerecht zu pflanzen. Insofern sollte großer Wert darauf gelegt werden, den bestehenden Baumbestand zu pflegen. Dies könnte u. a. durch Vergrößerung und Entsiegelung der Baumscheiben geschehen. Als negatives Beispiel für zusätzlich vorgenommene Versiegelungen führt er die Neugestaltung des St.-Stephanus-Platzes im OT Kaltenmoor an. Eine Versiegelung derartigen Ausmaßes wäre nach Ansicht des BUND nicht notwendig gewesen.
Stadtbaurätin Gundermann führt aus, dass die Neugestaltung des St.-Stephanus-Platzes eine andere Diskussion sei. Eine erste Entwurfsplanung für die Neugestaltung dieses Platzes sah nur die Pflanzung von 2 Bäumen vor. Aufgrund einer vorgenommenen Überarbeitung der Ursprungsplanung wurden letztendlich jedoch eine Vielzahl von Bäumen gepflanzt. Hauptaugenmerk bei der Neugestaltung des Platzes war, den Platz zukünftig barrierefrei zu gestalten. Auch war zu berücksichtigen, dass er für die Abhaltung des Wochenmarktes weiterhin nutzbar bleibt. Mit der Neugestaltung sollte bewusst auch erreicht werden, dass hier ein Platz gestaltet wird und keine Grünanlage. Unter der Vorgabe, dass es sich um einen Platz handeln soll, wurde die max. Anzahl von Bäumen gepflanzt.
Beigeordneter Pauly hat den Ausführungen zu den Baumfälllisten entnommen, dass die Bäume stressbedingt heute nicht mehr ihr normales Lebensalter erreichen.
Bereichsleiter Zurheide merkt hierzu an, dass bedingt durch die ausführliche dargestellten Gründe davon auszugehen ist, dass im öffentlichen Straßenraum gepflanzten Bäume aus den unterschiedlichsten Gründen heute nur noch eine Lebenserwartung von ca. 70 bis 80 Jahren erreichen, was in etwa 2/3 des normalen Lebensalters eines Baumes entspricht.
Ratsfrau Schmidt merkt an, dass ihr bei der Auswechselung von Straßenbäumen entlang der Schomakerstraße aufgefallen sei, dass im unteren Bereich der Schomakerstraße die Baumscheiben wesentlich größer bemessen seien als im oberen Drittel der Straße Richtung Ochtmisser Kirchsteig. Offensichtlich besteht noch kein Automatismus dergestalt, dass man, soweit möglich, bei Ersatz von Bäumen daran geht, gleichzeitig kleine Baumscheiben zu vergrößern. Sie hält es für wünschenswert, dass zukünftig grundsätzlich darauf geachtet wird im Rahmen des Möglichen bei Ersatzpflanzungen bestehende kleine Baumscheiben entsprechend zu vergrößern.
Bereichsleiter Zurheide weist darauf hin, dass, bedingt durch den langen Winter, nur ein relativ kurzer Zeitraum im Frühjahr für Neupflanzungen bestand. In der Regel wird sehr wohl darauf geachtet, dass im Rahmen des möglichen Baumscheiben bei Neuanpflanzungen ausgeweitet werden.
Ratsfrau Thielbörger möchte wissen, ob bei Nachpflanzungen immer die Baumart wieder gewählt werde, wie die Baumart die dort ersetzt werden muss.
Bereichsleiter Zurheide führt hierzu aus, dass im Regelfall die Baumart für die Neuanpflanzung gewählt wird, die dort bereits vorhanden war. Dies gilt insbesondere für Alleen mit einem bereits vorhandenen Baumbestand.
Ratsfrau Hillmer regt an, dass man bei den Ersatzpflanzungen einmal in Erwägung ziehen sollte, kleinere Bäume zu nehmen. Dies hatte u. a. den Vorteil, dass diese kostengünstiger zu beschaffen seien.
Bereichsleiter Zurheide weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei zu kleinen Qualitäten immer die Gefahr besteht, dass die Stämme abbrechen bzw. abgebrochen werden. Aus diesem Grunde ist die Wahl kleinerer Bäume bei Ersatzplanzungen nicht zu empfehlen.
Ratsherr Meißner geht auf die Sanierung des Straßenzuges Hamburger Straße von der Einmündung Zeltberg bis zum Straßenzug Auf dem Schmaarkamp ein. Er bittet darauf zu achten, dass die auf der Westseite stehenden Bäume bei der anstehenden Sanierung des Radweges größere Baumscheiben erhalten.
Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Beschluss:
Der Grünflächen- und Forstausschuss nimmt den vorgetragenen Sachverhalt zur Kenntnis. ALLRIS Dokumente
Dieses Dokument wurde von einem anderen Benutzer gerade erstellt und noch nicht auf dem Server gespeichert.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |