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Auszug - Jugendkunstpreis für Kinder und Jugendliche (Antrag der Gruppe SPD/CDU vom 12.04.2010, eingegangen am 13.04.2010)  

 
 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses
TOP: Ö 7
Gremium: Ausschuss für Kultur- und Partnerschaften Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Do, 04.11.2010    
Zeit: 16:00 - 18:45 Anlass: Sitzung
Raum: Kinder- und Jugendtheater
Ort: An den Reeperbahnen 3
VO/3650/10 Jugendkunstpreis für Kinder und Jugendliche (Antrag der Gruppe SPD/CDU vom 12.04.2010, eingegangen am 13.04.2010)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag der Gruppe SPD/CDU
Federführend:01 - Büro der Oberbürgermeisterin Beteiligt:Fachbereich 4 - Kultur
    Fachbereich 5 - Soziales und Bildung
 
Wortprotokoll
Beschluss

Beratungsinhalt:

 

Beratungsinhalt:

 

Erster Stadtrat KOCH verweist auf die Beratung im Rat der Hansestadt Lüneburg zu der Thematik. Daraufhin habe er nach der Presseberichterstattung einige interessante Hinweise erhalten, u. a. dass Frau Oberstudienrätin Kofahl, Fachobfrau für Kunst am Gymnasium Oedeme, vom Kultusministerium den Auftrag erhalten habe, ein Begleitkonzept Kunst für die Region Lüneburg zu entwickeln. Sie habe Interesse bekundet, an der Gestaltung der Wettbewerbsbedingungen mitzuwirken.

 

Kulturreferent LANDMANN ergänzt, um hier eine „Beliebigkeit“ auszuschließen, sollte man sich mit Fachleuten über die sinnvolle Ausgestaltung der Wettbewerbsbedingungen beraten, also die Kunstschule IKARUS, den Bund Bildender Künstler u.a. einbeziehen, damit diese das Konzept mittragen könnten. Es könne nicht Ziel sein, lediglich Bilder einsenden und diese durch eine Kinderjury beliebig bewerten zu lassen. Er schlage daher vor, dass die Verwaltung gemeinsam mit den Fachleuten ein tragfähiges Konzept erarbeite und dieses dem Kultur- und Partnerschaftsausschuss vorlege, wenn er den vorliegenden Antrag unterstütze. Beispielsweise müssten Altersgruppen und darauf aufbauend unterschiedliche Maßstäbe und Ausdrucksformen festgelegt werden. Dabei müsse allerdings auch die organisatorische Umsetzbarkeit der Maßnahme im Blick behalten werden.

 

Beigeordnete SCHELLMANN unterstützt den Vorschlag von Herrn Landmann. Nur auf diese Weise könne man hier Qualität erreichen und es müssten Kriterien entwickelt und Methoden aufgezeigt werden, wie man Qualität in der Kunst erkennen könne.

 

Bürgermeister KOLLE fragt, ob sich Mitglieder des Kultur- und Partnerschaftsausschuss eventuell an der Erarbeitung der Kriterien beteiligen sollten.

 

Ratsherr VON MANSBERG weist darauf hin, dass der Grundgedanke des Antrags gewesen sei, Kinder und Jugendliche an dem gesamten Prozess der Auswahl der Preisträger und Ausgestaltung der anschließenden Ausstellung aktiv teilhaben zu lassen.

 

Oberbürgermeister MÄDGE warnt davor, den Kindern zu sehr durch Verwaltung und Politik vorschreiben zu wollen, wie sie Kunst einzuschätzen und den Wettbewerb auszugestalten hätten. Im Sinne des Ratsbeschlusses, Kinder und Jugendliche in der Gemeinschaft stärker zu beteiligen, sollten sich Politik und Verwaltung hier möglichst heraushalten und den Fachleuten auf diesem Gebiet, also der Kunstschule IKARUS, dem Bund Bildender Künstler und interessierten Pädagogen unter Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen die Vorbereitung größtenteils überlassen. Es sei ein Experiment und es müsse sich zeigen, ob man Kinder und Jugendliche dafür interessieren könne, sich auf diesem Gebiet einzubringen. Man sollte hier auch keinen zeitlichen Druck aufbauen; wenn für die Erarbeitung mehr Zeit benötigt werde, könne man mit der tatsächlichen Umsetzung und Ausführung auch 2012 oder 2013 beginnen.

 

Erster Stadtrat KOCH ergänzt, wenn der Antrag beschlossen werde und die vorgeschlagene Vorgehensweise gebilligt werde, würde die Verwaltung die zu beteiligenden Personen einladen, um das Projekt in Gang zu bringen.

 

Ratsherr VON MANSBERG fasst zusammen, dass der Kultur- und Partnerschaftsausschuss den Antrag unterstützt und damit erreichen möchte, dass Jugendliche einen aktiven Beitrag dazu leisten, indem sie auch den Prozess selbst gestalten. Die Begleitung solle den fachlich dazu geeigneten Kräften übertragen werden, es werde nicht als Aufgabe von Politik und Verwaltung gesehen, dort einzugreifen.

 

Frau JAKUBEIT vom Bund Bildender Künstler Lüneburg freut sich, dass Fachleute aus Kunst und Kultur einbezogen werden sollen. Sie weist jedoch auch darauf hin, dass hiermit eine große Menge Arbeit verbunden sein werde, bei der fraglich sei, ob sie insgesamt ehrenamtlich leistbar sei.

 

Oberbürgermeister MÄDGE hofft auch in diesem Zusammenhang auf die Unterstützung der Sparkassenstiftung zur Förderung der Kunst.

 

Frau STUMPENHUSEN von der Kunstschule IKARUS freut sich über die Idee, einen Jugendkunstpreis zu initiieren und sieht als wichtiges Kriterium dabei ebenfalls an, dass er von den Kindern und Jugendlichen selbst gestaltet werden soll, vielleicht auch in Form von Workshops.

 

Frau KOFAHL berichtet, das Kultusministerium plane für den Raum Stadt und Landkreis Lüneburg eine Begabungsförderung mit Workshops für Jugendliche im Bereich Kunst. Sie selbst habe bereits bevor ihr der Antrag bekannt war, ein Wettbewerbskonzept für das Ministerium erarbeitet und würde sich gern an der Vorbereitung des Jugendkunstpreises beteiligen. Wichtig sei, dass den Jugendlichen von den Pädagogen nicht vorgegeben werde, was sie als Kunst zu betrachten hätten, sondern dass sie sich die Kriterien selbst erarbeiten und nur Denkanstöße erhielten.

 

Beschluss:

Beschluss:

 

Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss stimmt dem Antrag der Gruppe SPD/CDU in der vorliegenden Form einstimmig zu und bittet die Verwaltung, die weiteren Gespräche mit den Beteiligten zu führen und dem Kultur- und Partnerschaftsausschuss spätestens im kommenden Sommer über den Sachstand zu berichten.