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Beratungsinhalt: Neugestaltung
Museumslandschaft / „Krüger-Bau“ an der Wandrahmstraße Oberbürgermeister
Mädge führt aus,
dass in letzter Zeit Gerüchten Vorschub geleistet wird, dass der so genannte
„Krüger-Bau“ abgerissen werden soll. Zahlreiche sog. Experten haben
zu dem Meinungsbild geführt, dass sich eine Sanierung dieses Gebäudes als
lohnend erweisen würde. Er
verdeutlicht in diesem Zusammenhang, dass zwischen dieser vermeintlichen
Sachkunde und der Umsetzung der Maßnahmen ca. 1 Mio. € Kosten liegen.
Insofern hält er es für wichtig, dass in der heutigen Sitzung seitens der
Verwaltung einmal der konkrete Sachverhalt dargestellt wird, der sich anders
darstellt, als dass, was man gerüchteweise in der Stadt hört bzw. in der
örtlichen Presse lesen kann. Stadtbaurätin
Gundermann zeigt in
diesem Zusammenhang anhand eines Luftbildes die Lage des „Krüger-Baus“
und die Nutzung der umliegenden Gebäudeteile des Fürstentummuseums auf. Oberbürgermeister
Mädge erinnert
daran, dass in den letzten 2 Jahren eine intensive Diskussion über die Nutzung
des vorhandenen Gebäudes geführt wurde. Zwei wesentliche Punkte kristallisierten
sich dabei heraus. Zum einen befindet sich der Krüger-Bau auch aus
energetischer Sicht in einem baulich schlechten Unterhaltungszustand, zum
anderen handelt es sich um eine kleinteilige Raumaufteilung, die einer
zukünftigen Einbeziehung in eine museale Nutzung widerspricht. Für eine Nutzung
für museale Zwecke sind möglichst große Räume, die variabel unterteilt werden
können, erforderlich. Die Schätzungen der Sanierungskosten, die sowohl von
einem externen Ingenieurbüro als auch durch die eigenen Fachleute des
Eigenbetriebes Gebäudewirtschaft vorgenommen wurden, beziffern sich auf ca.
700.000 – 1.000.000 €. Dies ist auch die seitens des
Museumsvorstandes vertretene Ansicht. Man
befindet sich weiterhin im Gespräch mit dem mit der Durchführung der
Sanierungsarbeiten beauftragten Architektenbüros. Man wird prüfen müssen, ob
die für die Sanierung des Krüger-Baus erforderlichen Kosten haushaltsmäßig im
städtischen Haushalt für die Jahre 2012 und 2013 verankert werden können.
Bewusst sein muss man sich darüber, dass die Förderichtlinien eine Förderung
bestehender Baulichkeiten ausschließt. Auch ist der Krügerbau kein Baudenkmal,
so dass die Sanierungskosten allein durch Eigenmittel der Stadt erfolgen
müsste. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die
Fußgängerbrücke über die Ilmenau abgängig sei. Vorgesehen ist ein Neubau weiter
in Richtung Norden zu verschieben, um auch dadurch ggf. eine bessere fußläufige
Anbindung zum Museumskomplex zu schaffen. Zusammenfassend
führt er aus, dass kein Grund zur Beunruhigung besteht. Ein Vorschlag stellt
noch keine Entscheidung dar. Im Rahmen der fortlaufenden Entwicklung des
Museumskonzeptes wird weiter zu diskutieren sein. Der Erhalt allein der
Schaufassade wäre jedoch unzweckmäßig. Insofern wird gemeinsam mit den
politischen Gremien weiter zu diskutieren und letztendlich zu entscheiden sein.
Fest steht, dass man für eine Sanierung des Krüger-Baus, um es für museale
Zwecke nutzen zu können, ca. 1 Mio. € an Sanierungskosten aufwenden muss.
Eine entsprechende Entscheidung wird im Jahre 2012 zu treffen sein. Kritiker
sind ausdrücklich eingeladen, sich das Gebäude anzuschauen und ggf. anhand der
Vorgaben und des baulichen Zustandes eigene Kostenberechnungen zu erstellen und
vorzulegen. Zu hoffen ist, dass hierdurch eine Versachlichung der Diskussion
erreicht wird. Diskutierte
Vorschläge finanzielle Mittel aus dem Audimax hierhin umzuleiten ist
haushaltsrechtlich nicht umsetzbar, da sonst davon auszugehen ist, dass seitens
der Aufsichtsbehörde gegenüber der Stadt eine entsprechende Kreditrahmenkürzung
erfolgen würde. Ratsherr
Meihsies dankt der
Verwaltung und Oberbürgermeister Mädge für die Ausführungen. Er begrüßt es,
dass ausreichend Zeit gegeben ist, um über das Für und Wider einer Abrisses
bzw. einer Sanierung öffentlich diskutieren zu können und eine getroffene
Entscheidung auch vermitteln zu können. Beigeordneter
Dörbaum erinnert an
die damalige Ausschreibung bezüglich des Neubaus des Museumsgebäudes. In den Ausschreibungsunterlagen
war es den Architekten freigestellt, eine Planung mit oder ohne Krüger-Bau
vorzunehmen. Er
schlägt vor, dass das Ergebnis der weitergehenden Gespräche auch mit den Architekten zu gegebener Zeit im Ausschuss vorgestellt
wird. Beigeordnete
Schellmann erinnert daran, dass auch sie sich für das beauftragte
Architektenbüro in seinerzeit durchgeführten Wettbewerb entschieden habe. Mit ausschlaggebender
Grund war hierbei, dass die Planung des Architekten nicht zwingend den Abriss
des Krüger-Baus vorgesehen hatte. Sie
begrüßt es und findet es auch richtig, dass eine öffentliche Diskussion in
aller Sachlichkeit darüber geführt werden sollte, ob der Krüger-Bau abgerissen
oder saniert werden sollte. Beigeordneter
Körner vertraut
darauf, dass man auch hier zu einer annehmbaren Lösung kommen wird. Der
Ausschuss hat es in den letzten Jahren immer verstanden, nach einer
entsprechenden Beratung zu einer vertretbaren Lösung zu gelangen. Ratsherr
Bruns merkt an,
dass es sich sicherlich um ein markantes Gebäude handelt, welches aber nicht
direkt an der Straße steht und insofern auch nur bedingt optisch wahrgenommen
werden kann. Er hält die Argumentation von Oberbürgermeister Mädge für
nachvollziehbar. Auch er spricht sich dafür aus, im zeitlich vorgegebenen
Rahmen in Ruhe eine abschließende Bewertung vorzunehmen. Er weist darauf hin,
dass entsprechende Mittel für eine Sanierung derzeit haushaltsrechtlich ohnehin
nicht zur Verfügung stehen und dass insofern ausreichend Zeit besteht, um zu
einer abschließenden Bewertung zu gelangen. Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Oberbürgermeister
Mädge erklärt, dass
bezüglich einer Entscheidung über die weitere Verwendung bzw. Abriss des
Krüger-Baus wie dargelegt, ausreichend Zeit besteht. In diesem Zusammenhang
erwähnt er, dass es wichtig ist, dass seitens der Museumsdirektoren auch einmal
kritisch über den Erhalt von bisher museal genutzten Räumlichkeiten, die
modernen Präsentationen nicht mehr entsprechen, nachgedacht wird. Der
Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung nimmt die Ausführungen zur Kenntnis. Beschluss: |
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