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Beratungsinhalt: Oberbürgermeister
MÄDGE stellt
einleitend dar, dass in diesem Jahr für die Einführungswoche der Universität
ein ganz besonderes Kunstprojekt geplant werde, das die Verwaltung gern unterstützen
wolle, da es innovativ und kreativ sei und Universität und Stadt in einem
vorbildlichen Maße miteinander verbinde.
Vizepräsident
KELLER dankt dem
Ausschuss für die Möglichkeit, das Thema der diesjährigen Startwoche der
Leuphana Universität hier vorstellen zu dürfen. Im Rahmen der Begrüßung der
Erstsemester-Studierenden vom 05. bis 09. Oktober 2009 sei ein künstlerisches
Großprojekt geplant, das Universität, Stadt und Kunstwelt zusammenführen und
die Aufmerksamkeit der internationalen Kunstszene auf die Hansestadt Lüneburg
ziehen werde. Etwa 40 international bekannte Streetart-Künstler seien
eingeladen, ihre Werke an verschiedenen Orten in der Stadt zu zeigen. Sie
würden Flächen im mittelalterlichen Stadtzentrum sowie auf dem Universitätscampus
und im Roten Feld gestalten. Dokumentiert werde die Kunstaktion von 1.200
Studienanfängern, die sich im Rahmen der Startwoche mit dem Thema Kunst
auseinandersetzen und die Aufgabe hätten, die Künstler in Kleingruppen bei
ihrer Arbeit zu begleiten und jeweils einen einminütigen Kurzfilm zu drehen,
welcher anschließend im Rahmen einer internetbasierten Medienplattform
eingebunden und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde. Durch die Verbindung
von Startwoche und Streetart-Projekt entstünden auf diese Weise nicht nur
einzigartige Kunstwerke, sondern auch originelle Kurzfilme, die Lüneburg aus
einer ganz neuen Perspektive zeigen. Der außergewöhnliche Dialog von Künstlern,
Studierenden und Lüneburger Bevölkerung werde voraussichtlich von mehreren
öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern in Form einer Dokumentation begleitet.
Das Projekt erreiche damit eine weit über die Stadtgrenzen hinaus reichende
Strahlkraft und die Hansestadt Lüneburg könne sich so durch die in ihrer
Dimension und Konzentration einmalige Streetart-Aktion als besonders
innovativer Kunststandort präsentieren. Streetart
habe ihre Wurzeln zwar in der Graffiti-Bewegung, heute sei der ursprüngliche
Charakter der Subkultur jedoch nur noch teilweise erhalten. Die Bandbreite der
verschiedenen Ausprägungen reiche von Plakat- über Graffiti- bis hin zur
Installationskunst. Ein beachtlicher Teil der Streetartists komme nicht aus der
Graffiti-Bewegung, sondern aus der bildenden Kunst, einige seien mit ihren
Arbeiten bereits in renommierten Museen vertreten und erzielten auf Kunstauktionen
hohe Preise. Die Streetart grenze sich in ihren Intentionen von der
Graffiti-Subkultur dahingehend ab, dass statt Provokation das Verschönern,
Prägen, Beleben des Stadtbildes in den Fokus gerückt werde. Die Werke könnten
je nach Wunsch des jeweiligen Haus- oder Grundstückseigentümers permanent
angebracht oder wieder entfernt werden. In die Suche nach geeigneten Orten in
der Stadt sei auch die Verwaltung einbezogen worden. Mit den Eigentümern der in
die engere Wahl gezogenen Objekte sei bereits gesprochen worden und es habe
bisher nur positive Rückmeldungen gegeben. 20 % der Objekte befänden sich in
privatem Eigentum, 20% seien in städtischem Besitz und der Rest gehöre
Unternehmen und Institutionen. Die finanzielle Unterstützung für das Projekt
sei über die Film-Akademie Baden-Württemberg und verschiedene Stiftungen
gesichert. Vizepräsident
KELLER beantwortet
im Anschluss Fragen der Ausschussmitglieder, u.a. teilt er mit, dass
Baudenkmale nur für wieder ablösbare Plakataktionen vorgesehen würden. Permanente
Bemalungen werde es nur auf Brandwänden geben, wenn dies vom Eigentümer gewünscht
sei. Zwischen den Künstlern und den Eigentümern würden entsprechende Verträge
abgeschlossen. Eine öffentliche Informationsveranstaltung sei zwar geplant,
wann, wo und in welcher Größenordnung sie stattfinden werde, stehe jedoch noch
nicht fest. Der
Kultur- und Partnerschaftsausschuss bedankt sich für die ausführliche
Information, nimmt Kenntnis und wünscht dem Projekt viel Erfolg. |
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